Neandertaler

Ich weiß nicht, am Ende ist der Neandertaler als eigenständige Menschenart ausgestorben, wir nicht, auch wenn wir ein wenig von seinen Genen mit uns tragen. Dass der Neandertaler also das erfolgreichere Modell war, ist wohl nicht so gegeben. Abgesehen davon beobachte ich, dass Attraktivität - die (sprichwörtlich als Schönheit) im Auge des Betrachters liegt - kein Kriterium ist, ob man sexuelle Kontakte bekommt. Es gibt doch immer wieder Menschen, von denen man denkt, dass die niemals einen Partner abbekommen - und dennoch haben sie Partner. Am Ende wollen alle ein wenig Liebe und Geborgenheit und so finden sich eben Partnerschaften. Auf jeden Topf passt ein Deckel, weiß der Volksmund. (Mir ist schon klar, dass Sprichwörter nichts belegen, außer vielleicht Überzeugungen, aber sie kommen ja nicht aus dem Nichts.)
 
Für mich hat die These einen Schwachpunkt. Kinder werden üblicherweise von den Müttern aufgezogen. Die HS-Frau hat durch eine Vergewaltigung ein Mischkind zwischen HS und HN. Wenn nun ein Neandertaler für Homo Saphien-Frauen nicht sexuell attraktiv gewesen wäre, was ist dann mit dem Kind? Dies müsste doch wahrscheinlich für die HS-Sippe als Sexualpartner auch weniger attraktiv gewesen sein. Demnach sollte doch für dieses Kind die Gefahr bestanden haben, dass man es als Vererber aussortiert hätte.
Die Frage ist, wie viel bei der Paarung überhaupt nach „sexueller Attraktivität“ gefragt wurde, bzw. wie viel die Homo-sapiens-Frauen da überhaupt mitzureden hatten.
 
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