muck
Aktives Mitglied
Der Vorsatz, nicht das Ergebnis bestimmt, ob eine Tat als Genozid einzustufen ist.
Ein Massenmord mit "nur" wenigen tausend Opfern einer millionenstarken Ethnie kann einen Völkermord darstellen, umgekehrt die kriegsbedingte Entvölkerung eines Landstrichs mit hunderttausenden Toten jedoch nicht.
Ein Massenmord mit "nur" wenigen tausend Opfern einer millionenstarken Ethnie kann einen Völkermord darstellen, umgekehrt die kriegsbedingte Entvölkerung eines Landstrichs mit hunderttausenden Toten jedoch nicht.
Eben. Im Gegenteil würde ich sagen, dass man erst gerade so richtig beginnt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.Nein, der belgische Völkermord im Kongo (oder eher: Die Verbrechen der belgischen Kolonialherren im Kongo)
ist keineswegs vergessen
Interessanter Gedanke. Darauf aufbauend: Wie lassen sich die Narrative von Tacitus und Cassius Dio in der innerrömischen politischen Auseinandersetzung einordnen? Hat hier die Perspektive der Sieger oder der Verlierer überdauert?Eigentlich erstaunlich, dass das Top-Thema des Forums, nämlich die Varus-Schlacht noch gar nicht als Gegenbeispiel genannt wurde.
Alles, was wir an Überlieferungen über die Schlacht haben, ist uns von den Römern, also den Verlieren, überliefert worden.