Museumsberaubungen

Es wurden weitere Verdächtige des Louvre-Einbruchs festgenommen:



Von der Beute fehlt bisher jede Spur.


Übrigens gibt es auch noch nichts neues von dem Einbruch Anfang des Jahres im Drents Museum in den Niederlanden:

Es gibt zum Museumseinbruch auch eine eigene Wki-Seite (englisch und niederländisch): 2025 Drents Museum heist - Wikipedia

Es sind einige an dem Einbruch Beteiligte schon kurz danach festgenommen worden. Aber zu dem Ergebnis der Verhöre ist bisher nichts in der Presse veröffentlicht worden.
 
Natürlich: Dresden, Berlin, Manching, Paris - diese Museumsdiebstähle sind alle nicht im unmittelbar kriegerischen Kontext geschehen. Aber die meisten Museumsberaubungen finden in Kriegszeiten und unter Ausnutzung gewisser Machtvakua (die Rechtschreibkorrektur will Vakua oder Vacua nicht akzeptieren, aber ich bestehe darauf,) statt. Oft zur Finanzierung von Kriegen und Terrorismus.
 
Am 18.11.2025 raubten zwei Unbekannte in einem Museum im schweizerischen Lausanne Goldmünzen aus der Römerzeit. Es handelt sich um ein Museum, welches auf regionale archäologische Funde aus der Römerzeit spezialisiert ist. Die beiden Täter kauften gegen 16.45 Uhr ihre Eintrittskarten. Bei Schließung des Museums gegen 18.00 Uhr überwältigten sie den 64 Jahre alten Wachmann und raubten danach mehrere Dutzend Goldmünzen aus den Vitrinen. Der Wachmann war zu dieser Zeit der einzige noch anwesende Mitarbeiter des Museums.

Goldmünzen aus Römischem Museum in Lausanne gestohlen | Nau.ch
 
Zwar keine neue archäologische Entdeckung, eher das Gegenteil, aber ich stelle es trotzdem mal hier ein:


Der Goldhelm sowie zwei Armreife sind zurück, ein Armreif fehlt noch: In Niederlande gestohlener Goldhelm nach einem Jahr wieder zurück
 
wieder ein Museumsraub in Châtillon-sur-Seine (Burgund/Frankreich):

gestohlen wurde ein keltischer Halsreif (Torque) von ca. 500 v. Chr. aus Gold mit einem Gewicht von 480 g. Der Raub fand am hellichten Tag statt.

 
Und es ist aus dem Grab der Dame de Vix, einem bedeutenden und ikonischen Fund von nationaler Bedeutung.

Aber, ich hätte wie beim Diebstahl der Saliera von Benvenuto Cellini im Kunsthistorischen Museum in Wien, wie bei dem Raub des Keltenschatzes in Manching mehr Sorgfalt der Verantwortlichen erwartet.

Aber was sind schon 480 g Gold? Ich habe einmal 4 x 12,5 kg Gold (oder waren es mehr, gestapelt wie Brennholz?) in einer Bank bewegt, auf einem Palettenlifter, und mir wäre schon ein Stirnrunzeln oder Anpfiff des Filialleiters unangenehm gewesen. Es gibt Menschen, die jenseits der Vorstellungen von Gut und Böse leben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und auch in Wien, wenngleich die Beute eher keine oder nur geringe historische Relevanz haben dürfte:
 
Es passt vielleicht am besten hierher:
die BL-Server antworten andauernd nicht […] da klickst du zwanzigmal und kommst vielleicht einmal durch
Das schrieb ich 2023. Mir war nicht klar, dass die British Library seinerzeit gerade Opfer eines Cyberangriffs geworden war. Die Server wurden von den Angreifern lahmgelegt, man forderte ein Lösegeld von 20 Bitcoin zur Wiederherstellung des Zugangs (damals etwa £600.000). Als sich die britische Regierung weigerte, das Geld zu zahlen, wurden 600 Gigabyte an Daten von Mitarbeitern, Abonnenten und Geschäftspartnern im Darknet online gestellt, außerdem vernichteten die Hacker Digitalisate aus sieben Jahren Arbeit. Die Folgen dauern bis heute an, nur 40% des damaligen Bestands sind wieder online. Die Kosten der Bereinigung des Vorfalls haben sich auf annnähernd £7 Mio. summiert.
 
Manchmal kann ein Raub oder Diebstahl für ein Kunstwerk sehr vorteilhaft sein.
Wohl bereits die "Mona Lisa" (Pariser Louvre), aber besonders die "Saliera" (Kunsthistorisches Museum, Wien) waren unbekannt, ehe sie gestohlen bzw. geraubt wurden. Seither allerdings genießen sie Kultstatus, die "Saliera" wurde Teil des Museums-"Logo" etc.
 
Es passt vielleicht am besten hierher:

Das schrieb ich 2023. Mir war nicht klar, dass die British Library seinerzeit gerade Opfer eines Cyberangriffs geworden war. Die Server wurden von den Angreifern lahmgelegt, man forderte ein Lösegeld von 20 Bitcoin zur Wiederherstellung des Zugangs (damals etwa £600.000). Als sich die britische Regierung weigerte, das Geld zu zahlen, wurden 600 Gigabyte an Daten von Mitarbeitern, Abonnenten und Geschäftspartnern im Darknet online gestellt, außerdem vernichteten die Hacker Digitalisate aus sieben Jahren Arbeit. Die Folgen dauern bis heute an, nur 40% des damaligen Bestands sind wieder online. Die Kosten der Bereinigung des Vorfalls haben sich auf annnähernd £7 Mio. summiert.
Danke für den Beitrag - hier wird einmal deutlich, dass die Cyberkriminalität nicht unterschätzt werden sollte.
 
Wohl bereits die "Mona Lisa" (Pariser Louvre), aber besonders die "Saliera" (Kunsthistorisches Museum, Wien) waren unbekannt, ehe sie gestohlen bzw. geraubt wurden.
Nein. Die Saliera kannte ich schon als Kind aus den Kunstbildbänden incl. MERIAN-Heften meiner Eltern, und ich war im Dezember 1996 und zuvor im August 1976 entsetzt, wie wenig sie in der Glasvitrine im Kunsthistorischen Museum in Wien geschützt war. Das war vor dem Raub.
Ich führte es darauf zurück, dass die Museen damals selber wie eine Zeitkapsel der Museumskultur der k.u.k. Monarchie wirkten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei mir war es ganz anders. Ich hatte zuvor nie etwas von der "Saliera" gehört. Doch seit ihrem Raub und ihrer Rückgewinnung ziert sie jede Eintrittskarte, jeden Museumskatalog, und ihre Ausstellung im Museum wird nun entsprechend zelebriert.
 
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