kurze Zusammenfassung, Geschichte Málaga bis Anfang 16. Jh.

Dieses Thema im Forum "Südeuropa | Mittelmeerraum" wurde erstellt von Fernando, 1. März 2009.

Schlagworte:
  1. Fernando

    Fernando Neues Mitglied

    Historia de Málaga

    Die Gegend um Málaga wurde bereits von unseren prähistorischen Vorfahren besiedelt. Dies belegen die dólmenes (Steingräber) in Antequera und die Höhlenmalereien der Cueva de la Pileta im Parque Natural de Grazalema.
    Gründung durch die Phönizier
    Im 7 Jh.v.Chr. ließen sich am Fuße des Berges Gibralfaro die Phönizier nieder. Sie blieben etwa 200 Jahre hier. Der natürliche Hafen bot ideale Bedingungen zum Festmachen ihrer Schiffe. Sie fanden reichhaltige Vorkommen an Kupfer und Silber und gaben der Stadt ihren Namen Malaka.
    Wirtschaftlich widmeten sie sich hauptsächlich dem salazón (Haltbarmachung von Fischen durch Salzen und Deshydratation) und der Produktion von Purpur (ein roter Farbstoff aus der Purpurschnecke gewonnen). Auch prägten sie bereits Münzen.

    Über die Namensherkunft gibt es verschiedene Theorien. Die beiden wichtigsten:
    1. Eine Ableitung aus dem phönizischen Wort für Salz.
    2. Die phönizischen Gründer der Stadt stammten aus der damals mächtigen phönizischen Stadt Tiro. Ihre oberste Gottheit war Melqart mlk-q (König + Stadt). Auf den gefundenen Phöniziermünzen sind auf einer Seite ein Tempel eingeprägt und auf der anderen das Abbild einer Gottheit. Der Name Malaka könnte sich also auch auf diese Gottheit beziehen.
    Griechische Kolonie
    Obwohl keine archäologischen Funde diese Theorie untermauern, wird aufgrund verschiedener Dokumente angenommen daß sich hier für einen Zeitraum von mindestens 70 Jahren die griechische Kolonie Mainake befand.
    Die Karthager
    Im Zuge der Eroberung phönizischer Gebiete durch den Neubabylonischen König Nebukatnezar II fällt Málaga 573 v.Chr. an die Karthager, die versuchten die phönizischen Geschäfte zu erhalten.
    Nach den punischen Kriegen eroberten die Römer um 218 v.Chr. Málaga von den Karthagern.
    Stadt des römischen Bundes
    Die Römer blieben etwa 6 Jh. hier und übergaben der Stadt die Lex Flavia Malacitana (Liste der von Rom verliehenen Privilegien in Bronze), welche erst im 19 Jh. im heutigen Viertel El Ejido gefunden wurde.Sie begannen unter Flavia mit dem Hafenbau und errichten unter Augusto das römische Theater (teatro romano).
    Im Zuge des Zerfalls des römischen Reiches ziehen um 411 germanische Völker über Málagas Küsten. Unter ihnen Vandalen und Silinger.
    Unter westgotischer Herrschaft wurde Málaga zum Bischofssitz. Der erste bekannte Bischof Patricio wurde um 290 geweiht. Um 325 gehörte Málaga zu den wenigen römischen Enklaven in Hispania (den Namen gaben die Phönizier der iberischen Halbinsel und er wurde von den Römern weiter benutzt) wo der christliche Glauben Wurzeln schlug.
    571 wurde die Stadt von den Westgoten unter Leowigildo besetzt.
    711 kamen Berberstämme aus der Gegend des Maghreb über die Meerenge vonGibraltarauf die Halbinsel und eroberten sie (außer Nordspanien) gegen die Westgoten und besiegelten gleichzeitig das Ende dieses ostgermanischen Volkes.
