Genozid in Kambodscha

Dieses Thema im Forum "Fragen & Antworten" wurde erstellt von basttrionx, 14. Dezember 2021.

  1. basttrionx

    basttrionx Neues Mitglied

    Hallo zusammen,
    Ich muss für meinen Genozid Kurs einen Aufsatz schreiben. Die Frage die es zu beantworten gibt lautet: Zu welchen Ausmaß haben extreme wirtschaftliche Umstände zum Genozid geführt.
    Das Problem was ich nun habe, ich habe keine Belege dafür gefunden, dass diese Frage mit ja beantwortet werden kann. Nun bin ich mir unsicher, ob ich nicht lange genug gesucht habe oder dieser Genozid eben stattgefunden hat wegen der Ideologie von Pol Pot und den Rassismus gegen Minderheiten, denn das ist, was ich bisher herausgefunden habe.
    Ich würde mich um eine schnellstmögliche Antwort freuen, da ich den Aufsatz bis Freitag abgeben muss :)
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Es ist überhaupt nicht nach ja oder nein gefragt.

    Ist das der tatsächliche Wortlaut der Frage, wie durch deine Lehrer vorgegeben?

    Natürlich hat der Genozid aus ideologischen Gründen stattgefunden. Aber das ist doch deswegen nicht von wirtschaflichen Gründen zu trennen. Kommunismus - egal wie missverstanden und pervertiert - bedeutet eine radikale Umwälzung der ökonomischen Verhältnisse.
    Recherchiere mal das Stichwort Maha Lout Ploh.
     
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  3. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Sie meinen mit „ja“ ob die Wirtschaft Kambodschas daran Schuld war das diese Bewegung an den Genozid des Volkes Schuld war.

    Es gibt im Internet dazu Aussagen.

    Ich würde mich da in erster Linie im Netz mit der Wirtschaft des „Königreich Kambodscha unter französischem Protektorat (1863–1953)“ kundig machen. Dies wäre mein Einstieg in das Thema.

    Und da kommt man zu den „souveränes Königreich Kambodscha (1953–1970)“ mit anschließender „Khmer-Republik (1970–1975)“ und in der weiteren Folge „Demokratisches Kampuchea (1975- 1979)“.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Dezember 2021
  4. andreassolar

    andreassolar Aktives Mitglied

    Jau, so war es. Aber 'Rassismus' gegen Minderheiten? Etwa, weil das Regime alle 'Intellektuellen', Brillenträger, gerne 'Gebildete' hauptsächlich in den wenigen Städten oder von Phnom Penn aufs Land in 'Umerziehungslager' verschleppte?
    Ansonsten war das Land sehr ländlich geprägt, allermeist agrarisch bis Subsistenzwirtschaft.
    Man könnte umgekehrt sagen, dass solch eine Idee eines 'Steinzeit'-Kommunismus auf Basis einer 'kommunistischen' Frühagrarideologie dort überhaupt möglich gewesen war.

    Kambodscha war und ist nicht Vietnam, weder in der Kolonialzeit noch in der neueren Geschichte, vielleicht noch dieser Hinweis, auch hinsichtlich 'kolonialagrarischer' Akteure usw.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Dezember 2021
  5. hacege

    hacege Mitglied

    Hm, ist der Begriff "Genozid" oder Völkermord auf das Pol-Pot-Kambodscha überhaupt sinnvoll anzuwenden?

    Ohne besondere Fachkenntnis - hab das als Jugendlicher damals nur über die Medien/Nachrichten verfolgt - hat doch damals eine verrückte Führungscrew versucht unter unermesslichen Opfern die eigene Bevölkerung umzuerziehen bzw. die Gesellschaft umzugestalten. Inwiefern trifft dies jetzt zB. diese Genozid-Definition:

    Nach Artikel II versteht man darunter, die an einer nationalen, ethnischen, rassischen oder religiösen Gruppe begangenen Handlungen (...) Diese Handlungen müssen in der Absicht begangen werden, die Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören.
    (aus https://www.voelkermordkonvention.de/voelkermord-eine-definition-9158/)​

    Ich seh jetzt wirklich nicht, an welcher speziellen Bevölkerungsgruppe hier mit dem "Ziel der zumindest teilweisen Zerstörung" vorgegangen worden wäre. Und wer wäre dann - im Gegensatz zur "Opfergruppe" - die "Tätergruppe" bzw. wie unterscheidet diese sich "national, ethnisch, rassisch oder religiös" von den Opfern.

