Rom und Kleinasien-Eine Entwicklung

Bockstein

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Nachdem ich hinsichtlich Kalkriese eine Pause eingelegt habe, um weitere Forschung abzuwarten, möchte ich etwas über Roms Entwicklung in Kleinasien erfahren.
Wer könnte mir dazu Quellen nennen? Ich möchte mich erstmal einlesen.
 
Willst du ganz puritanisch nur Quellen, oder kannst du dich auch für Fachliteratur erwärmen?
- Für die späte Zeit (Spätantike) wäre "die letzten Heiden" von Peter Brown lesenswert.
- Vermutlich wird man von hier erhellendes erwarten dürfen: Rom und das westliche Kleinasien in der späten Republik -
- hier eine überwiegend kunst/architekturhistorische Literaturliste zum Thema: Publikationen
- Frank Daubner: Bellum Asiaticum. Der Krieg der Römer gegen Aristonikos von Pergamon und die Einrichtung der Provinz Asia. Herbert Utz Verlag, München 2006 und als Einstieg dazu diese Rezension: Rezension zu: F. Daubner: Bellum Asiaticum
 
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Es gibt keine Quellen, die sich speziell mit der Geschichte der Römer in Kleinasien beschäftigen. Das wurde in allgemeineren Quellen mitbehandelt.
Generell sind unsere Informationen eher dürftig, vor allem was die Geschichte der römischen Klientelstaaten in Kleinasien anbelangt. Bei ihnen ist es oft nicht einmal möglich, zuverlässige Herrscherlisten zu erstellen.

Den Beginn der Einmischung Roms in Kleinasien im frühen 2. Jhdt. v. Chr. kann man vor allem bei Livius nachlesen, die weitere Entwicklung etwa bei Cassius Dio. Informationen spezieller zu der Konfrontation mit den Seleukiden und zu den Mithridatischen Kriegen findet man bei Appian sowie in manchen Biographien Plutarchs (vor allem zu Lucullus und Pompeius).

Einblicke in das Leben in den Städten Kleinasiens in der römischen Kaiserzeit bieten manche Schriften von Dion Chrysostomos.

Verstreute Notizen zur Geschichte und eine Bestandsaufnahme Kleinasiens zu seiner Zeit bietet Strabon.
 
Danke, für die Anregung. Es wäre nett, nur die Quellen,
da ich in absehbarer Zeit einen mehrwöchige Rehaaufenthalt im KH machen muß und dann Zeit habe.
Fachliteratur wäre für mich nicht zu bewältigen. Dio habe ich selber.
 
Danke, für die Anregung. Es wäre nett, nur die Quellen,
da ich in absehbarer Zeit einen mehrwöchige Rehaaufenthalt im KH machen muß und dann Zeit habe.
Fachliteratur wäre für mich nicht zu bewältigen. Dio habe ich selber.
Vielleicht ist Becks Wissen Kompakt etwas für den Anfang, nicht teuer, und ich finde es meist ein guter Einstieg:
Kleinasien in der Antike. Von den Hethitern bis Konstantin (= Beck’sche Reihe 2348 C. H. Beck Wissen). 2., durchgesehene Auflage. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-50848-6
Von den Quellen fehlt noch Polybios, ab 21.Kapitel (Kampf gegen Seleukiden und Galater)
Viel Erfolg bei der Reha!
 
Guter Tipp!
Falls es Dir in der Reha langweilig wird, aus demselben Verlag: Christian Marek, »Geschichte Kleinasiens in der Antike«, 3. Aufl. 2017, 966 S. (teuer, vielleicht besser ausleihen)
Der kleine Band von Beck kompakt 8,95 € und hat nur 128 Seiten! und der von Christian Marek kostet 58€.
Nein, ich bin nicht mit Elmar Schwertheim verwandt oder verschwägert. ;)
 
Dringend abraten würde ich von "Pontisches Gift" (Adrienne Mayor), welches 2011 bei Theiss erschienen ist.
Für mich unsägliches Geschwafel mit wenig Inhalt. Vielleicht sehen das andere anders. Ich fand es unlesbar.
 
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Vielleicht sehen das andere anders.

Offensichtlich:

... Erfrischend wie ein Tonicwater, das perfekte Urlaubsgeschenk für abenteuerlustige Männer und Frauen
The Washington Post

Nun ja, die jungen Jahre der Biographie des pontischen Königs sind mir persönlich zu viel Fiktion als Fakten. Vielleicht ist man auf der anderen Seite des großen Teiches bei Sachbüchern etwas großzügiger. Die späteren Jahre des Königs, welche durch griechische und römische Quellen besser belegt sind, sehe ich m. E. als gut beschrieben. Jedoch verfällt die Autorin immer wieder der Neigung, das Thema Gift einen großzügigen Rahmen einzuräumen. Alles in allem kann man das Buch empfehlen.

Es ist in der Tat mühsam, die harten historischen Fakten aus den Hunderten Seiten herauszufiltern...
 
Es ist in der Tat mühsam, die harten historischen Fakten aus den Hunderten Seiten herauszufiltern...

Sätze im Stil von
"Durch diese schönen herbstlichen Wälder könnte auch der junge Prinz mit seinen tapferen Jagdgefährten geritten sein" [nicht wörtlich]
haben mich da genügend abgeschreckt, bis zu den späten Jahren bin ich gar nicht erst gekommen.
Und ich bin bei einem einmal angefangenen Buch normalerweise hart im Nehmen, das Thema hätte mich interessiert.
 
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