Wer erfand das Maschinengewehr?

Zudem sind Patronen mit Rand für Automatikwaffen schlecht geeignet. Es gibt da nur wenige Waffen bei denen auch mit den Randpatronen eine sichere Funktion gewährleistet ist. Erst die randlose Patrone brauchte hier eine wirkungsvolle Änderung.
 
Interessantes zur "Puckle-Gun": Runde Kugeln gegen Christen und eckige gegen die "Türken", steht zumindest so in den Zeichnungen.
 
Es gab natürlich Vorläufer, aber das erste oder eines der ersten vollautomatischen MGs war die sogenannte Maxim-Gun, die während des Mahdi-Aufstands erstmals in großem Stil erprobt wurde. Die Maxim-Gun wurde sogar von Rudyard Kipling besungen:

Whatever happens,
we have got
the Maxim-Gun
and they have not.

"Bula Matari", der Felsenbrecher Henry M. Stanley lobte die Maxim Gun als brachiales Instrumentarium, um die Zivilisation gründlich zu verbreiten.

Maxims Maschinengewehr war das erste zuverlässige und in Serie produzierte vollautomatische, einläufige und wassergekühlte MG. Um vollautomatische Waffen herzustellen, war die Erfindung der Metallpatrone um die Mitte des 19. Jahrhunderts nötig, es hatte aber bereits im 17. und 18. Jahrhundert Waffen gegeben, die mehrere Läufe hatten. Es gab im 17. Jahrhundert bereits revolverähnliche Waffen, die mehrere geladene Kammern hatten und von Hand gedreht wurden. Ein Büchsenmacher namens William Puckle patentierte 1714 einen Steinschloss-Revolver, der mehrere Kammern enthielt, der mit einem großen Hebel repetiert wurde.

Einen ähnlichen Mechanismus verwendete Dr. Richard Gatling, der um 1860 die Gatling Gun, das erste brauchbare serienproduzierte MG. Die Gatling Gun war ein Revolver-MG, das auch von den Briten in Ägypten, im Sudan und 1873 bei einem Feldzug gegen die Ashanti verwendet.

Es funktionierte, aber es befriedigt nicht völlig. Der Auswurf der Metallhülsen warn unbefriedigend, bei höherer Schusskadenz deformierten die Patronen, und statt einer Kadenz von 600 Schuss in der Minute, die laut Beschreibung die Gatling Gun schaffte, lag die tatsächliche Kadenz nur bei 280 Schuss.

In den 1860ern und 1870er Jahren gab es eine Reihe von Patenten, die Gatlings Patent verbesserten. Eines der effektivsten mehrläufigen MGs war die Mitrailleuse, die von dem Belgier Fafchamps um 1850 erfunden wurde, aber erst 1869 wurde die Mitrailleuse in der französischen Armee eingeführt. Sie hatte 37 Läufe, die einzeln oder in Serie abgefeuert werden konnte. Geladen wurde sie mit einer Ladeplatte. Im Deutsch-Frranzösischen Krieg wurde die Mitraleuse erstmals eingesetzt. Sie war brauchbar, wurde aber ungeschickt eingesetzt wie Geschütze, und es fiel der deutschen Ari leicht, die Mitralleusen mit wenigen gezielten Schüssen auszuschalten.

Die Mitralleuse wurde weiter verbessert Etwa zur gleichen Zeit wie die Gatling-Gun wurde das Billinghurst-Requa MG, das 25 Läufe hatte und mit zwei Hebeln betätigt wurde. Eigentlich war es eher ein Salven-Gewehr als ein MG. Es wurden die 25 Läufe gleichzeitig durch ein einziges Zündhütchen gezündet. Die ersten Gatling-Guns der ;Konföderierten motivierten die Yankees eine ähnliche Waffe, das Ager-MG, das über einen Trichter geladen wurde und deswegen Coffeemill-Gun genannt wurde. William Gardner patentierte 1874 das Gardner und ein Schwede, Hedge Palmcrantz tat sich mit Torsten Nortenfeld zusammen, und sie bauten mit dem Nortenfeld-Gun das erste vollautomatische einläufige MG.