    Um nicht falsch verstanden zu werden:
    Falsch, verbrecherisch, menschenverachtend und mönströs: ja.
    Aber: Ist Völkermord im Sinne obiger Definition nicht eigentlich eine eher "schwierige" Klassifizierung ?
     
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  6. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Die überwiegende Mehrheit der Opfer waren Khmer, bzw. Kambodschaner. Im Deutschlandfunk wird deswegen der Begriff "Auto-Genozid" andiskutiert. Nationale Minderheiten wie Vietnamesen oder Cham waren jedoch auch betroffen. wiki verwendet dort den Begriff "Völkermord". Beim Massenmord der Roten Khmer an Kambodschanern verwendet wiki hingegen den Begriff "Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Die Abgrenzung zwischen Völkermord/Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit scheint schwierig zu sein und wird wohl von Rechtswissenschaftlern anders verwendet als von Journalisten oder Soziologen. Der Politologe Rudolph Joseph Rummels hat versucht den Begriff des Demozids einzuführen.
     
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  7. hacege

    hacege Mitglied

    Das meinte ich gerade mit "schwieriger Klassifizierung". Der von Ihnen zitierte wiki-Artikel sagt ja auch definitiv:
    Ob es sich um einen Völkermord im Sinne der UN-Konvention handelt, ist jedoch umstritten.

    Der Motivation für die Verbrechen waren ja gerade nicht "nationale, ethnische, rassische oder religiöse" Gründe und nationale Minderheiten wurden - jedenfalls soweit mir bekannt ist - auch nicht speziell als solche (dh. weil sie Minderheiten waren) verfolgt/getötet/massakriert.
    "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" charakterisiert - meinem Verständnis nach - daher die Verbrechen insgesamt am besten.
     
  8. andreassolar

    andreassolar Aktives Mitglied

    Gemeinhin, weithin werden die Vernichtungs-/Zerstörungshandlungen des Pol Pot Regimes vielfach als Genozid bezeichnet. Mag dies der UN-Konvention entsprechen oder nicht, wenngleich Verantwortliche tatsächlich wg. Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt wurden, soweit die Vernichtungshandlungen nicht ethnische Minderheiten betrafen.
     
  9. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Bei den Cham und Vietnamesen in Kambodscha sieht das wohl etwas anders. Die Cham hatten eine
    Unabhängigkeitsbewegung. Die Zugehörigkeit zu dieser Ethnie hat gereicht, um unter den Roten Khmer verfolgt zu werden. Vietnamesen standen unter Generalverdacht, weil sie entweder vor den Vietcong geflohen waren oder aber bereits von den Franzosen für Verwaltungsaufgaben nach Kambodscha geholt wurden. Daher galten sie für die Roten Khmer per se als bourgeoise. Ähnlich sieht es wohl mit der chinesischen Minderheit, die oft im Handel tätig war, aus. Es gab also ethnische Gründe für ihre Verfolgung und Ermordung.
     
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  10. hacege

    hacege Mitglied

    Ich weiß, daß die Geschehnisse im Kambodscha gemeinhin als Genozid bezeichnet werden. Ich stelle nur die Frage, ob sie es im Sinne der UN-Konvention auch sind. Diese Definition setzt nämlich - wie oben kurz sekundär-zitiert - die Zerstörungsabsicht - d.h. ein subjektives Wollen der Täter - voraus. Vielleicht nur wegen meiner geringen Kenntnis der damaligen Ereignisse kann ich dieses allerdings nicht erkennen (obwohl die wiki-Aussage, die Völkermord-These sei umstritten, meine Argumentation stützt).
     
  11. hacege

    hacege Mitglied

    Wieder was gelernt. Danke für die Info.
     
