Neue archäologische Entdeckungen

Interessant:
Pirtea übersetzt den Titel (ich kann ihn auf Arabisch leider nicht kopieren und ihn abzuschreiben wäre mir zu mühsam)
The history of years and times, called in Greek "Chronikon". It begins from the creation of the world, with the help of Christ, God who is above all.
Das Arabische gibt خرونيقون - Ḫrūnīqūn / [χru:ni:qu:n]

Pirtea:

With regard to the time of composition, the anonymous author fortunately provides an exact date. When mentioning that Seleukos I Nikator introduced the »era of the Greeks«, the chronicler adds that, according to this era, the present day (al-yawm) is the year 1024, which corresponds to October 712 – September 713 CE.21 Although the chronicle ends abruptly on fol. 155v with the year 692-693 CE, it is preferable to refer to the work by the (latter part of the) year in which it was composed, i.e. twenty years after the last events described.​
Several features of the Arabic text indicate that it is the translation of a lost Syriac model.​
Chron713 is a chronicle covering the history of the world from Adam until 692-693 CE, when the truce (hudna) between the Umayyad caliph ʿAbd al-Malik (r. 685-705 CE) and the Byzantine emperor Justinian II (r. 685-695, 705-711 CE) was broken. Entries for each year are usually short and simply list the main political and religious events. Longer narrations or anecdotes related to specific events are exceptionally rare. Following a short preface (fols. 85v-86r), the chronicle rushes through biblical and ancient history (fols. 86r-99r), with occasional references to Greek mythology (e.g. fol. 91r). After summarizing Alexander the Great’s conquests (fol. 99r-v), the chronicler lists the Seleucid, Ptolemaic, Hasmonean and Roman rulers (fols. 99v-108v). With the brief mention of Christ’s Passion in the nineteenth year of emperor Tiberius (fol. 108v) the chronicle shifts its focus towards the history of the Church, while also following the political and military history of the Roman and Persian empires (fols. 108v-145r). The final part of the chronicle deals with the Byzantine-Persian war of 602-628 (fols. 145r-147v), Muḥammad’s preaching and the appearance of Islam, the Arab conquests and the ensuing Byzantine-Arab wars (fols. 148r-155v). Church history remains a concern for the seventh century, [...]​
One of the most striking characteristics of Chron713, especially its last part, is the fact that it exhibits substantial parallels to a group of Greek, Syriac and Arabic chronicles that have long been known to depend on a common (now lost) »eastern« (i.e. Greek or Syriac) source.​
These are (1) the Chronography of Theophanes Confessor (d. 818), (2) the Kitāb al-ʿunwān of Agapius of Mabbug (tenth century), (3) the Chronicle of Michael the Syrian (d. 1199) and (4) the anonymous Syriac Chronicle to the year 1234 (= Chron1234). Several scholars have identified this »eastern source« with the equally lost Chronicle of Theophilus of Edessa (d. 785 CE), but this view has been repeatedly challenged in recent years. While the precise nature of the links between Chron713, Theophilus and the »eastern source« remains to be determined by future research, there is an undeniable and systematic intertextual connection between Theophanes, Agapius, Michael, Chron1234 and the new chronicle. This is especially evident for the seventh century, as exemplified by the following case study.​
Die Fallstudie zitiere ich jetzt aber nicht.
 
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Das hört sich alles ein wenig dubios an:


Es ist zumindest kein Überrest eines der Elefanten, mit denen Hannibal die Alpen überquerte (die würde man dann entweder in den Alpen oder in Italien finden).
 
In Regensburg wurde bei einer Ausgrabung auf eher kleinen Fläche Spuren eines Mithräums entdeckt. Es ist das neunte Mithräum in Bayern, das ergraben wurde. Die Archäologen vermuten, dass es sich um das bisher älteste in Bayern gefundene Mithräum handelt. Die gefundenen Münzen haben eine Zeitstellung von 80 uZ bis 171 uZ. Von diesem Münzspektrum abgeleitet wird laut Artikel von den Ausgräbern die Errichtung des Mithräums datiert.

Laut WIKI wurden die frühest bekannten Mithräen in der der Mitte des 2. Jahrhunderts uZ erbaut. Castra Regina war seit 179 uZ Legionsstandort. Zuvor gab es in Kumpfmühl schon seit etwa 80 uZ ein Limeskastell mit einer teilberittenen Auxiliarkohorte und eine Zivilsiedlung. Beide wurden während der Markomannenkriege von Germanen zerstört.

