Griechische Mythologie

Dieses Thema im Forum "Antikes Griechenland" wurde erstellt von Lukrezia Borgia, 21. Juli 2004.

  1. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Mein Ziel ist es, hier einen Thread zu schaffen, in dem wir Mythen aus dem antiken Griechenland sammeln. Beginnen möchte ich mit einer sehr populären Sage, der des Ödipus.

    Der König von Theben, Laïos und seine Frau Jokaste blieben lange Zeit kinderlos. Als sie das Orakel von Delphi um Rat ersuchten, bekamen sie folgende Antwort:

    „Laïos, du begehrst Nachkommen! Wohl, es soll dir gewährt werden. Aber wisse, dass dir vom Geschicke verhängt ist, durch die Hand deines eigenen Sohnes das Leben zu verlieren. Dies ist das Gebot des Kroniden Zeus. Er hat den Fluch des Pelops erhört, dem du sein Kind geraubt hast.“

    Hintergrund dieses Fluches war, dass Laïos den Sohn des Pelops entführt hatte.

    Die Wahrsagung fürchtend, trennte sich Laïos von seiner Frau, doch ihre Liebe zueinander führte sie wieder zusammen und Jokaste gebar einen Sohn. Nach der Geburt hatte das Paar jedoch Angst, dass der Knabe den Vater töten würde und erteilten einem Hirten den Auftrag, das Kind im Kithäron-Gebirge auszusetzen. Dieser gab das Baby jedoch an einen anderen Hirten weiter, der es aufgrund seiner durchbohrten Fersen Ödipus (=Schwellfuß) taufte. Durch ihn gelangte Ödipus an den Hof von Korinth, wo er von dem dort regierenden König Polybos und seiner Gemahlin Merope wie ein eigenes Kind aufgezogen wurde.

    Nachdem Ödipus in dem Glauben aufgewachsen war, der leibliche Sohn des korinthischen Königspaars zu sein, erfuhr er bei einem Bankett, dass er nicht seines Vaters Sohn sei. Besorgt, dass diese Gerüchte der Wahrheit entsprechen könnten, machte er sich auf zum Orakel von Delphi. Dort wurde ihm folgendes vorhergesagt:

    „Du wirst deinen eigenen Vater ermorden, deine Mutter heiraten und den Menschen eine Nachkommenschaft von verabscheuungswürdiger Art zeugen.“

    Der festen Überzeugung, dass Polybos und Merope seine wahren Eltern sind wagte er es nicht, nach Korinth zurück zu gehen und irrte rastlos umher. Als er auf einer seiner Reisen nach Böotien kam, begegnete er einem Wagenlenker, der einen unschuldigen Passanten beiseite drängte. Erbost über dieses Verhalten erschlug Ödipus den Wagenlenker, nicht wissend, dass er damit seinen eigenen Vater getötet hatte.

    Die Stadt Theben indes wurde von einem Unglück heimgesucht. Eine Sphinx hatte sich an einem Weg vor den Toren der Stadt gesetzt und gab nun jedem, der die Straße entlang ging, ein Rätsel auf. Konnte der Passant dieses nicht lösen, verschlang sie ihn. Kreon, der Bruder von Jokaste, der nach dem Tod des Laïos die Herrschaft in Theben übernommen hatte, ließ verkünden, dass derjenige, der die Sphinx überlistet, die Regierung sowie die Hand seiner Schwester bekommen sollte.

    Auf seinen Reisen kam auch Ödipus an der Sphinx vorbei, die ihm folgendes Rätsel stellte:

    „Es ist am Morgen vierfüßig, am Mittag zweifüßig, am Abend dreifüßig. Von allen Geschöpfen wechselt es allein in der Zahl seiner Füße; aber eben, wenn es die meisten Füße bewegt, sind Kraft und Schnelligkeit bei ihm am geringsten.“

    Ödipus erriet, dass es sich dabei nur um den Menschen handeln kann. Aus Ärger darüber nahm sich die Sphinx das Leben. Ödipus jedoch erhielt die Hand von Jokaste und sie hatten zusammen vier Kinder. Die Söhne Eteokles und Polynikes sowie die Töchter Antigone und Ismene.