    Unter Führung von Tāriq ibn Ziyād besiegte das vorwiegend aus Berbern bestehende muslimische Heer die von König Roderich geführten Westgoten vernichtend bei der Schlacht am Rio Guadalete (südlich von Arcos de la Frontera, Cádiz). Die Berber waren gegenüber der westgotischen Streitmacht in der Minderzahl (umstrittene arabische Quellen sprechen von 12.000 Muslimen gegen 100.000 Gegner auf westgotischer Seite).
    Sie herrschten 8 Jh. und hinterließen tiefe Spuren in Kultur und Geschichte. Sie gaben ihr den Namen Al Ándalus = Haus des Islam. Bis heute zeugen etwa 4000 Wörter aus dieser Periode, sowie Bauwerke wie die Alcazaba, die Burg Gibralfaro oder Teile der alten Stadtmauer.
    Málaga erlebte unter arabischer Herrschaft ab dem 8 Jh. eine Blütezeit. Die Stadt umgab eine massive Mauer mit 5 großen Toren. Eine Straße verband die Festung mit dem Hafen. Innerhalb des Geländes entstanden eigenständige wiederum ummauerte Stadtviertel. Es gab Händlerviertel und die Juden lebten in unabhängigen Juderías (eigenständige jüdische Viertel).
    Nach der Teilung in taifas (kleine Königreiche unter dem Kalifat von Córdoba) wurde Málaga Hauptstadt des taifa hammudí. Aus dieser Epoche stammen die Festung Alcazaba, die Burg Gibralfaro und der durch Mauern geschützte Verbindungsweg la Coracha. Danach teilte sich das Kalifat von Córdoba in über 40 Reinos de Taifas. Zu dieser Zeit wurde Málaga zur Hauptstadt seines eigenen Königreichs mit Ausnahme der Zeitabschnitte 1026-1058 (erobert durch Granada), 1073-1090 (unter Herrschaft der Almoraviden) und 1145-1153 (unter Herrschaft der Almohaden). Um 1089 zu Zeiten der Almoraviden unter einer gut geführten Regierung Zocos verfügte Málaga über eine breite Mittelschicht, bestehend aus Kunsthandwerk und Handel.
    Um 1150 lebten etwa 15.000 Menschen in der Stadt. In der Alcazaba residierte der Stadthalter umgeben von Sekretären und Juristen. 1348 als die schwarze Pest in Europa wütete nahmen die Alcazaba und die Burg Gibralfaro ihre heutige Gestalt an. Zu dieser Zeit lebte der bekannte jüdische Philosoph Ibn Gabirol.
    1487 Conquista der Reyes Católicos
    Königin Isabella I von Castillen und König Ferdinand II von Aragón eroberten die Stadt nach sechsmonatiger Belagerung mit List und in einer blutigen Schlacht. Die Burg Gibralfaro hielt einige Tage länger der Belagerung stand. Respektvoll verewigten sie die katholischen Könige daraufhin im Stadtwappen (Den Beinamen Rey católico bekam Ferdinand II nach dem Fall Granadas 1496 vom damaligen Pabst Alexander VI zugesprochen, Isabel und Fernando sind seitdem als Reyes católicos bekannt).
    Bis auf 25 Familien die in mudejares (Mauren im christlichen Dienste) convertierten wurden alle übrigen Bewohner versklavt oder hingerichtet.
    Gleich anschließend wurden auf den Mauern der Moscheen Kirchen errichtet, wie die Iglesia Sagrario, San Juan, Santiago und die Stadt wurde vergrößert in Richtung Santuario de la Victoria (dort befand sich das Lager der Truppen während der Belagerung), Capuchinos, La Trinidad und Los Ángeles.
    Málaga wurde im Zuge des Alhambra Edikts, welches die katholischen Könige kurz nach der Übernahme Granadas 1492 erließen zu einem Zentrum der Inquisition.
    Um 1530 beginnt der Bau der Kathedrale, Catedral de la Encarnación.


    P.s. mit Hilfe des spanischen Wikipediaartikels

    Ich verzichte bewusst auf die Bezeichnung Reconquista.

    Die Reconquista Hispanias begann ja bereits 711 nach der Schlacht am Guadalete und dauerte bis zur Kapitulation Granadas unter Boabdil 1492 gegenüber den reyes católicos.

