Daniels Visionen und ihr historischer Kontext

Dido

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Ich mache einen Kurs zur historischen Entstehung der Bibel. Derzeitiges Thema: Daniel.
Der Kurs spricht gerade über die Visionen und wofür diese stehen, beispielsweise die Zeit nach Alexander dem Großen.
Nun frage ich mich, wie so eine Einschätzunc historisch möglich ist, kann aber leider nichts konkretes finden...
(Ps es geht mir hier rein um die historische (Entstehungs)geschichte nicht um die Theologie)
 
Hundertprozentige Gewissheit, welche historischen Ereignisse sich hinter den „Visionen“ verbergen, kann man nicht erlangen. Man kann nur nach Übereinstimmungen zwischen ihnen und realen Geschehnissen suchen. Aber z.B. das 11. Kap. beschreibt schon recht deutlich die Geschichte der Seleukiden und Ptolemaier.
Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Texte in Wahrheit erst nach den "prophezeiten" Ereignissen verfasst wurden.
 
Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Texte in Wahrheit erst nach den "prophezeiten" Ereignissen verfasst wurden.
Das halte ich ebenfalls für mehr als nur wahrscheinlich.

Was ist in diesem Kontext von der Anekdote bei Fl. Iosephus zu halten, dass man Alexander dem Großen besagtes Buch Daniel gezeigt haben soll? (oder ist das Mumpitz? Ich hab vorhin bissel rumgegoogelt, aber überwiegend nur religiösen Krempel gefunden)
 
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Mumpitz. (Das Buch Daniel kann in seiner heutigen Fassung damals ohnehin noch nicht existiert haben.)

Alexander war in Wahrheit wahrscheinlich nicht einmal in Jerusalem (zu seiner Zeit eine mäßig bedeutende Stadt), geschweige denn so ehrfurchtsvoll und unterwürfig wie von Flavius Iosephus beschrieben. Die nichtjüdischen Alexander-Historiker wissen nichts von einem derartigen Abstecher, und er ergibt auch nicht wirklich Sinn.

Alexander erzeugte Faszination. In der Antike kursierten auch angebliche Briefwechsel zwischen Alexander und jüdischen Gelehrten.
 
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