Mitten in Europa

Dieses Thema im Forum "Österreich | Schweiz" wurde erstellt von ursi, 15. Dezember 2014.

  1. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Die Schweiz ist heute keine Insel in Europa und war es auch in der Vergangenheit nie. In politischer, wirtschaftlicher, militärischer und kultureller Beziehung war sie immer mit dem europäischen Umland verflochten – auch wenn es gleichzeitig die Tendenz der Abgrenzung gab. André Holenstein geht in seiner transnationalen Geschichte der Schweiz zurück zu den Wurzeln der Eidgenossenschaft. Er analysiert ihre Beziehungen nach aussen, vom 15. Jahrhundert bis in die Zeit des Bundesstaates. Zwei Konstanten bestimmen das Spannungsverhältnis, das die Geschichte der Schweiz bis heute prägt: Verflechtung und Abgrenzung gegenüber Europa und der Welt. Sie erklären, wie sich die Eidgenossenschaft im 15. Jahrhundert ihrer Identität und Eigenständigkeit bewusst wurde und weshalb es die Schweiz zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch gibt.

    André Holenstein • Mitten in Europa. Verflechtung und Abgrenzung in der Schweizer Geschichte. • Hier + Jetzt Verlag • 2014 • 288 Seiten
     

    Anhänge:

  2. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Danke für den Tip,Ursi
    Wäre eigentlich mal interessant und einen thread wert, zu diskutieren,wieso diese
    Eidgenossenschaft es schaffte, ihre Eigenständigkeit durch die Jahrhunderte zu bewahren, obwohl sie ja mit Habsburgern,Savoyern,Wittelsbachern,Burgundern und Franzosen recht expansive und agressive Nachbarn hatten
    Andere Konstrukte mit ähnlicher Struktur , ich denke hier an den rheinischen Städtebund oder die Elsässer Dekapolis , waren ja weniger erfolgreich.
     
  3. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    da könnte es geografische/topografische Gründe geben ;) ...so ein Schweizer Alpenreduit ist schwer zugänglich :) -- in diesem Kontext wäre eine Abschweifung zum spezifischen Schweizer Festungsbau ebenfalls interessant (@Ursi: erwähnt das Buch dergleichen?)
     
  4. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Ich hab jetzt das Buch noch nicht ganz gelesen :) Ein Kapitel zum Festungsbau gibt es aber nicht. Ob das Reduit Thema ist, kann ich noch nicht sagen (soviel ich bisher gelesen habe eher nicht).


    Hier mal ein Interview mit dem Autor:

    Schweiz: "Was passiert, ist unschweizerisch" | ZEIT ONLINE


    Und noch ein Artikel aus der NZZ:

    Eine transationale Deutung der Schweizer Geschichte: Verflechtung und Abgrenzung - Bücher Nachrichten - NZZ.ch
     
  5. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Na ja,so schwer zugänglich ist die Schweiz ja nun grade nicht.
    Das Rheintal war eher Durchgangsstrasse und auch die Gegend zwischen Bodensee und Lac Leman, also die Nord- und Westschweiz hat wenig von einer natürlichen "Alpenfestung"
    Die Sschweiz lag ebenso wie die Dekapolis außerdem an der Grenzlinie zwischen Heiligem Römischen Reich und Frankreich, sowie agressiver Mittelmächte wie Burgund und Savoyen , so daß eigentlich zu erwarten gewesen wäre,daß eine der beiden Großmächte sich das Gebiet irgendwann einverleibt hätte.
     
  6. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Du kennst die Geschichte der Burgunderkriege ja sicher?
     

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