Wohin bestellte Varus seine Vexillationen und wie funktionierte das?

abschließend:ich habe Anfang 2025 davon gesprochen, daß Reste der 19. Legion in die neu formierten Legionen des Germanicus integriert wurden. Ob man das 30 oder 50 Personen relativiert, ist unerheblich. Belegt ist dies durch die Textstelle bei Tacitus.
Daß nur Überlebende der 19. Legion integriert wurden, wie ich es damals schrieb; Überlebende der 17. bzw. 18. könnten es auch gewesen sein.
Im Kern habe ich schon damals die Integration erwähnt. Wenn dann eine Einlassung kommt:"
Und was, glaubst Du, hatten die noch von ihrer Ausrüstung dabei, nach minimal 165 km Fussmarsch (römischen Marschkompass, wasserfeste Karte und Varus-Fussgänger-Navi vorausgesetzt), und einigen Fluss- und Sumpfquerungen, unterstützt von den bekannt gastfreundlichen Westfalen, äh, Cheruskern, Chatten, Sugambrern?
geht das komplett an der Aussage vorbei, daß eine Integration stattgefunden habe.

Und damit möchte ich diesen Punkt beenden.
 
abschließend:ich habe Anfang 2025 davon gesprochen, daß Reste der 19. Legion in die neu formierten Legionen des Germanicus integriert wurden. Ob man das 30 oder 50 Personen relativiert, ist unerheblich. Belegt ist dies durch die Textstelle bei Tacitus.
Daß nur Überlebende der 19. Legion integriert wurden, wie ich es damals schrieb; Überlebende der 17. bzw. 18. könnten es auch gewesen sein.
Im Kern habe ich schon damals die Integration erwähnt. Wenn dann eine Einlassung kommt:"
Und was, glaubst Du, hatten die noch von ihrer Ausrüstung dabei, nach minimal 165 km Fussmarsch (römischen Marschkompass, wasserfeste Karte und Varus-Fussgänger-Navi vorausgesetzt), und einigen Fluss- und Sumpfquerungen, unterstützt von den bekannt gastfreundlichen Westfalen, äh, Cheruskern, Chatten, Sugambrern?
geht das komplett an der Aussage vorbei, daß eine Integration stattgefunden habe.

Und damit möchte ich diesen Punkt beenden.
Dir ging es doch um die Metallfunde!!! in Kalkriese!!!
Im Kalfkriesethread deine Einlassungen: 6049/6057/6061/6064!!!!!!!!!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
abschließend:ich habe Anfang 2025 davon gesprochen, daß Reste der 19. Legion in die neu formierten Legionen des Germanicus integriert wurden. Ob man das 30 oder 50 Personen relativiert, ist unerheblich. Belegt ist dies durch die Textstelle bei Tacitus.
Daß nur Überlebende der 19. Legion integriert wurden, wie ich es damals schrieb; Überlebende der 17. bzw. 18. könnten es auch gewesen sein.
Im Kern habe ich schon damals die Integration erwähnt. Wenn dann eine Einlassung kommt:"
Und was, glaubst Du, hatten die noch von ihrer Ausrüstung dabei, nach minimal 165 km Fussmarsch (römischen Marschkompass, wasserfeste Karte und Varus-Fussgänger-Navi vorausgesetzt), und einigen Fluss- und Sumpfquerungen, unterstützt von den bekannt gastfreundlichen Westfalen, äh, Cheruskern, Chatten, Sugambrern?
geht das komplett an der Aussage vorbei, daß eine Integration stattgefunden habe.

Und damit möchte ich diesen Punkt beenden.
Im übrigen ist die Einlassung bezüglich der "entkommenen" Ausrüstung durchaus berechtigt! Kein Legionär wird mit seiner Ausrüstung die Flucht "wagen". Man wird sich so leicht und lautlos wie möglich machen. Dann muß man sich durchschlagen. Sogar wir beim Bund haben gelernt alle Geräuschquellen ( an der Waffe und an der Ausrüstung) zu dämpfen, wenn eine entsprechend Übung anlag.
Ich bin mir nicht mal sicher, ob der Legionär sein Schwert mitgenommen hat. Das ist mit "Gehänge" manchmal recht hinderlich.
 