    Die "Mauren" besiegten 711 die Westgoten- Goten waren Germanen. Der Name Hispania stammt von den Phöniziern die die Halbinsel um 1100 v.Chr. besiedelten.

    Von wem eroberten Rey Fernando II de Aragón und Isabel I de Castilla die Halbinsel zurück?

    Der Begriff Reconquista wurde erst von der franz. Forschung eingeführt:

    Zitat Wiki, Reconquista: "er wurde erst in der Neuzeit von der französischen Forschung eingeführt und gelangte dann von dort aus in die spanische Geschichtsschreibung"

    ... und wurde so beibehalten.

    saludos, Fernando
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Zu griechisch/deutsch: Tyros.



    Ich kenne diesbezüglich eigentlich nur die Interpretation als 'Königliche'.

    Die Silingen waren neben den Asdingen ein Teilstamm der Vandalen.

    Die Ursache für die Namensgebung: Die Phönizier konnten das auf der iberischen Halbinsel heimische Karnickel nicht vom levantinischen (Klipp-)Schliefer unterscheiden. Für sie war Spanien also das Land der Schliefer.

    Nein, al-Andalus bedeutet nicht 'Haus des Islam'. Die Begriffe 'Haus des Islam', 'Haus des Friedens' und 'Haus des Krieges', die im muslimischen Sprachgebrauch feste Termini sind lauten Dār al-Islām, Dār as-Salām (vgl. auch Tansania, die Stadt Daressalam) und Dār al-Harb.

    Was al-Andalus bedeutet ist umstritten, doch die mir bisher am wahrscheinlichsten erscheinende These ist die des Orientalisten Heinz Halm, der gut damit argumentieren kann, dass hier ein germanisches Wort von den Arabern aufgegriffen und ihrer Morphologie unterworfen wurde: Halm meint, dass in Analogie zu Alexander > al-Iskander, Alexandria > al-Iskanderiyya, Langobardie (Lombardie), al-Ankurbardiyya auch das al- bei al-Andalus fälschlicherwiese zum arabischen Artikel wurde. Für ihn liegt bei al-Andalus das in den Quellen auch so überlieferte Losverfahren der germanischen Landverteilung zugrunde: *Landalauts. Leider überliefern die Quellen nicht das germanische Wort, weshalb dies nur eine Hypothese bleiben muss.

    Die Jahreszahlen stimmen nicht. Die Almoraviden kamen 1086 überhaupt erstmal auf die iberische Halbinsel, nachdem al-Mu'tamid ihnen Algeciras überlassen hatte. Am 29. Rabīʿ aṯ-ṯānī 448, das ist der 15. Juli 1056 eroberten die Banū Zīrī, die Herrscher von Granada, Málaga. Mit dem Tod von Bādīs Ibn Zīrī wurden seine beiden Enkel Tamīm und ʿAbdallāh Ibn Buluggīn Herrscher über Granada und Málaga und das Kleinkönigreich der Zīrī zerbrach in zwei. ʿAbdallāh, von dem wir ein Buch überliefert haben, behauptet zwar, dass Tamīm sich unrechtmäßig zum Herrscher über Málaga aufgeschwungen habe, aber da er auch berichtet, dass sein Großvater Bādīs ihn zum Statthalter über Málaga eingesetzt hatte und er selbst, als sein Großvater starb (wohl 1073) noch minderjährig war, können wir wohl davon ausgehen, dass seiner Darstellung hier nicht zu trauen ist.

    Erst bei ihrer dritten Überfahrt nach al-Andalus entmachteten die Almoraviden die Kleinkönige. Als erstes die beiden verfeindeten Brüder in Granada und Málaga, dann Almería, Sevilla, Badajoz et al.

    Die Almohaden kamen 1146 auf die iberische Halbinsel, nachdem sie im Jahr zuvor die Hauptstadt der der Almoraviden - Marrakesh erobert hatten. Sie hielten sich - wenn auch mit einigen Problemen in den ersten Jahrzehnten mit muslimischen, pro-almoravidischen oder auch abspalterischen Rebellen - bis ins frühe 13. Jahrhundert. Nach Las Navas de Tolosa 1212 brach ihr Reich peu a peu (poco a poco) zusammen und nur noch das Königreich Granada - jetzt unter den Nasriden - blieb übrig (1238 - 1492).

