Objekt im Stein

Dieses Thema im Forum "Kunstgeschichte" wurde erstellt von adapto, 10. Dezember 2012.

  1. adapto

    adapto Neues Mitglied

    Hallo *,

    kennt vielleicht jemand das Zitat, das ein Objekt schon im rohen Stein/Marmor enthalten ist und man es nur noch herausschlagen/befreien muss? Ich habe es irgendwo gelesen, komme aber nicht mehr auf die Quelle bzw. auf den Autor. Vielleicht gibt es ja auch dazu eine eigene Theorie die ich noch nicht kenne?

    Danke...
     
  2. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Das wird gerne auf Michelangelo zurückgeführt, wobei ich allerdings nicht die Primärquelle kenne, es also nicht verifizieren kann.
    Allerdings war er wohl nicht der Erste, der sich so äußerte, ich glaube, dass mir so eine Äußerung auch schon mal in einer antiken Quelle untergekommen ist, kann mich aber im Moment leider nicht mehr erinnern, wo.
     
  3. adapto

    adapto Neues Mitglied

    Danke, dann war meine Vermutung doch richtig. Ich war mir nicht mehr sicher ob ich es bei einer Fuehrung durch die Galleria dell'Accademia gehoert hatte. Ich hab lange gegoogelt und konnte leider keine Quelle finden. Weder direkt zu Michelangelo noch zu anderen Quellen. Falls du noch auf eine Quelle stoesst waere ich dir wirklich sehr dankbar.
     
  4. Wilfried

    Wilfried Aktives Mitglied

    Nun, angeblich hat das auch Phidias gesagt ...

    Und vor Ihm und nach ihm noch andere unabhängig:

    "Schlag alles weg, was nicht nach der Figur aussieht"
     
  5. adapto

    adapto Neues Mitglied

    Danke.

    P.s.: Das Michelangelo Zitat ist in den "Sämtliche Gedichte"-Band zu finden.
     
  6. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Eine derartige Stelle gibt es in Ciceros Schrift "De divinatione" ("Von der Weissagung"), 2. Buch, 21. Kapitel. Dort schreibt er, dass in jedem Marmor schon Köpfe wie von Praxiteles (ein berühmter Bildhauer) stecken, die durch Wegmeißeln freigelegt werden, sodass man nichts weiter tun müsse als alles zu entfernen, bis der Kopf freigelegt sei. (Das meint Cicero allerdings nicht ganz im Ernst, sondern zieht damit seinen Gesprächspartner, seinen Bruder, auf.)
     

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