Muß ich daß dauernd sagen?
...du musst weder dauernd "daß" sagen, noch "daß" schreiben ;)

Wegen deiner Nachfrage
Aber hattest Du nicht, was Aufstand betrifft, eine andere Ansicht ???
besteht noch Klärungsbedarf. Es ging darum:
Der fingierte Aufstand ist Stilmittel des Lockens
und darauf hatte ich so reagiert:
Pardon: das ist bzgl. der Wortwahl Quatsch (es gibt kein Stilmittel namens Aufstand, nirgendwo, weder bei Varus, noch in der Rhetorik oder Poetik)
Und daran ändert sich nach wie vor nichts und das betrifft auch keine Ansicht über Aufstände: sie sind keine "Stilmittel".
Selbstverständlich ist (in Dios Darstellung) der fingierte Aufstand ein Bestandteil der Trickserei/Verschwörung/Intrige, mittels der Varus samt seiner Truppen in eine für die Römer ungünstige Lage (weit auseinandergezogener Marsch ohne Gefechtsbereitschaft ("wie in Freundesland")) manövriert wird.
 
Ich bin mir nicht mal sicher, ob der Legionär sein Schwert mitgenommen hat.
@Mittelalterlager das wundert mich! Ich hätte erwartet, dass auch der römische Krieger zwar alles unnütze weglässt, aber niemals sein Schwert. Oder übertrage ich da die Wertschätzung des Schwerts, wie sie den germanischen Kriegern und später den mittelalterlichen Rittern nachgesagt wird?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@Mittelalterlager das wundert mich! Ich hätte erwartet, dass auch der römische Krieger zwar alles unnütze weglässt, aber niemals sein Schwert. Oder übertrage ich da die Wertschätzung des Schwerts, wie sie den germanischen Kriegern und später den mittelalterlichen Rittern nachgesagt wird?
Jein, ich bin mir da nicht sicher, steht ein Beil oder eine Axt zur Verfügung dann wäre das auf der Flucht eventuell die bessere Wahl. Mir geht es da in erster Linie um die Geräuschdämpfung. Das hat mit Wertschätzung nix zu tun, allein mit dem was praktisch ist. Mit der Schwertscheide bleibt man im Gelände häufiger hängen. Wenn der Legionär kämpfen muß, dann hat er mit dem kurzem Schwert keine so guten Karten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Schwerter, Beile und Äxte sind aus Eisen und damit für den metallurgischen Fingerabdruck irrelevant.

Von Interesse sind die recycling-geeigneten Buntmetalle, die findet man eher an Schildrändern, Fibeln oder Gürtelschnallen.
Entscheidend für den Fingerabdruck sind die in der Legierung enthaltenen Spurenelemente. Keine Ahnung, was da alles zu finden ist (Arsen, Antimon, Phosphor, Wismut...)
 
"Darauf aufbauend wurden sämtliche römische Buntmetalle aus Kalkriese beprobt und mit Buntmetallen von zahlreichen römischen Standorten verglichen. Nach Abschluss der Analysen zeigt sich: Vor allem die 19. Legion, die mit Varus untergegangen ist und die Jahre zuvor im süddeutschen Dangstetten stationiert war, hebt sich anhand der Zusammensetzung der Spurenelemente von den anderen Legionen, die erst später in Germanien im Einsatz und an den Rachefeldzügen der Römer beteiligt waren, ab."

"Beim Abgleich der Funde aus Kalkriese mit den Funden aus den anderen Fundorten, stellen wir fest, dass die Funde aus Dangstetten und Kalkriese signifikante Übereinstimmungen zeigen. Die Funde, die aus Legionsstandorten kommen, deren Legionen nicht in der Varusschlacht untergegangen sind, grenzen sich hingegen deutlich von den Funden aus Kalkriese ab und weisen somit signifikante Unterschiede zu den Funden aus Kalkriese auf. Auch zum Lagerstandort Haltern finden sich Übereinstimmungen. Wir können die 19. Legion in Kalkriese identifizieren“

Angelika Lüttmann, im Interview auf der Seite des LWL.

- - - - - - - - - - - - -
Den meisten von uns waren die Besonderheiten der Methodik und die Aussagefähigkeit des metallurgischen Fingerabdrucks klar. Wir haben lange auf die Ergebnisse der Untersuchungen gewartet.

Es ist wie bei den DNA-Analysen oder der Bestimmung der Strontiumisotopen in den Knochen:

Es gibt Meilensteine in der Archäologie, und wir sehen sie in der Methodik und den Analysenverfahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben