Holodomor

Dieses Thema im Forum "Russland | Sowjetunion | Osteuropa" wurde erstellt von Crawford, 25. Januar 2007.

  1. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  2. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Das Thema beschäftigt auch wieder die Politik. Es geht um den Historikerstreit in der Bewertung, die Anerkennung als Genozid vs ökonomisch-agraischer Kollaps in der SU idF der Industrie- und Rüstungspolitik, Distributionschaos und Korruption in der Fläche/Missmanagement (auch nicht-ukrainische Städte waren mit zehntausenden Toten betroffen).

    Aus der morgigen FAZ:

    "Das Thema beschäftigt auch den Bundestag. Proukrainische Aktivisten in Deutschland haben mehr als 70000 Unterschriften unter ihrer Petition Nr. 89118 versammelt („Anerkennung des Holodomor 1932–1933 in der Ukraine als Genozid“). Der Deutsche Bundestag möge anerkennen, so wie „23 Regierungen anderer Länder dieser Welt“, dass diese geplante Gewaltmaßnahme ein Genozid gewesen sei. Jetzt müssen sich die Fraktionen dazu verhalten und Experten anhören. Den Anfang machte ausgerechnet die eher russlandfreundliche AfD, wohl wissend, dass die Genozid-These im heutigen Moskau auf scharfen Widerspruch stößt. Der Osteuropa-Historiker Gerhard Simon sagte im Bundestag, eine Anerkennung als Völkermord „bedeutet eine Verneigung vor den Opfern eines Menschheitsverbrechens und die Distanzierung vom mörderischen Regime Stalins“.
     
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  3. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Ist nicht Völkermord als absichtliches Vernichten einer ethnischen, religiösen Gruppe definiert.

    Stalin waren Tote egal, aber das er die Ukrainer absichtlich damit vernichten wollte, finde ich eine gewagte These.
     
  4. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

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