"Gunpowder" P3
Regie: J Blakeson (UK 2017)
Handlung: Trotz des routiniert wirkenden Guy Fawkes kommt die Verschwörung nicht recht voran. Man bekommt zwar viel Schwarzpulver zusammen, ohne dass Sir Wiliam dies aufgefallen wäre, doch verrät sich die Gruppe durch einen Brief, den sie einem Parlamentsmitglied schickt, den man warnen möchte - und just in dem Augenblick ist die Gegenseite anwesend. Ein Favorit des Königs (Hugh Alexander) kann James nicht davon überzeugen, dass die Verdächtigungen Humbug sind und so wird schließlich das Versteck ausfindig gemacht, welches überhaupt erst ihnen eingeräumt wurde, da sich Thomas Percy (Daniel West) auf seinen Verwandten, Nothumberland berufen konnte, der angeblich den Umsturz unterstützen würde, wenn erst der König und sein Sohn aus dem Wege geräumt wären. Auch als Fawkes verhaftet wurde, will Caseby nicht aufgeben und verschanzt sich in einem Landhaus...
Was mir hier gut gefallen hat, sind erneut die Locations wie das Manor house gegen Ende. Nicht nur die Bauten sind schön ausgewählt; sie wirken meistens auch bewohnt. Dass Guy Fawkes ein Superkämpfer ist, lasse ich noch durchgehen, sonst wäre die Szene mit seiner Verhaftung auch ziemlich langweilig gewesen.
Nervig finde ich aber diese typischen Stereotype wie in heutigen Filmen üblich. Die Rüstung selbst von Sir Wiliam ist verrostet, nicht etwa geschwärzt und wie man bei seinem Stand erwarten könnte mit einer Einlegearbeit verziert. Die Helme der Häscher sehen aus, als hätte man irgendwelche Tests an ihnen durchgeführt und damit die Ausrüstung schön geerdet wirken soll, ist alles dreckig oder rostig. Natürlich ist es clever, wenn man sich anschleichen will, wenn dann die Halsbergen (wie die von Sir William Wade nicht in der Sonne strahlen. Aber dann hat man das Metall eben einfach behandelt, angemalt oder ähnliches (sieht man auch auf unserem Blog). Dann sind natürlich auch mutterseelenallein auf der Straße rumstehende Feuerkörbe, die ich so in der Form von nirgends kenne - es wärmt sich ja nichtmal einer daran auf - so üblich für heutige Filme. Wann hat das eigentlich angefangen mit den sinnfreien Ambientefeuer? Eine Laterne oder meinetwegen, wenn es denn sein muss, Fackel in der Dunkelheit ist doch sehr viel logischer und sogar filmisch ansprechender. Dabei ist ansonsten an der Kleidung ja sogar überwiegend die Hierachie erkennbar. Die Spanier tragen zwar Schwarz, haben allerdings auch ein paar Akzente an der Kleidung. Besonders bei den Bärten und Frisuren hat man sich Mühe gegeben.
Gatesby ist einfach kein charismatischer Anführer, auch wenn er es hier in der einen Szene behauptet. Es wird von mehreren Dutzend von Aufständischen gesprochen, aber abwartend sieht man dann bei den Wagen vielleicht 10 Leutchen.
Insgesamt eine solide Produktion für die Entstehungszeit, aber das kann ich bei "Rächer, Retter und Rapiere" auch sagen und das hat, wenn auch nur durch die unfreiwillige Komik, ein bisschen mehr Spaß gemacht. Vielleicht stehe ich dem Thema aber auch zu unemotional gegenüber.
5 von 10 geheime Botschaften.