  12. hatl

    hatl Premiummitglied

    Man sollte vielleicht nicht übersehen, dass Kambodscha kurz vor der Machtergreifung der Roten Khmer von den USA im Zusammenhang mit dem Vietnamkrieg ungewöhnlich stark bombardiert wurde.
    Folgt man der Darstellung von Ben Kiernan der Yale-Uni so haben die USA in den Jahren 1970-1973 auf das arme Kambodscha mehr Bombentonnage abgeworfen als insgesamt im Zweiten Weltkrieg auf alle Gegner zusammen.
    Kiernan kommt zu diesem Schluss: „The failure of the American campaign in Cambodia lay not only in the civilian death toll during the unprecedented bombing, but also in its aftermath, when the Khmer Rouge regime rose up from the bomb craters, with tragic results.“

    Man muss sich das mal vorstellen. Da hauen die mehr Bomben rein als gegen das 3. Reich und Japan zusammen im Zweiten Weltkrieg. Dabei sind die USA noch nicht einmal im offiziellen Kriegszustand mit Kambodscha (falls das nicht stimmt, bitte Korrektur. Bin mir nicht sicher).
    Ich denke man kann „extreme wirtschaftliche Umstände“ als Folge der Bombardierungen naheliegend annehmen. Dass extreme Umstände dem Radikalismus förderlich sind darf man annehmen.
    Kiernan beschreibt das so: „.. das Khmer Regime erhob sich aus den Bombenkratern, ..“

    Es wird das gerade erst neu entstandene Vietnam brauchen um 1978/79 dem Massenmord in Kambodscha ein Ende zu setzen.
     
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  13. andreassolar

    andreassolar Aktives Mitglied

    Das natürlich nicht.

    Schau dir mal die Kriterien für 'Zerstörungsabsicht' an, über das subjektive Wollen ist ja wenig bekannt. Ersetzt man die Begriffe wie nationale, ethnische usw. Gruppe durch 'Angehörige der eigenen Gruppe' oder KambodschanerInnen, oder noch besser, durch soziale Kriterien wie 'Intellektuelle', Stadtbevölkerung, Kaufleute, 'Gebildete' oder letztlich alle Personen, die der Theorie vom Frühagrarkommunismus unter dem neuen Gottvater Pol Pot aus Sicht der damals Verantwortlichen möglicherweise im Wege standen, findet man durchaus eine respektable Gruppe, die 'zerstört' wurde, werden sollte bzw. deren Zerstörung man in Kauf nahm.
     
  14. andreassolar

    andreassolar Aktives Mitglied

    Lt. Angaben von Statista:

    Zwischen den Jahren 1969 und 1973 warfen Luftstreitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika während des Vietnamkrieges rund 660.000 Tonnen Bomben über Kambodscha ab.
    Diese Bombenlast erreichte im Jahr 1973 ihren Höhepunkt: Alleine in diesem Jahr wurden rund 260.000 Tonnen Bomben eingesetzt.

    Lt. Angaben von Bernd Weidenbach in Statista (Artikel vom 12.1.2021) :

    Im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges wurden über Deutschland und den vom Reich besetzen Gebieten insgesamt rund zwei Millionen Tonnen Bomben abgeworfen. Mehr als die Hälfte dieser Bombenlast fiel alleine im Jahr 1944 und auch während der verbleibenden fünf Kriegsmonate im Jahr 1945 wurden noch rund 500.000 Tonnen Bomben abgeworfen.

    Und das führt plausibel zu einer Theorie eines Frühagrarkommunismus?
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Dezember 2021
  15. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    In meinen Unterlagen vom 1985 steht zur Wirtschaft u.a.:

    „Kamputschea ist ein Agrarstaat mit schwach entwickelter Industrie, der 1979 ein schweres Erbe antrat.
    Durch das Pol-Pot Regime war von 1975-1978 die Wirtschaft weitgehend ruiniert worden. Die Mehrzahl der Betriebs und Handwerksstätten, die Landwirtschaft und Infrastruktur wurden stark zerstört, die Ware-Geld Beziehung beseitigt, eine Natural- und Tauschhandelwirtschaft eingeführt. Die Städte wurden entvölkert, die sozialen Strukturen vernichtet, die Mehrzahl der Facharbeiter, der technischen und wissenschaftlichen Intelligenz und andere Kader umgebracht.“
    In der weitere Folge erfolgen dann etwas detaillierter Einschätzungen, incl. paar Zahlem zur Industrei, Landwirtschaft, Verkehrswesen, Außenhandel, Lage der Werktätigen, Bildungs-und Gesundheitswesen, Finazwesen usw.
     