    Als jedoch eine Pest Theben heimsuchte, und Ödipus bei den Priestern Rat suchte, wurde Kreon, der das Orakel von Delphi aufsuchte folgende Antwort gegeben:

    „Der Mord an Laïos lastet als schwere Blutschuld über dem Lande. Vorher ist keine Rettung möglich.“

    Es wurde also nach dem Mörder gefahndet. Als der blinde Seher Tiresias nichts offenbaren wollte, drang Ödipus weiter in ihn und so rief der Wahrsager aus:

    „Ödipus, du selbst bist der Mörder.“

    Nachdem alle Zweifel beseitigt waren, erhängte sich Jokaste wegen ihrer Schuldgefühle. Ödipus blendete sich und ging in die Verbannung. Seine treue Tochter Antigone begleitete ihn.

    Nach langer Wanderschaft, während derer sich Machtgerangel in Theben ereigneten, verschied Ödipus in der Nähe von Athen. Zu seinem geheimen Sterbeort wurde er von Theseus begleitet, dem er versprach, dass sein Grab, unter der Bedingung, dass der Ort geheim gehalten werde, eine „Schutzwehr gegen alle Feinde Athens sein“ sollte.

    Für diese Zusammenfassung habe ich Herbert J. Rose, „Griechische Mythologie“ und Gustav Schwabs „Die schönsten Sagen des klassischen Altertums“ verwendet. Meines Erachtens zwei sehr empfehlenswerte Bücher.
     
  2. askan

    askan Neues Mitglied

    Nicht nur mythologisch ist der Archetyp Ödipus eine grosse Quelle für Erkenntnis.

    Seit frühester Kindheit mochte ich die Legende von der Erfindung der Panflöte.
     
  3. Kirlon

    Kirlon Aktives Mitglied

    Bitte erzählen! :yes:
     
  4. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Ja. Diese Geschichte ist wirklich schön.

    Der Hirtengott Pan verliebte sich in die Nymphe Daphne. Seine Liebe wurde jedoch nicht erwidert. Er war jedoch so besessen von ihr, dass er sie verfolgte und sie ihre Schwestern um Hilfe anflehte. Sie wurde in ein Röhricht verwandelt. Pan fand dsieses Schilfrohr und baute sich daraus eine Flöte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juli 2004
  5. Kirlon

    Kirlon Aktives Mitglied

    Ich will die lange Version... :bussi:
     
  6. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin


    Wie? Die lange Version?

    Soviel wie zu Ödipus habe ich als Ungebildete nicht zu bieten. :rofl: :rofl: :rofl:
     
  7. Kirlon

    Kirlon Aktives Mitglied

    Dann muss ich wohl selbst in den Schwab gucken... :heul:

    Erzählst du noch eine Sage, schreibe ich morgen auch eine auf! :yes:
     
  8. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Im Schwab wirst du darüber leider nichts finden. :bussi:
     
  9. Kirlon

    Kirlon Aktives Mitglied

    Na, dann habe ich meine gesunde Halbbildung ja mal wieder bewiesen... :p

    Ein Literaturhinweis für dich, meine Liebe, wenn du den nicht sowieso schon kennst: "Griechische Mythen" von Marie Luise Kaschnitz.

    Das Bändchen nutze ich morgen und erzähle "Philemon und Baukis" nach!
     
  10. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Hallo Kirlon,

    eine Gute-Nacht-Geschichte gibt es noch, bevor du ab ins Bett musst... :rofl:

    Die Geschichte von dem bösen, bösen Tantalus.

    Tantalus war der Herrscher über Phrygien und ein Sohn des Zeus. Er pflegte freundschaftlichen Kontakt zu den Göttern und durfte sogar mit ihnen speisen. Er wurde jedoch aufmüpfig und plauderte Geheimnisse, die er von den Göttern erfahren hatte, aus. Auch vergriff er sich am Eigentum der Götter.

    Er ging letztendlich soweit, dass er die Allwissenheit der Unsterblichen auf die Probe stellte. Er ließ seinen Sohn Pelops schlachten und bereitete den Göttern aus seinem Fleisch ein Mahl. Diese Untat wurde jedoch von den Göttern durchschaut, bis auf Demeter, die versehentlich das Schulterblatt des Pelops aß. Die Götter bauten das Opfer wieder zusammen und bestraften Tantaluls für seine Tat.

    Er wurde in die Hölle geworfen, wo er im Wasser stehen muss. Über seinem Kopf wuchsen die leckersten Früchte. Er wurde mit ewigem Durst und ewigem Hunger bestraft. Wenn er sich jedoch bücken wollte, um einen Schluck zu trinken, wich das Wasser vor ihm zurück. Streckte er seine Arme aus, um von den Früchten zu nehmen, kam ein Wind, der die Äste wegwehte. Außerdem hing über seinem Haupte ein großer Stein, der ständig drohte, auf ihn hernieder zu fallen.

