Sakrale Mathematik in römischer Lagerarchitektur?

Dieses Thema im Forum "Das Römische Reich" wurde erstellt von jchatt, 6. März 2011.

  1. jchatt

    jchatt Aktives Mitglied

    Hallo,

    bei Vegetius (De Re Militari)
    http://www.pvv.ntnu.no/~madsb/home/war/vegetius/dere07.php#06
    steht über das Ausmessen eines Lagers, dass ungerade Zahlen zu bevorzugen seien. Leider steht dort nicht warum.

    Gibt es einen praktischen Grund dafür oder steckt eher Aberglauben dahinter?

    Ich habe dazu einen Link zu "Sakraler Mathematik" gefunden
    http://muenchen.neue-akropolis.de/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=616
    Offenbar war man früher der Meinung, dass gerade Zahlen Unglück bringen.
    Auch der Hinweis auf die "Zahlenverhältnisse der Pythagoräer" hat ja Parallelen in der bei Polybios beschriebenen Lagerkonstruktion (Verhältnis 2:3)

    Weiss jemand Genaueres oder kann auf weiterführende Literatur verweisen ?

    Viele Dank!
     
  2. Amalaswintha

    Amalaswintha Aktives Mitglied

    Was Du hier ansprichst gehört zur Numerologie
    Numerologie ? Wikipedia

    Ich kann es hier nicht mit Wissen bestätigen, aber ich würde in so einem Fall entsprechende Vorstellungen nicht außerhalb des Wahrscheinlichen sehen. Sicher nahmen rituelle Praktiken auch im Heerwesen einen wichtigen Raum ein. Nach damaliger Welterfahrung würde ich so eine Sichtweise allerdings nicht zum Aberglauben, als vielmehr zur Notwendigkeit zählen.
     
  3. jchatt

    jchatt Aktives Mitglied

    Ich denke auch, dass eine Notwendigkeit dahinter steckt. So zeigt ja die "äthiopische Multiplikation"
    http://www.ccbuchner.de/musterseiten/detail/m6205_5.pdf
    Das man unter Weglassen der "bösen" geraden Zahlen auf das richtige Ergebnis kommt.

    Mir fällt nur nicht ein, warum ein 17 Fuss breiter Graben besser(sicherer?) sein soll als einer mit 18 Fuss breite. :pfeif:
     
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  4. Amalaswintha

    Amalaswintha Aktives Mitglied

    Warum werden heute Wohnungen und Gärten nach dem Feng-shui-Prinzip gestaltet? - Darum, weshalb damals Gräben 17 und nicht 18 breit waren. So würde ich das sehen.
     

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