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  16. hatl

    hatl Premiummitglied

    Das hat niemand nahegelegt, geschweige denn behauptet.
    Deine polemische Frage ist unangebracht, denn sie suggeriert etwas falsches..
     
  17. hacege

    hacege Mitglied

    1.
    Ich weiß nicht. Nach mMn jedem vernünftigen Verständnis setzt die Definition eines Völkermordes die Existenz einer von den Opfern klar unterscheidbare Tätergruppe voraus. Ich seh diese jetzt im kambodschanischen Fall nicht - jedenfalls was die Verbrechen gegen die Mehrheitsbevölkerung, die Khmer, betrifft. Man mag das als großangelegten kulturell-sozialen Suizid-Versuch beschreiben, wie das offensichtlich einige Autoren versucht haben, Genozid trifft es für mich nicht.

    2.
    Ich halte es nur für bedingt legitim, in Definitionen einfach so Begriffe auszutauschen. Die Definition von "Völkermord" rekurriert notwendigerweise auf so etwas wie "Volk" (bei aller Doppeldeutigkeit und dem schalen Nachgeschmack, das dieses Wort besonders im Deutschen in sich trägt) und nicht auf "Klasse", "Schicht" oder eine wie auch immer geartete innergesellschaftliche Funktion. Daher - auch wenn bisher mWn keiner diese Begriffe geprägt hat: "Klassenmord", "Schichtmord", "Elitenmord" odgl.: ja, Völkermord: nein.

    3.
    Auch wenn man die unter 2. geäußerten Bedenken beiseiteläßt, ist es nicht so eindeutig. Die Roten Khmer, bzw. deren befehlsgebende Führungsschicht waren ja - trotz ihres anti-intellektuellem Habitus und Verhaltens - nicht "ordinary people", sondern zumindest zu einem Teil selbst Intellektuelle (Um nur ein Beispiel anzuführen: Der sogenannte "Bruder Nr.1", Pol Pot, hat etwa in Paris studiert.). Damit wären wir wieder bei Punkt 1: "kulturell-sozialer Suizid-Versuch".
     
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  18. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    ist das ein Tippfehler / Autokorrekturkapriole oder ist Suizid da ernst bzw wörtlich gemeint?
     
  19. andreassolar

    andreassolar Aktives Mitglied

    Dann ist das offenbar ein Missverständnis, bei dem ich eine tatsächlich nicht vorhandene Suggestion Deinerseits wahrgenommen hatte, da mir der Hinweis:
    ...eine plausible Entwicklung hin zu einer frühagrarisch-kommunistischen Utopie nahelegen zu wollen schien, die sich erkennbar erst n a c h Ende der Luftbombardierung durch US-Militär etablierte und deren hastiger Verwirklichungsversuch um jeden Preis die Massentote in kurzer Zeit nach sich zog. Also sorry.

    Ansonsten finden wir 'Radikalisierungen' im sozialistischen Lager des 20. Jh. mit zahllosen Opfern, ohne von oder während Kriegshandlungen radikalisiert worden zu sein. U.a.
    - Stalinistische Säuberungen, GULAGs und Entkulakisierung etc.
    - das sozialistische China bis 1976 (Kulturrevolution etc.)
     
  20. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Das ist von ihm verkürzt. Wie er das meint, beschreibt er ausführlicher und verständlicher, und multikausal in
    How Pol Pot Came To Power Colonialism, Nationalism, and Communism in Cambodia, 1930–1975.

    Hier das Resümee (auch schon eine Zusammenfassung der detailreichen Darstellung)

    "The year 1973 was a watershed in Kampuchean history. The US bombardment of that year had several major effects.