    Na dann.. angenehme Träume
     
  11. Kirlon

    Kirlon Aktives Mitglied

    Fast so schön wie die Kaschnitz... Danke! :bussi:

    Darf ich trotzdem noch ein bisschen aufbleiben??? :p
     
  12. Tib. Gabinius

    Tib. Gabinius Aktives Mitglied

    Vielleicht sollte man den Pantheon der Hellenen erläutern.

    Am Anfang herrschte Chaos, "die Leere". Aus diesem erwuchsen Gaia (Erde), Eros, Tartaros, (Unterwelt), Erebos und Nyx.
    Gaia gebar dann Uranos (Himmel), und diese beiden zeugten somit die ersten zwölf wirklichen Götter. Zwölf Titanen, drei Kyklopen, und eine handvoll anderer Monster. Diese erschienen Uranos so widerlich, dass er sie in die Unterwelt verbannte.
    Gaia, immer um ihre Kinder besorgt, beauftragte dann Kronos, den jüngsten der Titanen seinen Vater zu entmachten (und wohl auch zu entmannen).
    Kronos heiratete seine Schwester Rhea, und die ersten fünf Kinder, die diese ihm gebar verschlang er, um einer Prohpezeiung, nach der seine Kinder ihn vom Thron stoßen werden, zuvorzukommen.
    Rhea aber versteckte das sechste Kind, Zeus. Dieser wurde von Nymphen erzogen (eine gute Entschuldigung für seine späteren Umtriebe), befreite die Kyklopen und die Hekatoncheiren (100-Hände-Wesen) und besiegte Kronos im gewaltigen Kampf. Er zwang ihn, seine Geschwister wieder auszuspucken und herrschte von nun an selbst, nicht ohne Kronos kastriert und "entfernt" zu haben.

    Zusammen mit seiner Schwester Hera gründete er nun eine neue Dynastie, um die sich eine Menge Sagen ranken.

    Die bekannteste ist wohl die um die Geburt der Athena. Metis, die Göttin der Klugheit wurde von Zeus schwanger, aber dieser hatte geweissagt bekommen, dass jedes Kind von Metis größer würde als er selbst. Also machte er gleich Nägel mit Köpfen und verschlang Metis ganz.
    Kurz darauf bekam er furchtbare Kopfschmerzen und seiin Schädel brach auf. Heraus schritt die ausgewachsene und voll gerüstete Athena.
     
  13. askan

    askan Neues Mitglied

    Kennt jemand hier Robert Graves oder James Frazer?

    Wenn nicht, dann fahre ich fort:

    Soweit ich weiß, schaltete des Schädel des Zeus sich nicht von selbst, sondern Hepheistos musste ihn mit dem Hammer spalten, damit Athene raus konnte.

    (Irgendwie erinnert mich das immer an den alten Werbespruch:

    "Spalt! Schaltete den Schmerz ab!" :rofl: )
     
  14. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Hallo Askan,

    was hast du nur für Lieblingsmythen? Zestückelte Frauen, die du zu Gebrauchsgegenständen verarbeitest und gespaltene Köpfe? :rofl:

    Aber wo wir grad bei Hephaistos sind. Mit die schönste Geschichte ist meines Erachtens die Sage, wo Ahphrodite ihren Mann mit Ares betrügt. Da Hephaistos häßlich ist und natürlich eine Frau wie Aphrodite auch ihr Vergnügen haben will, hintergeht sie ihren Mann. Dieser bekommt jedoch Wind von der Sache und sinnt auf Rache.

    Er schmiedet ein unzerreißbares bronzenes Netz, dass er am Liebesnest der beiden befestigt. Als Aphrodite und Ares sich niederlegten, schnappte die Falle zu und die beiden wurden nun, gefangen in dem Netz, den Göttern zum Spott vorgeführt.


    Liebe Grüße
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juli 2004
  15. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Hallo Tib. Gabinius,

    entschuldige, aber hier muss ich ich leider verbessern. Derjenige, der von seinem Sohn kastriert wurde, war nicht Kronos, sonder Uranos. Der Samen/Blut aus dem von Kronos abggeschnittenen Glied fiel auf das Meer und ließ dort aus dem Schaum Aphrodite erstehen.

    Nach meinen Informationen bedeutet Aphrodite auch "die Schaumgeborene". Da bin ich mir jetzt aber nicht mehr sicher, ob das nur ein Beiname oder die wörtliche Übersetzung ist.

