Spielfilme Mittelalter

Dieses Thema im Forum "Dokumentarfilme/Spielfilme" wurde erstellt von Agares, 22. Oktober 2011.

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Bester Mittelalterfilm

  1. Braveheart

    2 Stimme(n)
    8,0%
  2. Barbarossa

    0 Stimme(n)
    0,0%
  3. Die Päpstin

    0 Stimme(n)
    0,0%
  4. Königreich der Himmel

    4 Stimme(n)
    16,0%
  5. Jeanne D'Arc

    0 Stimme(n)
    0,0%
  6. Name der Rose

    9 Stimme(n)
    36,0%
  7. Pforten des Paradieses

    0 Stimme(n)
    0,0%
  8. 1492 - Die Eroberung des Paradieses

    0 Stimme(n)
    0,0%
  9. Hildegard von Bingen

    0 Stimme(n)
    0,0%
  10. El Cid

    0 Stimme(n)
    0,0%
  11. The Bruce

    1 Stimme(n)
    4,0%
  12. Henri IV

    1 Stimme(n)
    4,0%
  13. Black Death

    0 Stimme(n)
    0,0%
  14. Apocalypto

    1 Stimme(n)
    4,0%
  15. 1066 – Die Schlacht um England

    0 Stimme(n)
    0,0%
  16. 1612 – Der blutige Kampf um das Vaterland

    0 Stimme(n)
    0,0%
  17. Ironclad – Bis zum letzten Krieger

    1 Stimme(n)
    4,0%
  18. Luther

    1 Stimme(n)
    4,0%
  19. Walhalla Rising

    0 Stimme(n)
    0,0%
  20. Ein Anderer

    5 Stimme(n)
    20,0%
  1. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Dass so etwas gelingen kann, zeigt der Film "Der Name der Rose", der historische Kompetenz und spannende Story so glücklich verbindet, dass daraus ein internationaler Renner wurde.

    Die Präferenz der User des GF spricht da Bände (s. oben).
     
  2. Queenie

    Queenie Neues Mitglied

    Allein vom Spassfaktor her mag ich die alten, extrem bunten Mittelalter-Filme am liebsten, vor allem "Der Hofnarr" (The Court Jester) habe ich vor einer Weile wieder entdeckt. Zum Totlachen. Ansonsten habe ich das Gefühl, dass in diesem Genre immer gerne übertieben wird, entweder in Richtung albern, verhurt, zotig oder in Richtung düster, gewalttätig, blutig. Deswegen werde ich nie so richtig warm damit. Aus obiger Liste habe ich mich für "Königreich der Himmel" entschieden.
     
  3. norvegia

    norvegia Gesperrt


    Da hast du wohl wahr, vor allem langweilig trifft es...

    Wobei ich persölich es auch eher mit den Wikingerfilmen habe.

    Aber Robin und Marian hatte auch was.
     
  4. Teresa C.

    Teresa C. Aktives Mitglied

    "Mittelalterfilm" - ein eher schwaches Genre, vielleicht ist das Problem aber nur, dass es (zumindest in diesem Thread noch) keine Linie gibt, die eine gewisse Orientierungshilfe für Vergleiche bietet.

    Was ist eigentlich ein "Mittelalterfilm"?

    Ein Film, der z. B. in der Zeit zwischen 800 und 1500 spielt. (Wobei als Beginn auch die Absetzung von Romulus Augustulus im Jahr 474 oder als Ende der Fall von Byzanz im Jahr 1453 gesehen werden könnte?) Oder hängt es z. B. davon ab, dass bestimmte Klischees wie Ritter, Turnier und Minne erfüllt sein müssen?

    Das Mittelalter umfasst einen Zeitraum von ungefähr 700 bis 1000 Jahren, und kann ein so großer Zeitraum wirklich durch ein Einheitsbild (Mittelalterfeeling) vernünftig abgedeckt werden, selbst wenn sich die Filmproduktion nur auf eine Region oder auf ein bestimmtes Land beschränkt.
    (Zum Vergleich: Wenn ich eine Geschichte schreibe, die in den 1970er Jahren spielt, und dazu ein 20. Jahrhundert-Feeling nütze, das sich an die 1920er Jahre anlehnt, würde ich mich wohl lächerlich machen, und das zu Recht. Aber immerhin handelt es sich beim 20. Jahrhundert um eine Zeit, die höchstens 100 Jahre umfasst.)

    Hinzu kommt noch, dass für eine Parodie andere Kriterien gelten als für einen Film, der lediglich unterhalten will oder der das Thema ernsthaft zu gestalten versucht. (Wobei es genug Filme gibt, wo die ernsthafte Gestaltung nur krampfhafter Versuch ist, dem Film mehr Niveau unterzujubeln als er wirklich hat. Und es gibt Fälle, in denen die Parodie vielleicht wesentlich mehr Informationswert hat, als der seriöse Film.)