    Firstly, it decimated and even destroyed a number of CPK regular units (sixteen thousand men in all, according to the Seventh Air Force Commander. The casualties were particularly heavy among South-Western Zone units during the siege of Phnom Penh in July 1973, and this may have helped tip the balance of power there in the CPK Centre’s favour.

    Secondly, the widespread loss of civilian life and property drove a large number of new recruits into the revolutionary ranks, recruits who were often motivated as much by a desire for revenge as by positive political or social goals. This was probably fatal for relatively moderate CPK leaders like Prasith, who was overwhelmed by fanatics and killed just as Chou Chet and Phouk Chhay also lost out to Mok and Thuch Rin in the crucial struggle for control of the South-West at this time. It is clear too, that Koy Thuon’s position in the North, in relation to military commander Ke Pauk, was severely undermined by the impact of the bombing there. Had all these people been able to hold their ground, the history of Kampuchea in the remainder of the 1970s might well have been different.

    Thirdly, many villagers saw themselves as victims not only of US policy but also of the failure of the CPK and VWP to agree on a co-ordinated strategy, and they concluded that close cooperation between Khmers and Vietnamese was no longer possible or even desirable.

    Fourthly, the evacuation of towns like Kratie, Kompong Trach, Ang Tasom and Kompong Kdei in 1973 was not an abnormal measure at the height of the bombardment. (The fate of the cities of North Vietnam the previous December was a clear indication of that.) But it also provided the CPK with a precedent to push further ahead, to take advantage of this momentum and mobilize the population for war communism even after the bombardment had stopped. The ‘Democratic Revolution’, was both a product of, and a capitalization upon, the US aerial war. Having heard of the effects of that war, or actually experienced it in 1973, many inhabitants of Phnom Penh in 1975 were prepared to believe the first CPK troops arriving in the capital, when they announced that everyone would have to leave because the US was about to bomb the city.
    The bombing sowed a whirlwind which the CPK Centre was ready to reap. Not only did it harden the base of the movement, but it also prevented what would otherwise have been an inevitable insurgent victory in 1973, at a time when the Centre’s domestic and foreign policy extremism was far from generally accepted in the revolutionary movement, most particularly in the East. Although broad United Fronts are a classic communist tactic, rarely has a Communist Party leadership encountered such resistance within its Front, both open (and violent) and, in the case even of some loyal Party adherents, passive.
    Thus, had the revolution triumphed over Lon Nol as expected in 1973, it is extremely unlikely that the cities could have successfully been ordered evacuated. Further, since urban disillusionment with Lon Nol was already general, Sihanouk had regained much of his former popularity there. His position would therefore have been far more secure (and might still have been strong in the countryside as well). Hundreds of Hanoitrained Khmer cadres would not only have escaped secret executions behind the lines, but, like ‘domestic’ communists with a bias towards urban or working-class action, would also have had a potential base in the cities. This base would have severely restricted the Centre’s freedom of manoeuvre. The strategy of ‘protracted struggle’, too, long recognized by the CPK Centre as crucial to ‘exercising mastery over the revolutionary group(s) in every way’, would have been blocked by an early end to the war. Further, the CPK-VWP conflict, also essential to that strategy, would have remained subdued, as neither cadres nor population would have regarded the Vietnamese and their peace negotiations as being responsible, as the most proximate potential culprit, for US bombing or for continued war in Kampuchea. Sihanouk, for instance, announced in mid 1973, when he realized that victory was no longer imminent, that Phnom Penh would not be taken ‘for many years’ because the North Vietnamese had withheld supplies after the cease-fire. Those supplies would never have been needed, even given Sihanouk’s refusal to negotiate with Lon Nol, had it not been for the ‘centre-piece of the Administration cease-fire strategy’. Relieved of the burden of supporting a now heightened conflict with Vietnam, the Khmer people would have been spared a great deal of future suffering.

    Just as French domination and intransigence in the 1940s and 1950s had provoked the development of the Khmer communist movement out of a nationalist one, American intervention and bombardment contributed significantly to the movement’s extremist metamorphosis in the 1970s."
     
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