    Liebe Grüße
     
  16. Mercy

    Mercy unvergessen

    Teiresias I

    Teiresias

    Teiresias, als er noch ein junger Mann war, spazierte durch den Wald und beobachtete zwei Schlangen, die sich gerade begatteten. Irgendwie kam ihm dieses Schauspiel zwar faszinierend, aber auch ungehörig vor. Er nahm einen Stab und schlug auf die beiden Tiere ein. Aber es waren natürlich heilige Schlangen, und als er das Schlangenweibchen erschlug, wurde er selbst augenblicklich in eine Frau verwandelt.
    Von nun an war Teiresias eine Frau. Es schien ihm keinen großen Kummer bereitet zu haben. Schnurstracks begab er sich in die nächste größere Stadt und lebte dort sieben Jahre als eine im Umgang mit Männern sehr erfahrene Hure.
    Nach diesen sieben Jahren wollte er - sie - wieder einmal frische Luft schnappen und sich von den verrauchten Kaschemmen erholen, in denen er sich herumtrieb. Er machte Urlaub auf dem Lande und kam auf einem seiner Spaziergänge zufällig an dieselbe Stelle Im Wald, und wieder sah er ein Schlangenpaar sich begatten, und wieder ekelte er sich davor. Er wunderte sich darüber, daß diese Kreatur solche Lust verspüren kann. Er nahm wieder einen Stab und schlug auf die beiden ein. Diesmal traf er das Schlangenmännchen. Das Schlangenmännchen war tot, und augenblicklich war Teiresias zurückverwandelt in einen Mann.
    Nun gab es eine andere Geschichte, die sich oben im Olymp abspielte. Zwischen Zeus und Hera, seiner Schwester, die gleichzeitig seine Frau war, gab es Streit. Durch die ganze Ilias des Homer hindurch ziehen sich diese Keifereien zwischen Zeus und Hera, und einmal gab es Streit über folgende Frage: Wer hat beim Beischlaf mehr Lust, der Mann oder die Frau?
    Hera sagte: » Der Mann hat mehr Lust. Er macht auch mehr Lärm. «
    Zeus sagte: »Nein, es hat eindeutig die Frau mehr Lust«, weil als Macho, der er ja ohne Zweifel war, ging er davon aus, daß der Mann der große Lustspender sei, und er sagte zu Hera: »Ihr habt gewiß mehr Lust, wenn wir Männer sie euch geben, als wir Lust haben, wenn ihr Frauen sie uns gebt.«
    Und Hera meinte natürlich das Gegenteil.
    Ja, wie sollte man das herauskriegen ? Wer hat da recht? Das ist ja nicht so einfach, denn letztendlich kann sich ein Mann nicht in eine Frau versetzen und eine Frau nicht in einen Mann. Es war schon klar, es konnte eigentlich nur einen einzigen Richter in dieser Angelegenheit geben, nämlich jemanden, der sowohl ein Mann als auch eine Frau gewesen war. Das war Teiresias.
    Also man stieg herab vom Olymp und holte Teiresias herbei, und mit abgekehrtem Gesicht, denn es ist nicht möglich, daß ein Mensch einem Gott ins Gesicht schaut, wurde Teiresias befragt:
    »Wer hat größere Lust beim Beischlaf, Mann oder Frau? Du mußt es wissen.«
    Die Antwort fiel sehr eindeutig aus, und Teiresias zögerte auch nicht eine Sekunde. Er sagte: »Wenn die ganze Lust zehn ist, so ist die Lust der Frau beim Beischlaf neun, und die Lust des Mannes ist eins.«
    Diese Wette hatte Zeus gewonnen.
    Hera war darüber so zornig, daß sie den Teiresias blendete, ihm sein Augenlicht nahm. Dies wollte nun Zeus nicht rückgängig machen, er wollte keinen neuen
    Streit entfachen. Er gab dafür dem Teiresias, wie es der Göttervater selber nannte, ein inneres Sehen. Er machte, daß er in die Zukunft schauen konnte.

    Michael Köhlmeier, Die besten Sagen des klassischen Altertums, München 2001, S. 85ff

    vgl hierzu auch
    Mythen
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juli 2004
  17. LiaFil

    LiaFil Neues Mitglied

    Minos

    (Minos, ein mächtiger, aber gerechter kretischer König ist Sohn von Zeus und Europe und Bruder. Er lebte vor dem trojanischen Krieg. Minos ist Gemahl der Pasiphäe und Vater von Ariadne und Phaidra.)

