antike griechische Schiffe

Dieses Thema im Forum "Antikes Griechenland" wurde erstellt von Kamara, 11. Januar 2013.

  1. Kamara

    Kamara Neues Mitglied

    Hallo Leute,
    ich finde antike griechische Schiffe sehr interessant.
    Nun wollte ich wissen, wie diese gebaut wurden, ihre Vor- sowie Nachteile usw.

    Würde mich über viele Meinungen freuen.

    Eure Kamara:winke:
     
  2. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

  3. Apvar

    Apvar Premiummitglied

    Ansonsten zum Einstieg, falls Du Papier bevorzugst:

    Ronald Bockius, Schifffahrt und Schiffbau in der Antike, erschienen bei Theiss.
    ISBN: 978-3-8062-1971-5

    Das Thema ist spannend und sehr umfangreich. Begonnen von Papyrus-Booten über gelaschte Boot bis hin zum Spantbau mit Krawell-Beplankung.

    Apvar
     
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  4. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

  5. tela

    tela Aktives Mitglied

    Und ein weiterer Buchtipp, speziell zur Triere und ihrer Rekonstruktion in den 1990'er Jahren.

    John S. Morrison, Die athenische Triere. Geschichte und Rekonstruktion eines Kriegsschiffes der griechischen Antike, Mainz, 1990.
     
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  6. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Da schließe ich mich mit einem Tipp mit interessanten Schiffsbeschreibungen an:

    Murray, The Age of the Titans, Rise and Fall of the Great Hellenistic Navies, 2012.
     
  7. Erich

    Erich Aktives Mitglied

    dazu Forscher entdecken ältestes intaktes Schiffswrack
     
  8. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Wichtig ist hierbei das Wort intakt. Normalerweise haben wir kein Holz mehr und können das Schiffswrack nur anhand der Amphorenpackungen oder der Bleibarren oder was auch immer das Schiff geladen hatte, erkennen, sehr selten erhalten sich Teile des Rumpfs, weil diese so zügig zusedimentiert wurden, dass Organismen wie der Schiffsbohrwurm das Holz zerlegen konnten.
     
  9. stefan73at

    stefan73at Mitglied

    Der berühmte Schiffskatalog der Ilias gibt darüber keine Aufklärung aber Hinweise auf die anzunehmenden Flottenbestände der Poleis in "der dunklen Zeit".
    Schiffskatalog – Wikipedia

    Eins hat mich immer verwundert: Artemis sorgte für die verfluchte Windstille in Aulis, wodurch die Achäer nicht nach Troia aufbrechen konnten. Aber wofür zum Henker haben Triemen dann eigentlich Ruder?
     
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  10. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Triremen (das ist übrigens der lateinische Ausdruck; griechisch "Trieren") gab es zur Zeit des Trojanischen Krieges noch nicht. Die Schiffe der mykenischen Zeit waren wohl primär Segelschiffe. Bei Homer werden die Schiffe teils gesegelt, teils gerudert. Dafür, die ganze Strecke ausschließlich gerudert zu werden, waren sie wohl nicht gedacht.

    Die Schiffszahlen im Schiffskatalog sollte man nicht ernst nehmen. Immerhin wären es in Summe 1186 Schiffe gewesen. Bedenke allein den Platzbedarf für das Schiffslager ... Sogar in der Seeschlacht bei Salamis hatten die Griechen laut Herodot "nur" 378 Schiffe, davon 180 aus Athen (das dank Themistokles' Flottenbauprogramm zur bedeutendsten Seemacht aufgestiegen war).
    In Einzelfällen werden in der Ilias auch Angaben zur Besatzungsgröße gemacht. Wenn man sie auf die ganze Flotte hochrechnet, kommt man auf ein Heer von ca. 100.000 Mann, was für die Bronzezeit oder auch Homers Zeit abwegig ist. (Zum Vergleich: Im Neuen Reich, als Ägypten auf dem Höhepunkt seiner Macht stand, verfügte es über ein Feldheer von 20.000 Mann.) Schon rein logistisch wäre es kaum möglich gewesen, ein so großes Heer zehn Jahre lang auf einem Fleck zu versorgen. (Zum Vergleich: In der Schlacht von Philippi verfügten beide Seiten tatsächlich über Heere etwa in dieser Größenordnung - und hatten in kurzer Zeit arge Versorgungsprobleme. Und das war Jahrhunderte später im hochentwickelten römischen Heerwesen.) Wenn man aber in Wahrheit viel weniger Männer hatte, brauchte man auch weniger Schiffe.
     

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