Antikes Griechenland! Eine direkte Demokratie?

Dieses Thema im Forum "Antikes Griechenland" wurde erstellt von hellfish, 25. Oktober 2004.

  1. Tib. Gabinius

    Tib. Gabinius Aktives Mitglied

    Ein schöner Beweis für harte Arbeit die zu großen Erfolgen führte :D
    (War Lincoln Holzfäller?)
    Aber ich wollte eigentlich mit meinem Beispiel darauf hinaus, dass es bestimmten Personenkreisen einfach leichter fällt, aufgrund gewisser Voraussetzungen.
    So ist es nicht erstaunlich, dass die Kennedys schon fast eine politische Dynastie gegründet haben (auch wenn sie scheinbar gerne wegsterben...), oder dass die Bushs derartig viele Söhne in hohen Positionen haben.
     
  2. Papa_Leo

    Papa_Leo Aktives Mitglied

    Lincoln war:
    Holzfäller
    Bauer
    Verkäufer
    Soldat
    Abgeordneter im Parlament von Illinois
    Rechtsanwalt
     
  3. Napoleon

    Napoleon Neues Mitglied

    @ Topic
    Man kann nicht von der griechischen Demokratie sprechen; da musst du schon etwas genauer werden!
    Attische, Korinthische, etc.
    Mit einem gewissen Recht kann man sogar Sparta als Aristokratie mit demokratischen Zügen bezeichnen.

    @ die übrige Diskussion
    Demokratie ist von ihrer historischen Entwicklung her eine relativ frühe und primitive Gesellschaftsordnung. Sie entstand in vielen Gegenden lange vor dem Königtum oder der Aristokratie. Die mitteleuropäischen Germanen besaßen (zunächst) z.B. (abgesehen von ein paar Ausnahmen) eine der Demokratie ähnelnde Gesellschaftsordnung, so war der spätere Adelstitel Herzog bspw. die Bezeichnung für einen von den Männern gewählten Heerführer, gab es das Thing, etc.
    Das Anwachsen der Bevölkerung und der damit verbundene organisatorische Aufwand(siehe Ägypten), die in manchen Situationen verlangte straffe Führung (Wanderungen, Kriege, siehe griechische Einwanderung), sowie die in einer ausdifferenzierten Gesellschaft immer stärker ins Gewicht fallenden Ungleichheiten an Begabung, führten dann meist dazu, dass sich eine Adelsgesellschaft entwickelte aus der dann meist auch bald eine Königsherrschaft entstand.
    Selbstverständlich lief diese Entwicklung nicht immer so gradlinig und ohne Zwischenformen ab.
    Wenn man diese Entwicklung mit der der Neuzeit vergleicht, als die herrschende Schicht die Freiheiten der Bürger immer mehr einschränkte - bis es zu den "bürgerlichen Revolutionen" und der Wiedereinführung des Gedankens der Demokratie kam, so stellt sich die Frage, ob es zu dieser Entwicklung nicht wieder eine Gegenentwicklung gibt, eine "gemäßigte Aristokratie"
    der nächste Schritt ist.
    Beispiele hierfür gibt es ja noch und nöcher (die globale wirtschaftliche Monopolbildung in den Händen einiger weniger Privatmänner). Außer acht lassen darf man dabei allerdings nicht die Veränderungen, die die Globalisierung und unsere moderne Wirtschaftsordung, der Kapitalismus, bewirkten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Oktober 2004
  4. askan

    askan Neues Mitglied

    Welche -kratie hatten denn diese Kaufmannsstaaten wie Die Republik Venedig und die Hansestadtstaaten? Es war doch auch eine Art Demokratie? Auch Karthago wurde von einer Art Parlament regiert.
     
  5. Napoleon

    Napoleon Neues Mitglied

    Ich würde Karthago (wie die Römische Republik) als Aristokratie sehen, da letztlich nicht jeder Bürger (!) die Möglichkeit hatte an der politischen Willensbildung teilzunehmen.
     
  6. Saint-Just

    Saint-Just Neues Mitglied

    Venedig war eine Oligarchie. "Doge" stammt vom byzantinischen "dux", ursprünglich nichts weiter als der byzantinische Statthalter, mit der Unabhängigkeit um 1000 dann "Staatsoberhaupt". Maßgeblich waren aber die Adelsgeschlechter der Stadt.
     
  7. Tib. Gabinius

    Tib. Gabinius Aktives Mitglied

    Da die Volksversammlung die Entschlüsse des Senats kippen konnte (und es gibt so einige Beispiele dafür, wie etwa der Sulla - Konflikt), und jeder Mann mit Bürgerrecht daran teilnehmen durfte, kann man diese Republik genauso als Demokratie betrachten, wie es dies die griech. Polis verdienen.
    Das dabei eine massive Beeinflußung z.B. durch Bestechung und große Reden stattfand ist ebenso im alten Griechenland wie in heutigen Demokratien fast schon normal.

    Solltest du von Bürgern, die vom Wahlrecht ausgeschlossen sind als auf einen Verzicht der Demokratie schließen mußt du auch die USA def. ausschließen, da hier in einigen Staaten (oder sogar in allen?) Vorbestrafte und Knackis nicht wählen dürfen.
     

Diese Seite empfehlen