Nibelungensage/Nibelungenlied

Dieses Thema im Forum "Völkerwanderung und Germanen" wurde erstellt von geschichtsmango, 13. Februar 2010.

  1. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    ...die zu lesen mich ein wenig Zeit gekostet haben... :weinen: :pfeif:

    aber retour zum eigentlichen Thema: das NL ist eine sehr prominente Verarbeitung des Nibelungenstoffs. Was an diesem wie auchdem Dietrichstoff so faszinierend im 12./13. Jh. war, ist sicher nicht leicht nachzuvollziehen; Tatsache ist, dass beide Stoffe so beliebt war, dass sie auch in den Norden kam (bei Snorri irgendwo heisst es, dass "Männer aus dem Süden" diese Geschichten mitgebracht hätten). Freilich sind beide Stoffe sehr alt, man geht sowohl von merowingisch-fränkischen wie auch gotischen Sagen als Vorläufern aus.

    Siegfried als Drachtöter erscheint ja auf einem wikingischen Bildstein. Brünhild erscheint als Walküre im Norden. Beides dürfte älter als das NL selber sein. Aber warum waren beide Stoffe - der Drachtöter und sein Ende sowie das Gemetzel am Hunnenhof - so faszinierend? Der erste Bereich enthält ja eindeutig Reste/Reflexe heidnischer Angelegenheiten: die übermenschliche Kraft der Königin vom Isenstein, welche spöttischerweise einen König an einen Nagel hängt... (saperlot: für höfische Verhältnisse ist das starker Tobak) - - der zweite Bereich aber auch: die weissagenden Merewib mit ihren Gewändern, ohne die sie machtlos sind (vgl. die Schwanenfrauen der Edda)

    Theoderich erschien in manchen Schriften des frühen Mittelalters als Ketzer: den bösen Arianer holte quasi der Teufel - - dennoch wurde er später zu einem weitgereisten Helden, der zeitweilig im Exil lebte... Sonderbare Kapriolen der Überlieferungen sind das!
     
  2. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    @ dekumatland: Nicht Germanicus, aber fast... ;) :winke:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Großbritannien_in_römischer_Zeit#Sp.C3.A4tantike

    Germanus von Auxerre ? Wikipedia
     
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  3. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Davon kann man ausgehen. Die Lieder-Edda wurde zwar erst im 13. Jhdt. niedergeschrieben, aber ihre Lieder gehen wohl auf wesentlich ältere Zeiten zurück. Auch Snorri Sturluson verarbeitete im frühen 13. Jhdt. in seiner Snorra-Edda Teile des Nibelungenstoffes.
     
  4. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    Danke!
    (ich zweifelte schon an meinem Gedächtnis... also gab es einen Heiligen, vor dem Job der Heiligkeit Militär war :D)
     
  5. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Im neuen Damals ist das Titelthema: Die Nibelungen:

    Titelthema - DAMALS - Geschichte online

    Aus dem Inhalt:

    Vom historischen Geschehen zum Nibelungenlied
    Von „alten maeren“

    Hauptpersonen und Handlung des Nibelungenlieds
    Roman einer großen Liebe

    Die Entstehung des Nibelungenlieds
    Alle Spuren führen nach Passau

    Die Rezeption des Nibelungenlieds
    Ganz einzig und unerreicht

    Der Schatz der Nibelungen
    Der soll Dir immer verborgen sein
     

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