Archäologen finden bislang ältestes Mithras-Heiligtum Bayerns

Castra Regina – Wikipedia

Kastell Kumpfmühl – Wikipedia

Mithraismus – Wikipedia
 
Das hört sich alles ein wenig dubios an:


Es ist zumindest kein Überrest eines der Elefanten, mit denen Hannibal die Alpen überquerte (die würde man dann entweder in den Alpen oder in Italien finden).
Fundortangabe im Artikel: " im Süden Spaniens". Na vielen Dank auch für die "präzise" Information. Je nach Interpretation beginnt der Süden Spaniens ins Madrid (an der Puerta del Sol gibt es einen Mittelpunkt Spaniens, andere meinen, der sei eigentlich in Getafe, einer Stadt der Region Madrid, etwas südlich der Hauptstadt).

Der Elefantenknochen wurde auf dem Colina de los Quemados (Hügel der Verbrannten) gefunden, es handelte sich um eine Notgrabung, da das Provinzkrankenhaus von Córdoba erweitert werden sollte. Der Colina de los Quemados ist das alte iberische Oppidum Corduba, das südwestlich der römischen Neugründung Corduba liegt, also außerhalb der Altstadt.

Córdoba.jpg


rotes "Geviert": römische Kolonie Corduba
orange: Erweiterung Cordubas nach der Zerstörung und dem Wiederaufbau durch Caesar.
grün: emirale und kalifale Erweiterungen
blau: Colina de los Quemados/Parque Cruz Conde
roter Kreis: Gelände des Provinzkrankenhauses, dort irgendwo muss der Knochen gefunden worden sein.
 
Hier noch mal das römische Córdoba, etwas detaillierter:

colonia patrica.jpg


Wie gehabt: rot, die eigentliche römische Gründung, das hellorange Dreieeck die Erweiterung unter Caesar. Die Erweiterung im Osten: Kaiserkulttempel mit Pferderennbahn. Extramuros im Westen: Das Amphitheater. Nicht unbedingt maßstabsgetreu. Das Theater lag wahrscheinlich intramuros (man hat so etwas wie Sitzreihen etwa dort, wo sich heute das archäologische Museum von Córdoba befindet, gefunden).
Vom Hauptbahnhof geschnitten: Der Palacio de Cercadilla. Vermutlich ein Palast des Tetrarchen Maximianus Herculeus, wird aber auch angesprochen als Palast des ersten Bischofs von Córdoba (Osius), was aber von den meisten Gelehrten zurückgewiesen wird.

Die Diözese von Córdoba sieht die historischen Wurzeln in dem Kirchenkomplex, der unterhalb der Mezquita Catedral nachweisbar ist. Die Kirche San Vicente Martir (Vinzenz von Zaragoza) samt zugehöriger Gebäudekomplexe wurde den Christen von ʿAbd ar-Raḥmān I. 784 abgekauft und abgerissen. Darüber hinaus kann man über sie nur sagen, was archäologisch bekannt ist, sie verfügte über Mosaike und scheint in einen größeren Baukomplex (Kloster, möglicherweise Bischofspalast) eingebettet gewesen zu sein. Das meiste sind aber eher begründete Vermutungen als sichere Tatsachen.
 

In einem seiner Werke beschreibt Galen unter anderem den therapeutischen Nutzen der Fäkalien eines Kindes, dessen Ernährung aus Hülsenfrüchten, Brot und Wein bestand. Die Forscher weisen darauf hin, dass Fäkalien in der römischen Medizin keine ungewöhnliche Substanz darstellten, sondern unter anderem bei Entzündungen, Infektionen und Störungen der Fortpflanzung Anwendung fanden. Auch Galen erwähnte den Zusatz wohlriechender Stoffe, um die Einnahme dieser Mittel für die Patienten erträglicher zu gestalten.​

(Dir wäre es interessant zu wissen, ob diese doch ungewöhnliche und eklige Medizin auch einen therapeutischen Wert hat für die genannten Krankheiten)
 
@flavius-sterius hatteuns ja schon vor 3 Tagen angefüttert und uns den Wecker gestellt:
Ist denn heute schon Weihnachten? Nein, aber am 09.02.2026 um 10.00 Uhr.

Wie im antiken Pompeji: Archäologischer Sensations-Fund mitten in Köln

Römerzeit und diesen Fund gab es bisher nur in Pompeji? Vielleicht ein Hochzeitswagen?

Merci vielmals nach Aachen!
Hier jetzt der aktualisierte Link:


Die Seiten des Landschaftsverbandes Rheinland und die Pressemitteilungen der Stadt Köln sind leider noch nicht aktualisiert. Wäre auch mal ein Thema: "Warum sind im Digitalen Zeitalter und im 21. Jahrhundert in Deutschland Buschtrommeln immer noch schneller als das Behördliche Internet?"
 
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