LEG XIX - von Haltern nach Kalkriese!

Beitrag hier im Forum aus dem Jahr 2023:

"Wenn man davon ausgeht, dass die 3 Legionen eine Kolonne von 10-15 km Lange bildeten und des Geländes wegen nicht mehr als 2-3 Legionäre nebeneinander marschieren konnten. dann waren sie für die Angriffe von den Seiten sehr verwundbar, weil sie keine Zeit und keinen Platz gehabt haben, sich zu formieren, geschweige denn Hilfe von kilometerweit entfernten Einheiten zu erhalten. Die Kampfkraft, die 3 Legionen im offenen Gelände normalerweise entwickeln, war deswegen reduziert - um wie vie Prozent, vermag ich nicht zu sagen."

Wie sagt man:
"Gute Gedanken bleiben!"
 
Von wo aus operierte die 17. + 18. Legion?
Wie fügte es sich zum "Heerzug des Varus"?
So weit ich weiß, gibt es keine Informationen darüber, dass die 17. und 18. Legion im unmittelbaren Vorfeld der Schlacht oder während der Schlacht irgendwo anders operierte als die 19. Legion.
Wie sagt man:
"Gute Gedanken bleiben!"
Die Gedanken in Deinem Zitat sind ja nicht falsch. Natürlich waren die römischen Legionen bei einem Marsch durch Germanien mit schlechter Infrastruktur und oft unübersichtlichem und außerhalb der Wege oft schlecht begehbarem Gelände immer gefährdet. Wobei es natürlich Spekulation bleiben muss, ob tatsächlich nur 2-3 Legionäre nebeneinander gehen konnten und wie lang die Kolonne tatsächlich war.

Die Frage ist, was Varus anders hätte machen können? Er sicher aufmerksamer sein können und mehr mit einem Angriff rechnen können und mehr in Kriegsformation denn in Friedensformation marschieren können, so es denn zutrifft, dass er tatsächlich letzteres tat (wissen wir ja auch nur aus den Quellen, die Du ja größtenteils verwirfst, es sei denn, irgendetwas passt Dir gerade). Aber wäre der Unterschied dann wirklich so groß gewesen? Am Gelände hätte es nichts geändert. Der Zug wäre trotzdem sehr lang geworden und das Ergebnis hätte gut das Gleiche sein können, eventuell mit höheren Verlusten für die Germanen.
 
"Gute Gedanken bleiben!"

Nichts daran ist neu, oder groß umstritten. Die Römer wurden in einer für sie ungünstigen Situation in eine Konfrontation gezogen, mit der sie nicht gerrechnet haben. Aber daraus folgt immer noch nicht, das das ganze an einem Tag vorbei war. Das erklärt die römische Niederlage, bzw dass die sich zur Katastrophe ausgeweitet hat, mehr aber auch nicht. Sowohl Quellen als auch Logik machen es viel wahrscheinlicher, dass die Germanen die Situation, in die sie die Römer manövriert hatten, dazu nutzten, diese erst zu schwächen, bevor sie sie frontal attackierten, schon um die eigenen Verluste zu minimiere. Sie hatten die Möglichkeit, die Römer mittagelangen Angriffen zu dezimieren, bevor sie ernst machten; warum sollten die darauf verzichtet haben?

P.S.: Man kann die Zizierfunktion auch nutzen, um Beiträge aus anderen Threads zu verlinken. Hier der zitierte Beitrag von User Dion:
 
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