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Auch die Gallier hatten schon Wagen :winke: Als Hinweis seien dabei die Wagengräber ab dem 8. Jh. v. Chr. genannt.Im damals straßenlosen Gallien sicher sinnvoll. Wieder was gelernt.
aus "Archäologie in Deutschland" 3/2007Römische Wagen entsprechen nun aber nicht, wie man vielleicht erwarten könnte, mittelalterlichen Wagen. Bei allem zivilisatorischen Fortschritt, den das Imperium in die ehemals keltischen, rätischen und germanischen Gebiete brachte, ist beim Wagenbau eine weitgehende Stagnation festzustellen. Mit anderen Worten: Der keltische Wagenbau war bereits so weit entwickelt, dass er von den Römern praktisch unverändert weitergeführt wurde und nennenswerte Neuerungen sich erst im Hoch- oder Spätmittelalter durchsetzten.
Solche Nebenstreifen wurden zu jeder Jahreszeit von Pferdefuhrwerken benutzt, um die Hufe der Pferde zu schonen, die sich sonst auf dem Pflaster abnutzten. Es gab sie noch bis in die 60-er Jahre. Ich kenne die Benutzung noch von meinem Großvater, der sein Land noch mit Pferden "beackerte".Die Römer legten ihre viae publicae allerdings mit einem breiten Streifen linker- und rechterhand an. Als in Deutschland die Straßen noch mehrheitlich Kopfsteinpflaster waren, kannte man solche Streifen als Sommerwege. Nämlichen Gebrauch dieser Streifen darf man auch für die Römer annehmen: Im verregneten Winter benutzte man das Pflaster , im trockenen Sommer die Wiese nebenan.
Ein Beispiel für ein besonders gut erhaltenes Cisium fand ich hier:Da gab es zum Beispiel das essedum, ein keltisches Fahrzeug, das auf den britannischen Streitwagen zurückging. Das essedum war ein zweirädriger Karren, mit dem man relativ schnell und komfortabel reisen konnte. Das cisium glich dem essedum, war aber viel leichter gebaut und schneller. Es war ein Fahrzeug für kurze Distanzen und gute Straßen. Für den gehobeneren Bedarf gab es das carpentum, ebenfalls ein zweirädriger Karren, der wegen seiner Eleganz beliebt war. Es war ein Vorrecht der Frauen der kaiserlichen Familie, ein solches Fahrzeug in der Stadt zu benutzen. Der beliebteste Wagen für weite Reisen war allerdings die carruca dormatoria, ein vierrädriger Wagen, in dem der Passagier auch bequem schlafen konnte.
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