All die frühen MGs hatten einen Nachteil, sie mussten von Hand betätigt werden, und man brauchte beide Hände, um sie zu bedienen. Den Durchbruch schaffte Hiram Maxim. Maxims Familie stammte aus England, wanderte aber in die USA aus. Hiram Maxim war ähnlich wie zwei andere "Götter der feuerwaffen" Sam Colt und John Moses Browing ein genialer Autodidakt. Schon als Schüler war er ein begabter Tüftler. sein erstes Patent war eine automatische Mausefalle. Das Revolutionäre an Maxims Patent war, dass er, ähnlich wie John M. Browing es mit seinen Pistolen machte, der Rückstoß genutzt wurde, um die Waffe zu repetieren und den nächsten Schuss abzufeuern.

Das Grundprinzip von Maxims Erfindung war folgendes: Nach dem Schuss glitt der Lauf zurück, und spannte damit eine Feder, die ihn nach dem Rücklauf in die ursprüngliche Lage brachte. Die Bewegung des Laufes wurde ausgenützt, um Hilfsmechanismen zu aktivieren, die die Patrone auswarfen, eine neue Patrone repetierte und abfeuerte.

Maxims neue Konstruktion erwies sich allen anderen Konstruktionen als überlegen. Es schoss besser als die Gatling, Nordenfeldt oder M;itralleuse. Das Maxim Gun war unverwüstlich, funktionierte unter schwierigsten Bedingungen. Bei einer Vorführung für die italienische Armee funktionierte die Maxim-Gun auch nachdem man sie 3 Tage ins Meer legte.

1891 wurde die Maxim-Gun von der britischen Armee und 1899 auch von der deutschen Armee übernommen. Mit Schwarzpulver-Patronen schaffte die Maxim 800 Schuss und mit rauchlosem Pulver sogar 1200 Schuss in der Minute.

Die Maxim wurde gegen die Matabele und auch in Afghanistan eingesetzt. 50 britische Infanteristen schlugen mühelos 5000 Krieger zurück. Bei Omdurman 1898 wurden die Derwische regelrecht niedergemäht. Einige Schätzungen gehen soweit, dass 3/4 der Mahdi-Armee von den Maxims niedergemäht wurden. 1879 überwältigten die Zulu bei Isandhlwana ein britisches Regiment. Damals waren die Briten noch mit der Martini Henry-Rifle ausgerüstet. Das war ein hervorragendes Gewehr. Jäger in Britisch-Indien benutzten es gerne, weil es zielgenau war und eine enorme Durchschlagskraft hatte. Jim Corbett erlegte die Tigerin von Champawat mit einer alten Martini Henry Rifle. Das Martini Henry Gewehr war ein Einzellader, und die Briten des 79. Regiments wurden von den Zulu überwältigt, weil die Feuerrate zu niedrig war.

Ich denke, man kann die Prognose wagen, dass mit ein paar Maxims die Zulu nicht den Hauch einer Chance gehabt hätten.
Bei Omdurman kamen die Mahdisten erst gar nicht bis an die britischen Linien heran, sondern wurden niedergemäht und aus dem Sattel geschossen. Einige Gatlings hätten vielleicht auch das Kräfteverhältnis am Little Bighorn zugunsten Custers verschoben. Tatsächlich besaß die Armee einige Gatlings, die auf Lafetten montiert waren. Custer ließ sie allerdings zurück, da er glaubte, dass die Gatlings zu schwerfällig waren, um der Armee zu folgen.
 
Das Maxim hat einen Kniegelenkverschluß. Dieses Verschlußsystem führt bei Maschinenwaffen zu einem relativ hohem Gewicht, funktioniert aber bei fester Arretierung der Waffe, bzw. bei fester Schulteranlage zuverläßig.
 
