Das Schwarzbuch der Denkmalpflege

So wichtig und richtig die Veröffentlichung des Schwarzbuchs ist, eine Sache stört mich doch (vielleicht setzen spätere Veröffentlichungen andere Schwerpunkte): Es geht hier fast ausschließlich um Baudenkmale. Bodendenkmale kommen nur am Rande vor; die immensen und immer mehr zunehmenden Schäden, die durch illegale Sondler verursacht werden, werden an keiner Stelle thematisiert.
(Bodendenkmale sind halt nicht fotogen, da sie naturgemäß im Boden verborgen sind und man naturgemäß nur uninteressante Feld-, Wald- und Wiesenfotos zeigen könnte.)
Das einzige technische Denkmal, das den Herausgebern einen Artikel wert ist, betrifft den Tagebaubagger (der mit 50 m Höhe immerhin die Dimensionen eines Bauwerks erreicht).
Es kommt noch besser: In einem anderen Artikel wird suggeriert, solche Artefakte seien gar keine Denkmale:
FAKT
Schätzungen des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2018 zufolge gibt es ca. 1 Mio Denkmale in Deutschland. 63 % davon sind Bau- oder Gartendenkmale, 37 % sind Bodendenkmale.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Sepiola ich sehe es vorerst gutwillig als einen Anfang und hoffe/erwarte, dass da noch viel mehr kommt, dass die Initiative nicht einschläft.
Etwa der eigentlich lobenswerte online Denkmalatlas Niedersachsen hat einerseits viel Information, andererseits aber auch große Lücken - auch hier hoffe ich, dass das mehr wird und nicht einschläft (die haben z.B. das Hotel Fürst Bismarck (Borkum) nicht als Denkmal gelistet ...)
 
ich sehe es vorerst gutwillig als einen Anfang und hoffe/erwarte, dass da noch viel mehr kommt

So sehe ich das auch, wie oben geschrieben.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat ja zahlreiche Objekte im Visier, die einem vielleicht nicht als erstes einfallen, wenn man an Denkmalschutz denkt, z. B. die Generalüberholung einer Tolle-Orgel aus dem Jahr 1965 oder die Restaurierung eines Blüthner-Flügels von 1883/84:
 
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