Gebäuderaten - Googeln normalerweise verboten

OK, es handelt sich um die Oasenstadt Chinguetti in Mauretanien (Mauretanien war wegen der Fensterform mein Suchcluster). Im Übrigen finde ich es sehr schön, dass Du die untergehende Wüstenstadt Chinguetti so wieder ins Bewusstsein rufst. Ich habe erst vor kurzem eine Reportage (Weltspiegel?) über diese faszinierende Stadt gesehen.
 
Wir bleiben in der Wüste und bei der Bauform des Turms. Hier ein freistehendes Exemplar. Wozu diente es vornehmlich und wo steht es?
Da ich die Frage für eher einfach halte, haltet Euch mit googeln mal zurück.
 

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El Quijote schrieb:
Wir bleiben in der Wüste und bei der Bauform des Turms. Hier ein freistehendes Exemplar. Wozu diente es vornehmlich und wo steht es?
Da ich die Frage für eher einfach halte, haltet Euch mit googeln mal zurück.

Vielleicht ein Mudéjarturm in der Sierra Nevada ?
 
Nein, wir befinden uns nicht in Spanien. Der Turm ist antik, die kleine Burg im Hintergrund mittelalterlich.
 
Hm, im antiken Ägypten wurden bestimmte Türme genutzt, um bei Flüssen - unabhängig von Strömungen und Wellenschlag - den Wasserstand zuverlässig abzulesen.
Vielleicht ist die Senke, bei der der Turm steht, ein ehemaliges Flußbett... :rolleyes:
 
Nein, dies ist nicht die Funktion des Turms.

Ein weiterer Tipp: der Turm steht in Sichtweite einer ehemals bedeutenden Grenzstadt.
 
El Quijote schrieb:
Willst Du nicht verraten, was für eine Funktion diese Türme hatten und wo wir sie finden?

Ich bin in Palmyra fündig geworden:

Westlich der Stadt liegt das Tal der Gräber. Hier stehen auf Anhöhen Turmgräber. Sie dienten den wohlhabenden Bürgern als Begräbnisstätte. Am Sockel der Turmgräber sind kleine Kammern eingebaut, in denen die Toten bestattet wurden. Diese so genannten Loculi waren von außen erreichbar. Sie wurden durch verzierte Grabplatten verschlossen.

Damit noch mehr Tote in einem Turm beigesetzt werden konnten, wurden innen mehrere Grabkammern eingebaut. Die Türme hatten bis zu vier Stockwerke, die über eine Wendeltreppe bzw über ein Treppenhaus zugänglich waren. In den Grabkammern wurden die Verstorbenen in Sarkophagen beigesetzt. Die Wände wurden durch kunstvolle Schriften, Bilder und Reliefs verziert. Damit wurde der Tote und seine Bedeutung in der Gesellschaft gewürdigt. Auch dokumentierten die Türme die Machtstellung der Familie. Es konnten in einem Turm bis zu 200 Verstorbene bestattet werden.

Die Turmgräber erwiesen sich in manchen Fällen für die Familien als zu klein. So wurden unter den Türmen Kellerräume (Hypogäum) ausgehoben. Die unterirdischen Grabkammern erreichte man entweder über das Erdgeschoss bzw. durch eine tieferliegende Außentür. Hinter der Tür führte ein Gang zu einem abgerundeten Raum (exedra). In den Wänden des Ganges wurden Grabnischen eingefügt. Zusätzlich wurden weitere Galerien angebaut, in denen sich Loculi und Sarkophage befanden. Bis zur Mitte des 2. Jahrhunderts wurden die Turmgräber gebaut.

http://www.meinebibliothek.de/Texte5/html/palmyra.html
 
Sehr schön!

Hier noch einmal ein schöner Gesamtüberblick über Palmyra, nur die Oase sieht man nicht so gut, weil sie nach hinten raus geht. Oben links sind einige der Grabtürme oder Turmgräber zu erkenne, oben rechts die arabische Burganlage.
Im Vordergrund das Baalsheiligtum, dazwischen die Ruinen der Stadt, mit einem Theater und einige kleineren Tempelanlagen und der Kreuzung von Cardus und Decumanus.
Das besondere bei dem Baalstempel: er ist so groß, dass er im Mittelalter nach dem Zerfall der Stadt angeblich noch als Umfassungsmauer eines kleinen Bauerndorfes gegen räuberische Beduinen gedient hat. Er ist aber auf jeden Fall verteidigungsmäßig ausgebaut worden.

http://www.landesmuseum.de/presseservice/download/2005/Luftbilder/170_SYRIA_Palmyra_klein.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Jetzt kommt zwischendurch etwas weniger Exotisches:
 

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Die Grafik ist ein wenig klein geraten. Jetzt müßte es besser gehen:
 

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mäglicherwaise ein plödes bayerisches goldkuhdings for tourismus.

und wenn nicht.
das, das ich meine, ist eigentlich : schön
 
ning schrieb:
mäglicherwaise ein plödes bayerisches goldkuhdings for tourismus.


ning schrieb:
witzig. es gibt in oberösterreich ein kloster mit selbigem straßenverlauf....

Ist das dann ein plödes oberösterreichisches Goldkuhdings?

Aber das Dings hier ist auf jeden Fall bayerisch, und ein Kloster ist es auch. Es wurde übrigens zweimal säkularisiert und dreimal gegründet.
 
die vielleicht ? ehem. Zisterzienserabtei Walderbach :grübel:

Die Kirche in Walderbach zählt zu den kunstgeschichtlich bedeutendsten Sakralbauten des Regentals. I
 
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