1891 wurde die Maxim-Gun von der britischen Armee und 1899 auch von der deutschen Armee übernommen. Mit Schwarzpulver-Patronen schaffte die Maxim 800 Schuss und mit rauchlosem Pulver sogar 1200 Schuss in der Minute.
"Scorpio" wo hast Du diese Info her? Ein Kniegelenkverschluß ist eigentlich nicht in der Lage mehr als 800-900 Schuß/min abzugeben. Das ist ein technisches Problem der auf und runter Funktion. Höhere Feuergeschwindigkeiten lassen sich ehern mit geraden Verschlüssen ( vor und zurück) erreichen. Diese Feuerangaben habe ich bisher noch in keiner Fachliteratur gefunden.
Da liegen sämtliche Feuergeschwindigkeiten nach dem Maximsystem unter 900 Schuß/min., auch die Textilgurte widersprechen eigentlich der Möglichkeit einer höheren Kadenz.
 
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Neben der technischen Auslegung des Verschlußes ist natürlich die Art und Weise der Munitionszuführung entscheidend.
Wird können hier einmal die Magazinzuführung nennen, geringe Kapazität, eventuelle Behinderung des Zielens, Unausgewogenheit der Waffe (bei seitlichen Einschub) Störungen durch defekte Magazinlippen und einiges mehr.
Dann gab es noch, vornehmlich bei französischen, italienischen und japanischen MGs das Ladestreifensystem. Das ist mit schweren Nachteilen behaftet, hervorgerufen durch das Zufuhrsystem ( Patrone aus dem Ladestreifen nach hinten ausziehen, dann wieder in der Vorwärtsbewegung ins Patronenlager einführen) die Munitionskapazität und die an sich unstabile Bauart.
Die ersten Gurtsysteme ( Textilgurte) zeigten ähnliche aber nicht so schwere Schwierigkeiten, entweder durch oben genanntes Zuführsystem und/oder durch Witterungseinflüße ( Nässe, Frost), Gurte die beim Zuführen zerschnitten wurden konnten natürlich nicht mehr neu geladen werden.
Es gab sogar MGs die von oben mit Gewehrladestreifen "gefüttert" wurden.
Später wurden bei den Magazinen dann Trommelmagazine und Doppeltrommeln entwickelt (mit Feder oder sogar Federlos) um die Kapazität zu erhöhen.
Interessant ist gerade in diesem Zusammenhang das britische "Lewis- MG" mit seinem 47 Schuß Tellermagazin ohne Feder, das sehr erfolgreich im WKI eingesetzt wurde.

Erst der Metallgurt ermöglichte eine störungslose hohe Feuerkadenz.
 
War nicht der römische Scorpio, oder der Polybolos und die Karrenballiste, wenn auch keine Feuerwaffe, nicht der Vorläufer des Maschinengewehrs? Technisch nicht, aber taktisch:
  • Wirkung gegen angreifende Gegner
  • Hohe Schusskadenz
  • (halb-)automatisches Nachladen, beim Polybolos über Magazin
  • Distanzwaffe, meist außerhalb der Reichweite der gegnerischen Waffen
  • hohe Durchschlagskraft gegen jegliche verfügbare Rüstung des Gegners
  • hohe Trefferrate
  • demoralisierende Wirkung

 
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Du denkst hier an den Polybolos!?

Ich würde hier, wenn überhaupt, die höhere Schußfrequenz in die MG-typische Art einordnen, weder "Trefferrate" noch Durchschlagskraft sind ein MG-typisches Merkmal, ebenso die große Entfernung.
 
Ja, die Treffergenauigkeit und Durchschlagskraft des Karabiners waren höher, aber die taktische Wirkung des MG gegen angreifende Truppen war das Neue. Das MG machte dem Angriff in geschlossener Reihe ein Ende.

In Kombination mit Stacheldrahtverhauen wurde dem Gegner eine ganz andere Art der Kriegsführung aufgezwungen.
 
