Zum Wasser gehört das Heu.
Erkläre die tägliche benötigte Menge.
Jeden Tag!
Wie bereits dargelegt:
1. können Pferde und Mauliere durchaus auch mal einige Tage ohne Heu auskommen.
2. Bedenke bitte das Marschtempo und was daraus resultiert. Selbst wenn wir hier nur das Tempo der Fußtruppen voraussetzen und unterstellen, dass sich die Reiterei keinesfalls von diesen entfernte, hatten die Legionäre eine Marsch-Sollleistung von an die 30 Km pro Tag, gegebenenfalls in Gewaltmärschen auch steigerungsfähig (bei dann allerdings erhöhtem Bedarf an Ruhetagen).
D.h. eine Legion konnte innerhalb einer Woche gut und gern 150-180 Km zurücklegen. Das war mit 2 Sicherheitsrationen Heu, und einem Ruhetag zum Auffüllen solcher Rationen ohne weiteres machbar.
D-h. selbst bei geringen mitgeführten Rationen, war die Reichweite der Legionen groß genug sich mit einiger Sicherheit innerhalb von ein paar Tagen zum nächsten Versorgungs- oder Handelsknotenpunkt oder in Richtung heimatlicher Stützpunkte durchzuschlagen um da neue Vorräte zu fassen.
Größere Mengen an Vorräten, waren vor allem dann nötig, wenn der längere Aufenthalt in einem Gebiet angepeilt wurde oder mit der Möglichkeit gerechnet werden musste, auf einem längeren Feldzug durch die Notwendigkeit befestigte Positionen zu belagern oder zu umgehen für längere Zeit von der Möglichkeit abgeschnitten zu sein, durch zügige Bewegung den nächsten Versorgungsplatz schnell erreichen zu können.
Wenn die Überlieferung, dass Varus mit dem Pseudo-Aufstand eine Falle gestellt wurde stimmt, dann plante Varus sehr wahrscheinlich eine Art Strafexpedition ohne längeren Aufenthalt und große befestigte Ortschaften, wie in Gallien, deren Belagerung sich hinziehen konnte, gab es im germanischen Westfalen/Niedersachsen nicht.
Varus konnte also davon ausgehen, supportet von den Cheruskern relativ schnell in das Gebiet hinein zu gehen, da militärisch aufzuräumen und Lebensmittel/Viehfutter für den Weitermarsch/Rückmarsch einfach bei den niedergeworfenen Rebellen zu requierieren, bzw. diesesn als Straf/Kontributionsleistungen aufzuerlegen.
Der wird Rationen für ein paar Tage mit gehabt haben, um sich mit der Armee zu günstigen Positionen durchschlagen oder zurückziehen zu können, für den Fall das irgendwas schief läuft (alles andere wäre grob fahrlässig gewesen), aber wahrscheinlich nicht viel mehr.
Auf der Teilstrecke eines Tages keine Bäche, vielleicht ein Rinnsal im Unterholz.
Wasserrationen für 1-2 Tage konnten in Schläuchen mitgeführt werden und die Tiere kommen durchaus auch mal 2-3 Tage ohne Wasser aus.
2 Tage sind bei einem Marschtempo von an die 30 Km, ca 60 Kilometer.
Über eine Marschdistanz von 60 Km, konnte man (Bewegungsfreiheit vorausgesetzt) von fast jedem beliebigen Punkt im Raum Westfalen (nord)/Niedersachsen (süd) entweder die Lippe, die Ems oder die Weser erreichen.
Und da haben wir über die diversen kleineren Zuflüsse, die ebenfalls genug wasser lieferten (siehe dazu, was
@Sepiola zur Lippequelle geschrieben hat), noch gar nicht geredet.
Wasserrationen für 1-2 Tage waren sicherlich vorteilhaft für den möglichen Fall von einem Gegner in der eigenen Bewegungsfreiheit behindert zu werden, ansonsten lässt sich in Norddeutschland innerhalb eines halben oder eines Tagesmarsches in so ziemlich jedem Fall eine ausreichende Trinkwasserquelle für eine solche Truppenbewegung auftun.
Man muss wirklich nicht so tun, als wäre das eine wasserarme Wüstengegend. Was Trinkwasser angeht, sind die römischen Legionen in Nordafrika, in der Levante und Kleinasien mit ganz anderen Problemen fertig geworden, ohne dass die Logistik Roms Legionen das Genick gebrochen und sie zum gefundenen Fressen gemacht hätten.
Der "Varuszug".
Fussgängergeschwindigkeit, 4 km/h.
Die Vierbeiner tun ihren Dienst.
Tagesstrecke 24 km.
Saufen im Laufen?
Gewiss nicht!
Das Marschlager am Abend wird errichtet.
Nach 2,5 Stunden sind alle versammelt.
Auch die 3.000 Pferde, Maultiere und Ochsen.
Die Vierbeiner konnten auf dem "Marschweg" nichts trinken.
Denn dann hätten sie stehenbleiben müssen, vorausgesetzt es wäre überhaupt erreichbares Wasser vorhanden gewesen.
3000 mal Stillstand - bitte?
El Quijote!
Und jetzt müssen die Tiere aber trinken.
Wo sind die 120.000 Liter Wasser?
Du übergehst die Kleinigkeit, dass sehr wohl in der Zwischenzeit Gelegenheit genug vorhanden war um die Tiere zu tränken, weil die ja für den Lagerbau nicht oder jedenfalls nicht von Anfang an benötigt wurden.
So lange von einer Truppenverlegung im befriedeten Gebiet ausgegangen werden konnte, mussten die Legionen ihre Marschgeschwindigkeit ja durchaus nicht dem Tross anpassen, sondern dann genügte, sehr wahrscheinlich, das Abstellen minimaler Kräfte zur Bewachung um Räuber/Diebesbanden abzuschrecken.
Wenn man davon ausgeht, dass die Legionäre ohnehin nach getanem Tagesmarsch einige Stunden brauchten um ihr Nachtlager hochzuziehen, dann schadete es auch nicht, wenn die Teile des Trosses, die nicht unmittelbar Baumaterial/Gerät mir sich führten erst Stunden nach den ersten Legionären, die mit der Errichtung des Lagers begonnen hatten eintrafen.
Es wäre also alle Male hinreichend Zeit gewesen (oder jedenfalls hätte Varus davon ausgehen dürfen), auf dem Weg, wenn sich irgendwo ein Bachlauf fand, die Zugtiere mal eben eine halbe Stunde oder Stunde abzuspannen, um sie zu tränken.
Für die Pferde der Legionsreiterei war das ohnehin kein größeres Problem, weil die sowiso schneller vorran kamen, als die Fußtruppen und bei Ausfindigmachen einer Wasserquelle die Versorgung der Tiere schon vor dem Eintreffen der Haupttruppe abgeschlossen sein konnte.
3000 mal Stillstand - bitte?
Wiso 3.000 mal Stillstand?
Man hält ja nicht jedes einzelne Zugtier an, sondern wenn dann alle gleichzeitig, mal davon abgesehen, dass 3.000 Zugtiere deutlich zu hoch angesetzt sein dürfte, bedingt durch deine nicht wirklich plausible Vorstellung der Versorgungsmengen.