    Auch hier wieder die Jahres"zahl": Ibn Gabirol lebte im 11. Jahrhundert.
     
    Carolus gefällt das.
  3. Fernando

    Fernando Neues Mitglied

    Danke für die Hinweise, hatte auf Berichtigungen gehofft und werde es nochmals überarbeiten.


    "Unter westgotischer Herrschaft wurde Málaga zum Bischofssitz. Der erste bekannte Bischof Patricio wurde um 290 geweiht. Um 325 gehörte Málaga zu den wenigen römischen Enklaven in Hispania (den Namen gaben die Phönizier der iberischen Halbinsel und er wurde von den Römern weiter benutzt) wo der christliche Glauben Wurzeln schlug."

    Das leuchtet mir auch nicht ganz ein. Wenn die Römer bis Anfang V Jh. da waren. Die Westgoten stellten also einen Bischof im römischen Imperium? Die Römer verwalteten ihre Enklaven föderalistisch und obwohl unter römischer Herrschaft - wurde Málaga von den Westgoten nach eigenem Ermessen verwaltet?
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Nein. Die Westgoten kamen vor 416 überhaupt nicht auf die iberische Halbinsel. Und damals noch aus ihrem Föderatenreich in Südfrankreich in römischen Auftrag. Ab 466 begannen die Westgoten in Spanien zu siedeln, aber erst ab 507, ihrer Niederlage in Vouillé verlagerten sie ihr Zentrum von Toulouse nach Toledo.
     
  5. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Es ist wohl so zu erklären, dass ein Bischof noch keinen Bischofssitz macht Womöglich ist der gute Patricio eine halbsagenhafte Gestalt, denn 290 regierte Diokletian und der ließ die Christen verfolgen. Damals saßen die Goten "noch auf den Bäumen". Die Westgoten kamen erst kurz vor 500 nach Spanien und da waren sie Arianer, keine Katholiken. Malaga besetzten sie 571, erst 587 trat König Rekkared zum katholischen Glauben über. In diese Zeit bzw. kurz danach fällt wohl die Einrichtung eines ständigen Bischofssitzes.
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Laut Patricio (obispo de Málaga) - Wikipedia, la enciclopedia libre ist zwischen Patricio (+ 307) in Gallien und 569 kein Bischof in Málaga nachgewiesen. Damit ist man dann schon mitten in westgotischer Zeit und kurz vor dem Aufkommen des Konfessionskriegs zwischen Leovigild (Arrianer) und seinem Sohn Hermenegild (Katholik).
     
  7. Fernando

    Fernando Neues Mitglied

    Zitat deutsche Wikipedia über die Geschichte von Málaga:

    Málaga wurde ca. im 8. Jahrhundert vor Christus von den seefahrenden Phöniziern gegründet, die die Stadt „Malaka“, nach „malak“ = salzen der Fische, nannten. Es war lange Zeit unter der Herrschaft Karthagos, aber letztlich waren es die Römer, die aus Málaga eine Stadt machten. 571 wurde die Stadt von dem westgotischen König Leovigildo besetzt.

    Noch mal kurz zur Namensherkunft:



    Diese wiederum ist mir völlig neu. Neben der fragwürdigen Ableitung aus dem phönizischen Wort für Salz kenne ich noch Leute die "Málaga" als phönizischen Name für "Fabrik" übersetzen aufgrund angeblicher Kupferfabriken die sie hier hatten und der bereits erwähnten salazón- Herstellung.

    Worauf beruft sich diese Interpretation als "Königliche"?

    Zitat aus der spanischen Wikipedia:

    Bajo el dominio visigodo, Málaga se convirtió en sede episcopal. El primer obispo conocido fue Patricio, consagrado sobre 290, y presente en el Concilio de Elvira.

    Unter westgotischer Herrschaft wurde Málaga Bischofssitz. Der erste bekannte Bischof war Patricio, um 290 geweiht...