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Ja, die Treffergenauigkeit und Durchschlagskraft des Karabiners waren höher, aber die taktische Wirkung des MG gegen angreifende Truppen war das Neue.
Ja, bei Schußentfernung und Mannstopwirkung gab es da keinen großen Unterschied. Aber man muß natürlich klar sehen, das das MG gerade auf mittlere und kurze Entfernung seine verheerende Wirkung entfaltet. Auf große Entfernung treffen wegen der Streuung meist nur die ersten Schüsse. Ich habe mir mal das Vickers bei Dauerfeuer auf etwa 400m angeschaut. Die Streuung ist echt erstaunlich groß, richtig heftig.

Letztlich kann das MG in kürzester Zeit ein überqueren des Gefechtsfeldes unmöglich machen, allein durch die Menge der Geschoße.

Bei den römischen Geschützen stellt sich mir die Frage, wieviel da aus den Stellungen heraus zusammen eingesetzt wurden. Als einzelnes Geschütz würde ich das eher mit einem Scharfschützen vergleich aber viele von denen dürften dann schon in die Richtung eines MGs gehen.
 
Interessant ist die Geschichte um die beiden Gatling Guns, die 1868 angeblich an den Clan in Nagaoka verkauft wurden und zu dieser Zeit neben einem ominösen dritten Geschütz die einzigen in Japan gewesen sein sollen.
Während die meist verbreitete Version die hessisch/niederländisch/preußischen Brüder Eduard und Henry Schnell als Waffenhändler nennt, meint eine Broschüre der Stadt Nagaoka, die beiden "MGs" wären von Favre-Brandt gekauft worden.
Die Staatsangehörigkeit der Brüder Schnell ist nicht ganz klar, die der schweizerischen Uhren- und Waffenhändler James und Charles Favre schon.
Während es über erstere einiges zu lesen gibt, finde ich zu den Tätigkeiten der Favres wenig.

Wie einfach kamen solche Händler 1868 an Gatling Guns und der dazu gehörenden Munition? Waren diese Geschütze ohne Ausbildung bedienbar?

Ein Exemplar oder die Replik davon stehe im Kawai Tsuginosuke Museum in Nagaoka.
 
Wie einfach kamen solche Händler 1868 an Gatling Guns und der dazu gehörenden Munition? Waren diese Geschütze ohne Ausbildung bedienbar?
Bedienbar ja, aber um Störungen zu beseitigen muß man die "Gun" kennen.
Also geht es ohne "Ausbildung"/ gründliche Einweisung und Übung im scharfen Schuß nicht!!!

Das Minimum ist eine ausführliche Einweisung.

Die manuellen Gatling Guns sind einfach zu kompliziert um ohne Kenntnisse damit umgehen zu können. Da gegen ist das MG 42/MG 3 recht einfach zu bedienen.
 
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"Scorpio" wo hast Du diese Info her? Ein Kniegelenkverschluß ist eigentlich nicht in der Lage mehr als 800-900 Schuß/min abzugeben. Das ist ein technisches Problem der auf und runter Funktion. Höhere Feuergeschwindigkeiten lassen sich ehern mit geraden Verschlüssen ( vor und zurück) erreichen. Diese Feuerangaben habe ich bisher noch in keiner Fachliteratur gefunden.
Da liegen sämtliche Feuergeschwindigkeiten nach dem Maximsystem unter 900 Schuß/min., auch die Textilgurte widersprechen eigentlich der Möglichkeit einer höheren Kadenz.

Frederick Wilkinson Alles über Handfeuerwaffen.
Interessantes zur "Puckle-Gun": Runde Kugeln gegen Christen und eckige gegen die "Türken", steht zumindest so in den Zeichnungen.

Das habe ich auch gelesen, ich musste dabei an die Vorwürfe im 1. Weltkrieg denken, als sich di Alliierten und die Mittelmächte sich gegenseitig beschuldigten, Dum Dum Geschosse zu verwenden.
 
aber das erste oder eines der ersten vollautomatischen MGs war die sogenannte Maxim-Gun
und diesen und/oder auf ihnen basierenden individuellen Varianten waren um 1900 alle Militärmächte ausgerüstet (in Frankreich blieb zwar der Name "Mitrailleuse", meinte aber ab Ende 19. Jh. das MG a la Maxim-Gun) zusätzlich beliebt wurde ab ca. 1900 das leichte dänische Madsen-MG.

