Krieg Ideologie/Ökonomie

Dieses Thema im Forum "Kriegsschauplätze" wurde erstellt von Gast, 25. Februar 2010.

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo miteinander

    Kennt jemand von euch ein Kriegsbeispiel, bei dem von der Staatsregierung ideologische Gründe als Kriegsgrund vorgegeben worden sind, aber der Krieg in wirklichkeit aus ökonomischen Gründe geführt wurde?
    Versteht ihr was ich meine?

    Ganz liebe Grüsse!
     
  2. Klaus

    Klaus Neues Mitglied

    Das dürfte wohl auf jeden Krieg zutreffen. Es geht in der Begründung eines Krieges immer um Freiheit, Demokratie oder die Ehre des Vaterlandes. Vom Geld spricht keiner.
     
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  3. Mummius Picius

    Mummius Picius Premiummitglied

    Einer der diesbez. fadenscheinigsten war der Kriegsgrund für den 3. punischen Krieg. Hier ging es - zumindest in der Forschung des mittleren 20. Jhs. - ausschließlich um die Ausschaltung eines konkurrierenden Handelsplatzes; erst unlängst wurde das zugunsten einer tatsächlichen Angst vor dem sich sehr schnell regenerierenden Gegner in Zweifel gezogen.
     
  4. Gast

    Gast Gast

    Hast du denn auch ein konkretes, simples Beispiel?
    Welche waren die ideoligschen Argumente, welche die ökonomischen Hintergründe?

    Danke für deine Bemühung :)!
     
  5. Bauernjörg

    Bauernjörg Neues Mitglied

    Haben wir,Erster Schlesischer Krieg!
    In der Pragmatische Sanktion ( die das salische Erbfolgerecht aufhob und auch weibliche Thronfolger zu ließ ) von 1713 wurde zu Lebzeiten von Kaiser Karl VI. von den meisten Staaten anerkannt . Nach dem Tod von Kaiser Karl VI.1740 wurde Maria Theresia zur Thronfolgerin ernannt,was wiederum Friedrich II.von Preußen und Karl Albrecht von Bayern nicht anerkannten!
    Bei Karl Albrecht ging es um die Kaiserkrone und die habsburgischen Länder was ihm auch 1742 als Kaiser Karl VII.gelang.
    Bei Friedrich II. ging es um Schlesien! Er beruft sich auf die Liegnitzer Erbverbrüderung von1537,wonach die schlesischen Fürstentümer Liegnitz,Wohlau und Brieg nach dem Aussterben der schlesischen Piasten an das Kurfürstentum Brandenburg fallen sollten.
    Die Rechtmäßigkeit der Erbverbrüderung wurde 1546 vom damaligen böhmischen König Ferdinand bestritten und aufgehoben.Aber nach dem Aussterben der schlesischen Piasten 1675 erhob schon Friedrich Wilhelm von Brandenburg schon Ansprüche auf die Gebiete. Die der Kaiser Leopold I. immer wieder ablehnte.
    Erst Friedrich II. nutze die Gunst der Stunde und fiel am 16. Dezember 1740 in Schlesien ein.
    Schlesien war zu dem Zeitpunkt - neben Sachsen - einer der reichsten Gebiete im Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.
    Die Erbverbrüderung galt nur als Vorwand, für den Einmarsch gegenüber den anderen Königs-und Fürstenhäuser Europas. In Wirklichkeit ging es um wirtschaftliche Macht, was mit den damaligen Preußischen Provinzen, nicht zu schaffen war.
    Fußnote:die Zeit und die Geschichte gaben ihm Recht,in seinem Handeln!
     
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  6. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Nach Marx ist die Idiologie das „Gebäude, das zur Verschleierung und damit zur Rechtfertigung der eigentlichen Machtverhältnisse dient“.
    Danach ist jeder Krieg, der nicht als Verteidigungskrieg ums nackte Überleben geführt wurde, ein ideologischer Krieg.
     

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