    Minos hatte Poseidon um ein schönes Opfertier gebeten, worauf der Gott einen Stier aus dem Meer auftauchen ließ. Als aber Minos das prächtige Tier sah, behielt er es bei sich und opferte statt seiner einen anderen, weniger wertvollen Stier. Als Poseidon davon erfuhr, ließ er den Stier zur Strafe so wütend werden, daß er in diesem Zustand große Schäden verursachte. Herakles sollte ihn einfangen, was ihm auch gelang. Poseidon ließ als Strafe gegen Minos auch dessen Frau Pasiphaë in schuldhafte Liebe zu dem Tier entbrennen. Aus der Verbindung zwischen der Frau und dem Stier ging Minotaurus. Minos ließ von Diadalos das Labyrinth für Minotauros bauen. Da Androgeos, ein Sohn des Minos, während der Panathenäen getötet wurde, mußten die Athener als Tribut jährlich sieben Mädchen und Jünglinge dem Minotauros zum Fraß liefern. Unter den Jünglingen war Theseus, dem es mit Hilfe der Ariadne gelang, den Minotauros zu töten. Weil er Ariadne zur List mit dem Garnknäuel geraten hatte, wurde Daidalos von Minos gefangen gesetzt. Daidalos gelang die Flucht nach Sizilien zu König Kokalos. Kokalos tötete Minos, der die Auslieferung des Daidalos forderte. Mit seinem Bruder Rhadamanthys und mit Aiakos war Minos Richter der Unterwelt.


    der link is ziemlich gut:
    http://www.mythologica.de/minos.htm :D :p

    Liebe Grüße
     
  18. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Hallo LiaFil,

    nachdem du in deinem wirklich guten Beitrag Daedalus angesprochen hast und sein Name erst vor kurzem im Quiz-Forum gefragt war, möchte ich noch die Sage von Daedalus und Ikarus anfügen:

    In der ganzen bekannten Welt wurde Daedalus wegen seiner bilhauerischen und bauteschnischen Fähigkeiten bewundert. Er lud jedoch Schuld auf sich, indem er seinen Neffen Talos aus Eifersucht von der Athener Burg stürzte. Es folgte eine Anklage wegen Mordes, warum er aus Athen flüchtete.

    Schließlich fand er bei König Minos auf Kreta Asyl. Dort baute er, wie du schon erzählt hast, ein Labyrinth für den Minotaurus. Als er jedoch den Drang verspürte, wieder die Heimreise anzutreten, wurde ihm dies vom König verwehrt. Da sagte er sich:

    "Mag mich Minos zu Land und zu Wasser absperren, die Luft bleibt mir offen! So viel der König vermag, über sie hat er keine Gewalt. Durch die Luft will ich fliehen!"

    Zusammen mit seinem Sohn Ikarus, den er mit der Sklavin Naukrate hatte, wollte er mithilfe selbst konstruierter Flügel aus Wachs, Fäden und Federn entkommen. Vor der Fucht warnte er seinen Sohn davor, nicht zu tief zu fliegen, um sich nich die Federn im Meerwasser nass zu machen. Auch solle er nicht zu hoch fliegen, damit die Sonne das Wachs nicht zum schmelzen bringen kann.

    Als Ikarus jedoch merkte, dass das Fliegen welch einfache Sache war, wurde er übermütig und schwang sich in immer höher der Sonne entgegen. Diese brachte jedoch das Wachs an seinen Flügeln zum Schmelden und die Federn begannen ich zu lösen.

    Als Daedalus sah, dass sein Sohn ins Meer gestürzt war, landete er auf der nächsten Insel, an deren Strand bald schon der Leichnahm seines Sohnes angeschwemmt wurde. Die Insel trägt heite noch den Namen Ikaria.

    Daedalus fand in Sizilien bei König Kokalos. Hier wurde er wegen seiner Baukunst, die er unter Beweis stellte, verehrt. Als jedoch König Minos erfuhr, dass Daedalus auf Sizilien war, rüstete er zu einem Feldzug, um seinen Erfinder wieder zurückzugewinnen. Es gelang jedoch Kokalos durch eine List, Minos zu einem Bade zu überreden. Das Wasser ließ er von seinen Dienern so lange erhitzen, bis der Kreter daran erstickte.

    Daedalus starb in tiefer Trauer über seinen Sohn auf Sizilien.

    Liebe Grüße
     
  19. LiaFil

    LiaFil Neues Mitglied

  20. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Zuletzt bearbeitet: 22. Juli 2004

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