Der Festungsbau (...sorry) interessierte sich stets für Waffen, welche die Gräben aus den Grabenstreichen zuverlässig bestrichen; da experimentierte man im 19.Jh. mit allerlei Schnellfeuerwaffen zusätzlich zu Gewehrfeuer - das MG (a la Maxim) war dann um 1900 höchst willkommen. Es bewährte sich im russ.-jap. Krieg 1904, insbesondere bei Port Arthur: die Festungsbaustelle hätte ohne MGs nicht so lange gehalten werden können. Die Lehre daraus lässt sich am Plan der Festung Borkum (siehe den entsprechenden Faden) ablesen: zur Nahverteidigung der gesamten Insel genügten ein paar verbunkerte MG-Stände im Abstand von ein paar Hundert Metern.

Meiner Ansicht nach setzt das "eigentliche" MG 1885 (Maxim) ein und entwickelte sich schnell - die verschiedenen Vorläufer hatten allesamt nicht dieselbe Wirkung (bzgl Kadenz, Massenproduktion, Bedienbarkeit, Effizienz)
 
Die manuellen Gatling Guns sind einfach zu kompliziert um ohne Kenntnisse damit umgehen zu können.
Umso erstaunlicher, dass diese Gatling Geschütze in Japan zum Einsatz gekommen sein sollen, wobei ein Samurai im Kampf um Nagaoka eines davon persönlich abgefeuert haben soll.
Doch scheint zumindest James Favre eine besondere Freude an Feuerwaffen gehabt und seine Kunden auch im Gebrauch von Waffen unterrichtet zu haben. Er gründete in Yokohama die "Swiss Rifle Association", eine Art Schützenverein. Als Uhrenhändler und Mitglied einer Uhrenmacherfamilie konnte er vermutlich den Mechanismus einer Gatling durchschauen.
Erfahrungen mit Gatling Geschützen konnte er in seiner Heimat kaum gesammelt haben, da die Schweizer Armee erst 1867 Versuche damit machte. Da waren er und sein Bruder bereits in Japan.
Gegen ihre Beteiligung am Verkauf spricht, dass die Favres enge Vertraute des, dem Shogunat feindlich gesinnten, Satsuma-Clans waren und somit eine Waffenlieferung an den Makino-Clan in Nagaoka seltsam gewesen wäre, obwohl sich letztere offiziell als neutral erklärten.
https://oag.jp/img/2026/04/Notizen-2606_Mottini_Schweizer-in-der-OAG.pdf
Anders die Schnell Brüder. Sie unterstützten die Gegenseite und hatten mit ihrem schweizerischen Geschäftspartner ebenfalls einen Uhrenhändler an der Seite.

Die Schweizer Armee verwarf übrigens eine Beschaffung der als kompliziert und in der Handhabung gefährlich eingestuften Gatling Guns und bewahrte ihre beiden Versuchsexemplare bis heute auf. Erst die zweiläufige Gardner Modell 1874 konnte sie dann überzeugen.
 
Umso erstaunlicher, dass diese Gatling Geschütze in Japan zum Einsatz gekommen sein sollen, wobei ein Samurai im Kampf um Nagaoka eines davon persönlich abgefeuert haben soll.
Doch scheint zumindest James Favre eine besondere Freude an Feuerwaffen gehabt und seine Kunden auch im Gebrauch von Waffen unterrichtet zu haben. Er gründete in Yokohama die "Swiss Rifle Association", eine Art Schützenverein. Als Uhrenhändler und Mitglied einer Uhrenmacherfamilie konnte er vermutlich den Mechanismus einer Gatling durchschauen.
Nein, das sehe ich nicht so. Wer sich mit Feuerwaffen schon auskennt, dem Patronen bekannt sind, dem sollte man den Umgang mit diesen Waffen auch lehren können.
 
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