    Also ist diese Behauptung ja haltlos. Balticbirdy sagte, zu dieser Zeit sassen die Goten noch auf den Bäumen.
     
  8. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Also Salz ist auf Arabisch milḥ. König ist malik.

    Wie sich das Arabische zum Punischen verhält, weiß ich leider nicht, aber zum Hebräischen lässt sich z.B. sagen das Arabisch malik mit Hebräisch meleḥ korrespondiert. Melkart (gräkisiert als Melikertes) als melk-qart deutet eher darauf hin, dass im Punischen die Radikale auch m-l-k und nicht wie im Hebräischen m-l-ḥ waren. Malika ist im Arabischen die Königin oder als Adjektiv die 'Königliche'. Im Punischen wäre in Analogie dazu eine ähnliche Wortbildung zu erwarten.


    Auf den Bäumen vielleicht nicht. Aber nordöstlich der Donau.
     
  9. Mfelix

    Mfelix Mitglied

    Eine andere Erklärung für Malaga<Malaka ist das punische bzw. semitische Wort M-l-h >Salz da an der Küste der Fisch gepökelt wurde sollen die Punier es Salz genannt haben.
     
  10. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ja, das steht bei Wikipedia, ist aber auszuschließen.

    Neben dem Namen, der uns von den Römern als Malaca [k] überliefert ist, sind die punischen Münzen eindeutig, welche die Aufschrift מלכא m-l-k-' tragen. Also die Radikale מ-ל-כ. Salz wäre dagegen מלח m-l-ḥ. Und ḥ ist nun mal nicht k. Also sowhl von der überlieferten lateinischen Namensform als auch von den punischen Münzen her kann man die Salzhypothese definitiv ausschließen.
     
    Carolus gefällt das.
  11. Mfelix

    Mfelix Mitglied

    Die Salzhypothese ist wohl ausszuschließen aber auch zweifel ich eine Herleitung "Malagas" von Melkart ab.M-l-k kann ja auch König oder Engel bedeuten.
    Ich vermute der Name kommt noch aus der Zeit vor der punisch ,römisch griechischen Kolonisation da Malaga wohl zu den ältesten Städten gehört in Spanien und die Iberer wohl auch einen Namen für die Stadt hatten.
     
  12. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Wenn es denn überhaupt eine iberische Stadt dort gab. Die ältesten archäologischen Nachweise sind punisch. Man liest zwar allerorten, dass die Punier ihre Stadt auf einer iberischen Siedlung aufgesetzt hätten, aber dafür gibt es keine arechäologischen Nachweise. Und die schriftliche Erwähnung Málagas setzt - abseits punischer Münzen - erst mit den römischen Autoren ein (Alexandrinischer Krieg, Strabon). Ab dem 8. Jhdt. gibt es Spuren in Málaga. Da die punischen Städte normalerweise auch punische Namen haben, ist schon wahrscheinlich, dass M-L-K-' also punisch ist, sehr wahrscheinlich, zumal der Name, wie er defektiv (weil unvokalisiert) auf den Münzen und plene (also vokalisiert) in römischen Quellen nachgewiesen ist, sich problemlos aus dem Punischen erklären lässt.
     
  13. Mfelix

    Mfelix Mitglied

    Pene soll ja auch von den Kelten übernommen worden sein woraus dann Penny oder im deutschen Raum Pfennnig wurde.
     
  14. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Ein keltisches Wort pene würde mich wundern. Wo soll das nachgewiesen sein?
     
  15. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Erst geht dir ein -L- - ich schrieb plene, nicht *pene - und dann mit dir die Phantasie durch.

    Scriptio plena und scriptio defectiva sind Formen der hebräischen und phönizischen Orthographie, also in Zeiten, wo Orthographie im Sinne eines gesicherten richtig oder falsch noch nicht existierten, geprägt von der Unsicherheit des Schreibers, ob der nun ein Vokalzeichen setzen sollte oder aber eben nicht.
     
    Carolus gefällt das.

Diese Seite empfehlen