Externsteine/Stonehenge

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Altertum" wurde erstellt von Schleppschreck, 15. April 2013.

  1. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Was mir letzte Tage einfach nicht einfallen wollte: Die Teufelsmauer im Harz.
     
  2. Sascha

    Sascha Neues Mitglied

    Wie sahen die Steine zur Römerzeit aus?
    Ein paar Brocken im dichten Wald, denke ich.
    Bewaldet würde man die kaum noch wahrnehmen.
    Der See ist künstlich und nicht alt.
    Die Grotten in den Steinen auf alle Fälle schon mittelalterlich/christlich.
    Wie alt ist die Fernstraße?
    Die heutige Wahrnehmung der Steine hängt auch stakr mit der Präsentation zusammen, Wiesen davor See dahinter mehrere Wanderwege.
    Ich war vor kurzen an der Süntel; nette Schluchten, wenn auch nicht so alleinstehende Felsen wie bei Detmold halte ich dies für ähnlich beindruckend.
     
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  3. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Nicht, dass ich wüsste. Dabei führte die Straße von Malaca (Málaga) nach Anticaria (Antequera) direkt daran vorbei.
    Bei Titus Livius gibt es eine Stelle, wonach Hasdrubal, mitten im Zweiten Punischen Krieg mit einem tartessischen Heer, dass die Stadt Ascua plündert, in die Hasdrubal seine Vorräte hatte schaffen lassen, konfrontiert ist, unter dem Befehl eines gewissen Chalbus. Mit seinem Heer bedrängt zieht sich Hasdrubal auf einen steilen Hügel zurück, der hinter einem Fluss liegt, aber Titus Livius berichtet, dass ihm Hügel und Fluss nicht Schutz genug gewesen seien, weshalb er noch Erdwerke zu bauen befahl (Itaque et ipse Hasdrubal in collem satis arduum, flumine etiam obiecto tutum, copias subducit et praemissam leuem armaturam equitesque palatos eodem recipit, nec aut colli aut flumini satis fidens, castra uallo permunit.) Hasdrubal gelingt es dann, die im Freudentaumel disziplinlos gewordenen Tartessier zu schlagen und erhält den Befehl nach Italien zu marschieren, woraufhin er sich in Nordspanien in der Schlacht von Dertosa (heute Tortosa, am Ebro gelegen) nach wechselvollem Schlachtgeschehen eine Abreibung der Römer einfängt, die er nach Livius' Darstellung selbst nur knapp überlebte. Ob der Hügel, auf den Hasdrubal sich zurückgezogen haben soll, mit dem Torcal gleichzusetzen ist, ist dem Text nicht zu entnehmen. Die landschaftliche Beschreibung beschränkt sich auf steiler Hügel (collis satis arduum), was für den Torcal zwar zutrifft, aber eben auf jede Menge anderer Hügel auch. Wobei Hügel... vom Torcal das sind 1200 Meter und das in Sichtweite der Küste (40 - 45 km). Beim richtigen Licht und wenn es nicht diesig ist, kann man die Flugzeuge auf den Flughafen von Málaga anfliegen sehen.
    Wenn man den Fluss heranzieht, dann kommt eigentlich nur der Río Camapnillas in Frage und dann müsste Hasdrubals Hügel eher noch nach Süden zu suchen sein, in Richtung Málaga.
     

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