Verzeihung, dat is Unfug.1. Es bleiben nur 9 Stunden, denn man muss das Viehzeug wieder zurückbringen.
2. Die Römer und ihr Viehzeug starten mit Sonnenaufgang.
Nehmen wir mal 7 Uhr an.
Dann kommt der Marsch, 6 Stunden.
Die Sonnenuhr zeigt 13 Uhr.
3. Die Treiber und ihre Maultiere machen sich nahtlos auf den Weg.
4. Die Tränke ist erreicht, 22 Uhr.
Wir haben es mit römischen Maultieren zu tun, die saufen auf Ex, wohl bekomm's.
5. Rückmarsch fast ohne Zeitverlust an der Tränke, dem Ex-Tier sei Dank.
Wieder vor Ort, 7 Uhr.
6. Es geht (pausenlos) wieder weiter.
! Ergebnis:
Das 24 Stunden laufende Maultier, übrigens, sein Treiber auch.
Gut, nehmen wir an, die Römer starteten um 7 Uhr, bisschen Spät für einen Sonnenaufgang in den Sommermonaten, aber nehmen wir an, dass sie noch ne Stunde brauchen, um das Lager abzubrechen, die mitgeführten Materialien wieder zu verpacken, die Zugtiere anzuschirren usw.
Es wird in Gebiet marschiert, dass man für befriedet hält und man erwartet keinen Feindkontakt, also kann man den Großteil des Trosses hinter den eigentlichen Soldaten marschieren lassen, wichtig wäre nur, dass Gerät zur Vorbereitung des Lagerbaus (Schaufeln, Äxte usw.) relativ weit vorne mitgeführt werden, um die zu tragen, kann man aber auch Maultiere einsetzen, die relativ unkompliziert und ohne großes Abschirren an eine Wasserstelle heranzubekommen sind.
Der ganze Zug setzt sich in Bewegung, wobei die Soldaten der letzten der 3 Legionen, weil die, wenn sich der Zug über 10 km oder mehr auseinanderzeiht, ohnehin erst eine Stunde oder später nach den ersten Truppen abmarschieren können, noch Aufgaben beim Abbruch des Lagers und beim Verladen übernehmen können, während der Marsch bereits begonnen hat.
Eine Abteilung der Legionsreiterei, inklusive Prospektoren, die einen geeigneten Platz für das nächste Lager und Verpflegungsmöglichkeiten suchen ist vorne weg, andere Teile übernehmen den Flankenschutz und die Nachhut.
Der Marschtag dauert planmäßig 6 Stunden und wenn wir vereinfacht mal davon ausgehen, dass dabei keine Pausen eingelegt werden, erreichen die ersten Soldaten der Infanterie das Marschziel um 13 Uhr, das Eintreffen der letzten Infanteristen der Kolonne kann zwischen 14:00 Uhr und 14:30 erwartet werden, das Eintreffen des übrigen, etwas schwerfälligeren Trosses kann in der Zeit danach erwartet werden.
Um 10 uhr, erscheint, bei der ersten in Marsch gesetzten Legion ein Kundschafter der vorausgeeilten Abteilung der Legionsreiterei und meldet, dass ein geeigneter Ort für ein Nachtlager gefunden ist, und mittlerweile markiert und ausgewiesen wird, ferner, dass die Kolonne in einer Stunde Entfernung einen Bach kreuzen oder sich einem Bach auf Sichtweite annähern wird.
Die beide Nachrichten machen innerhalb der folgenden 15-20 Minuten durch Weitersagen den Weg zum hinteren Teil der Kolonne.
Um 10:30 Uhr beschleunigen die vorderen Abteilungen der vorrausmarschierenden Legion ihren Schritt ein wenig, um die Kolonne auseinander zu ziehen, während die nachfolgenden Truppen zunächst im Normaltempo weitermarschieren und die Prozedur, dann fortgesetzt wiederholen, um die Formation etwas aufzulockern, damit beim Wasserfassen während des Marsches keine Stauung entsteht.
Um 11:00 erreiche die ersten Soldaten den Bach, verteilen sich dort der Länge nach, fassen einige Schluck wasser, füllen ihre Wasserschläuche auf und tränken die mitgeführten Maultiere der jeweiligen Contubernia.
Die Prozedur Wasser zu fassen und die Mualtiere zu tränken dauert etwa 5-10 Minuten, danach marschiert die Abteilung im normalen Tempo wieder ab, und gibt die Wasserstelle für die zeitlich gestaffelt hinter ihr ankommende nächste Abteilung frei.
Die erste Abteilung marschiert im normalen Schritt weiter, die 2. Abteilung mit leicht beschleunigtem Schritt, bis sie zur ersten aufgeschlossen hat usw. bid die gesamte Kolonne durch ist.
Der Tross, mit der Minimaleskorte, der am Ende der Kolonne mitzieht, erreicht die Wasserstelle um 12:30, die Zugtiere werden abgeschirrt und zur Tränke geführt (Treiber und Eskorte versorgen sich derweil ebenfalls) und die Tiere werden wieder angeschirrt.
Die Prozedur ist langwieriger und dauert eine Stunde, der Tross setzt sich um 13:30 wieder in Bewegung.
Derweil sind um 13:00 Uhr die ersten Legionäre am ausgewiesenen Areal für die Errichtung des Lagers eingetroffen und beginnen mit der Rodung von Bäumen, die im Weg stehen und unbedingt weg müssen.
Bis 14:30 Uhr sind die letzten Infanteristen am Lagerplatz eingetroffen und inzwischen sind die meisten Bäume gefällt, so dass mit den Erdarbeiten zur Errichtung der Gräben und eines Walls begonnen werden kann, inzwischen hat sich der Tross wieder in Marsch gesetzt, und ist in etwa zwei Wegstunden entfernt, wird also ca. gegen 16:30 im Bereich des Lagers eintreffen.
Bis 16:30 ist auch der Großteil der Erdarbeiten erledigt und innerhalb des Areals konnten die Legionäre mittlerweile Essen fassen, mit dem Eintreffen des Trosses, können durch dessen Zugtiere ggf. noch vorhandene letzte größere Bäume oder Baumfragmente aus dem Lagerareal weggezogen werden, Palisaden und weiteres Innenleben des Lagers können aufgebaut werden.
18:00-18:30 die Arbeiten sind beendet, das Lager steht, Truppe und Tross sind versorgt und können sich ausruhen, Reit- und Zugtiere können, wenn die Umgebung es hergiebt, in Sichtweite des Lagers noch geweidet werden.
Marschtag beendet.