Spielfilme angesiedelt im Mittelalter

die Kostüme sollen für den deutschen Filmpreis nominiert gewesen sein - hat jemand den Film gesehen? Ich Banause muss gestehen, dass mich die bleierne Zeit arg gelangweilt hatte und ich deswegen auf weitere Filme der Regisseurin verzichtet hatte...
Preise für Kostümbild heißt m.W. nicht Authenzität nach wissenschaftlich-historischen Standards.

Den Film fand ich filmisch gut, stabil.

Die Ausstattung war wie auf den Fotos zu sehen auf TV-Doku-Niveau.
Das eine Szenenfoto ist ja bezeichnend: Scheibenräder :D , Wagen mit "Kutscher" auf "Kutschbock", Ambienteklamotten aus irgendeinem Freilichtspiele-Fundus.
 
Zu dem neuen Eggers-Film Werewulf:
“We worked with 2 Oxford professors on the dialogue, which is in Middle English, & then worked with a dialect coach on a way to temper the pronunciation”
 
Der Werwulf-Trailer ist seit heute draußen:

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"Anti-Christian slop" würde ich es nicht nennen, wie würde man das auch wissen wollen, bevor man den Film gesehen hat, jedoch … Ja, der Trailer schaut schlimm aus. Gut vielleicht für einen Horrorfilm, aber sonst?
 
Dass ich den Kommentar mitgepostet habe, war eigentlich ein Versehen. Aber mir ist wie jenem Herrn dort auch aufgefallen, dass viele Leute in dem Trailer "eher nicht so attraktiv" aussehen - fast so als hätte sich Eggers die Verfilmung von Der Name der Rose von 1986 zum Vorbild genommen.
 
Es ist schwer, ein Gott zu sein

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filmdienst schrieb:
Wissenschaftler sollen einen erdähnlichen Planeten erforschen, dessen Bewohner in einem Pendant zum irdischen 13. Jahrhundert angekommen sind, vor dem möglichen Beginn der Renaissance also, die dann allerdings ausbleibt. Nach dem gleichnamigen Roman von Arkadi und Boris Strugazki, der 1964 als Parabel auf die Verbrechen der Stalin-Ära erschien, verdichtet sich diese monströse Odyssee zu einem düsteren Sinnbild auf das Ende aller Utopien. Scheinbar ohne durchschaubare Fabel, mit fragmentarischen Dialogen, makabren Bildwelten von Grausamkeit und Gewalt und mit einer erbarmungslosen Geräuschkulisse steht die zerstörte filmische Form für das Fehlen jeglicher humanistischer Impulse. Ein in vernebeltem Schwarz-weiß gefilmter, schwer erträglicher, aber umso bemerkenswerterer Entwurf einer Welt ohne Erlösungsversprechen oder einer Heilsbotschaft. - Sehenswert ab 18.


Marketa Lazarová

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filmdienst schrieb:
Ein 15-jähriges Mädchen im Hochmittelalter erblickt seine Zukunft in der vollkommenen Ergebenheit zu Gott, wird aber in die Strudel der Zeit gerissen und zur irdischen Liebe bekehrt. Die komplex verästelte Legende einer leidenschaftlichen Liebe, die alle mit ihr in Berührung kommenden Menschen verwandelt, übersetzt die Empfindungen der Figuren in metaphorische Bilder und assoziative Montagen. Das monumentale Epos ist in den Übergang aus einer Ära der ungehemmten Gewalt in die neue Entwicklungsstufe der Humanität eingebunden und erinnert in seiner Symbiose aus Naturalismus und Überhöhung, Wildheit und Poesie, Grausamkeit und Zärtlichkeit an Andrej Tarkowskis fast zeitgleich entstandenes Drama „Andrej Rubljow“ (1966-69). - Sehenswert ab 16.
 
@CarnifexUltra die Verfilmung des Romans Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein – Wikipedia ist eigentlich ein Sciencefiction Film, und das "Mittelalter" (aus europäischen und japanischem spätmittelalterlichen Elementen konstruiert) ist da a priori eine fiktive Konstruktion. Nicht falsch verstehen: der Roman ist brillant - aber sein Mittelalter noch weniger authentisch als Twains satirisches Camelot.
Den Roman kenn ich nicht, in dieser Adaption nimmt die Rahmenerzählung vom fremden Planeten praktisch gar keinen Raum ein und wird in vl. 3 Sätzen explizit erwähnt. Die klingen durchwegs so an, dass diese Raumfahrergeschichte allenfalls ein Hirngespinst eines trunkenen Irrsinnigen ist, der die bittere Realität auf einen fernen Ort träumen möchte, nicht ein Anzeichen, dass das wahr sein könnte, kein Raumschiff, keine fremde Technologie oder sonst etwas.
Ob Parabel auf den Stalinismus oder abstrakte Darstellung des dunklen Mittelalters, mit Science Fiction jedenfalls hat das nichts zu tun.
Innerhalb der Parabel stellt die Gruppe, die im Geheimen Raumfahrer mit besonderem Auftrag sind vielleicht den Geheimdienst oder die Regierung dar.

Ich sehe gerade du hast da die alte Verfilmung verlinkt





filmdienst schrieb:
Im dritten Jahrtausend untersuchen menschliche Astronauten, die inzwischen in ihrer hochentwickelten Zivilisation jeglichen niederen Instinkt überwunden haben, einen fernen Planeten, auf dem archaisch-triebhafte und grausam-blutrünstige Verhältnisse herrschen. Ein aufwendiger, inhaltlich überfrachteter Trivial-Science-Fiction-Film, der kaum Gespür für Figuren, Szenenaufbau oder Timing erkennen läßt. Das eigentliche Thema, die Konfrontation einer hochentwickelten Kultur mit ihrer scheinbar überwundenen Triebstruktur, verkommt zum pseudophilosophischen Ballast.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob Parabel auf den Stalinismus oder abstrakte Darstellung des dunklen Mittelalters, mit Science Fiction jedenfalls hat das nichts zu tun.
Es ist schwer, ein Gott zu sein – Wikipedia :
(Gesehen habe ich beide Verfilmungen, sie sind beide keine Historienfilme und beide beziehen sich nicht auf ein reales historisches Mittelalter, sondern auf das fiktionale Rahmensujet der literarischen Vorlage. Den Roman kann ich dir wirklich sehr empfehlen! Ein düsteres, deprimierendes und zugleich sehr spannendes Buch.)
 
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