Das Ritual des dreifachen Todes: Opferkult im alten Norden

Ja sicher, aber zwischen "das Leben riskieren" (z. B. im Krieg), wobei aber zumindest eine gewisse Überlebenschance besteht, und sich bewusst opfern (mit dem sicheren Tod) besteht auch ein Unterschied. Natürlich gibt es auch Letzteres, aber wohl eher in Ausnahmefällen. Man denke etwa an die Kamikaze-Piloten, bei denen wir es aber wieder haben: Das waren anscheinend großteils junge Männer - und nicht diejenigen, die im Hintergrund die Fäden zogen.

Diese mesoamerikanische Geschichte wurde sicher nicht vom Freiwilligen erzählt, sondern von denen, die seine Tat propagierten (sich aber selbst nicht opferten).
 
Ich würde das vielleicht nicht ganz so streng sehen. Also ja, das KI-Sprech nervt. Aber das mit der "heiligen Notwendigkeit" würde ich trotz allen Pathos gelten lassen. Das do ut des hat dem Opfer vielleicht nicht viel gebracht - außer vielleicht "Ehre". Und da bin ich froh, dass wir in einer "postheroischen" Gesellschaft leben. Aber es gibt nun mal Menschen, die bereit sind, sich für etwas "Größeres" zu opfern.
 
Ja sicher, aber zwischen "das Leben riskieren" (z. B. im Krieg), wobei aber zumindest eine gewisse Überlebenschance besteht, und sich bewusst opfern (mit dem sicheren Tod) besteht auch ein Unterschied.
Beim Militaer finden wir oft das eingetrichterte 'esprit du corps': Soldaten reagieren miteinander und fuer einander praktisch schon aus Instinkt heraus.
Als GB entschloss, die Werftanlagen in St. Nazaire zu sprengen, wusste es. dass mit einer hohen Todesquote zu rechnen war, in der Tat,mehr als 90%. So, bei Schiffsbesatzungen wurde nach Freiwilligen fuer 'commandos' gefragt, alle traten einen Schritt hervor, obwohl sie sich des hohen Risikos sehr bewusst gewesen waren. ("Commandos" , Freiwillige, als solche koennen mit sehr hohen Verlustraten rechnen) 622 comandos nahmen an Operation Chariot teil, 169 wurden erschossen.
Vielleicht duerfen auch die norwegischen cmmandos in britischen Uniformen erwaeht werden, die in waghalsger Operation Gunnerside die schweres Wasser Herstellung in Vemork ,NOR sabotierten und somit potenzielle, anvisierte deutsche Atomwaffenherstellung fuer viele Jahre lahmlegte.
 
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Aber es gibt nun mal Menschen, die bereit sind, sich für etwas "Größeres" zu opfern.
Wie waere es mit 'Patriotismus'?
Die franzoesische Widerstandsbewegung Maquis wuchs von 40.000 bis zu 100.000 Maquisards. Jeder von ihnen war sich voll bewusst darueber, welches grausame Schicksal ihm/ihr erwarten wird, sollter er/sie in deutsche Haende fallen. Patriotismus war die Triebfeder, die sie diese Todes- und Foltergefahr in Kauf nehmen liessen.
Ein Land ohne Patriotismus hat keine Seele.
 
Aber sie hatten dennoch eine realistische Überlebenschance, auf die sie hoffen konnten. Somit kann man das nicht mit Fällen vergleichen, in denen der Tod gewiss ist und sich jemand in vollem Bewusstsein dieses Umstands dennoch (mehr oder weniger) „freiwillig“ opfert.
Beim Militaer finden wir oft das eingetrichterte 'esprit du corps': Soldaten reagieren miteinander und fuer einander praktisch schon aus Instinkt heraus.
Als GB entschloss, die Werftanlagen in St. Nazaire zu sprengen, wusste es. dass mit einer hohen Todesquote zu rechnen war, in der Tat,mehr als 90%. So, bei Schiffsbesatzungen wurde nach Freiwilligen fuer 'commandos' gefragt, alle traten einen Schritt hervor, obwohl sie sich des hohen Risikos sehr bewusst gewesen waren. ("Commandos" , Freiwillige, als solche koennen mit sehr hohen Verlustraten rechnen) 622 comandos nahmen an Operation Chariot teil, 169 wurden erschossen.
Da herrscht dann aber auch ein entsprechender Gruppendruck. Auch wenn Freiwillige gesucht werden oder jedem die Möglichkeit gegeben wird, die Teilnahme zu verweigern: Wer will sich schon hinstellen und als Feigling oder Drückeberger, der seine Kameraden im Stich lässt und nicht bereit ist, sein Leben für eine „gute Sache“ zu riskieren, dastehen?
Auch wenn etwas formal „freiwillig“ ist, muss man trotzdem hinterfragen, ob diese Freiwilligkeit in der Praxis tatsächlich besteht.
 
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