    Was die hier aufgelisteten Filme betrifft, so haben folgende Filme zurzeit eine Stimme (Braveheart, The Bruce, Henri IV., Apocalypto, Luther, Ironclad – Bis zum letzten Krieger) und die restlichen hier aufgelisteten Filme zurzeit keine Stimme (Barbarossa, Die Päpstin, Jeanne d'Arc, Pforten des Paradieses, 1492 - Die Eroberung des Paradies, Hildegard von Bingen, El Cid, Black Death, 1066 – Die Schlacht um England, 1612 – Der blutige Kampf um das Vaterland, Walhalla Rising).

    Wenn ich ehrlich bin, die meisten Filme hier, sagen mir überhaupt nichts - ich könnte mir vorstellen, dass es anderen auch so geht.

    Bei Jeanne d'Arc und Henri IV. kommt noch hinzu, dass nicht klar ist, welcher Film gemeint ist. Immerhin gibt es über Jeanne d'Arc eine ganze Reihe von Filmen (wobei die älteren Filme oft an das Theaterstück von Bernard Shaw angelehnt sind), und mit Henri IV. könnte nicht nur "Henri 4", die Verfilmung nach dem zweiteiligen Roman von Heinrich Mann gemeint sein, sondern vielleicht auch eine Filmversion von "Henry IV.", dem zweiteiligen Theaterstück von William Shakespeare.

    "Der Name der Rose" führt mit bisher 8 Stimmen, vielleicht weil er einfach der bekannteste Film ist, ein Film, den nicht nur die kennen, die sich für das Mittelalter interessieren.
    Es handelt es sich dabei nicht nur um einen "Mittelalterfilm" (mit sehr gut gefilmter Kulisse) und einen "Kriminalfilm", sondern auch eine (misslungene) Bestseller-Verfilmung. Der Roman, nach dem der Film gedreht wurde, war zum Zeitpunkt seiner Publikation nicht nur ein Bestseller, sondern auch ein Buch, über das tatsächlich gesprochen und diskutiert wurde und das zudem in der Folge auch Einfluss auf den Buchmarkt und den historischen Roman zeigte.

    An zweiter Stelle folgt dann bereits "Königreich der Himmel" mit 4 Stimmen (wobei es in diesem Fall interessant wäre, zu wissen, welcher Filmversion diese Stimme galt, gehört doch "Königreich der Himmel" zu den wenigen Filmen, wo die Abweichungen zwischen "Kinoversion" und "Director's Cut" tatsächlich einschneidende Veränderungen bewirken.) Dieser Film war allerdings der Film eines (damals noch erfolgreichen) "Starregisseurs" mit "Starbesetzung". Auch diesen Film dürfte daher ein Publikum gehabt haben, dass sich eben nicht nur auf "Mittelalterfilme" spezialisiert hat.

    Doch ebenfalls 4 Stimmen finden sich auch bei "Ein Anderer", was den Verdacht nahelegt, dass die hier angeführten (bekannten und unbekannten) Filme einfach das Feld "Mittelalterfilm" nicht wirklich abdecken und dass das Vergleichen nicht gerade leicht ist, da es sich doch um recht unterschiedliche Filme handelt.

    Da sind Filme, die sich z. B. als Historienfilme oder Biographiefilme geben wie "1492 - Die Eroberung des Paradies", "Luther" [vermutlich ist der Film mit Joseph Fiennes], "Hildegard von Bingen" [vermutlich ist der Film "Vision" gemeint]), Verfilmungen von Bestsellern ("Name der Rose", "Die Päpstin"), Wikingerfilme ("Valhalla Rising") oder "Ritterfilme" aus den 1950er und 1960er Jahren ("El Cid") zu tun.
     
  5. Fulcher

    Fulcher Aktives Mitglied

    Die Koreaner haben offenbar letztes Jahr einen sehr aufwendigen Film über die Invasion ihres Landes durch den Tang-Kaiser Taizong in in die Kinos gebracht: https://www.imdb.com/title/tt6931414/

    Der Film ist seit März als DVD/Bluray sowohl mit OT als auch mit deutscher Synchronisation erhältlich.
     
  6. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Louis XI, le pouvoir fracassé (F, 2011 Regie: Henri Helman)

    Wieder ein Film des scheinbar in Frankreich zu der Zeit recht unvermeidbaren Helman und wieder mit Jacques Perrin in der Hauptrolle.

    Handlung: Der alte Louis XI (Jacques Perrin) lädt seine Berater an seinen Hof, denn er will einen Regenten für seinen Sohn bestimmen. Der Burghauptmann Guillaume (Jean-Pierre Malo) kommt rasch einer Intrige auf die Schliche, die darauf abzielt den König zu ermorden. Louis XI hat seine hinkende und schief gewachsene Tochter Jeanne (Gaëlle Bona) mit dem ehrgeizigen Louis d'Orléans (Bruno Debrandt) vermählt, doch ohne ihn dadurch an sich zu binden, denn Orléans ist durch die Ehe primär frustriert. Seine Gemahlin kann ihm offenbar keinen Nachkommen schenken, während er eigentlich die andere Tochter des Königs, Anne (Florence Pernel), liebt. Doch Anne ähnelt stark ihrem Vater und ist gewillt seine Wünsche nach einer Regentschaft durch sie selbst und Pierre de Beaujeu (Denis Sylvan) zu unterstützen. Das Mordkomplott wird durch die Rücksichtslosigkeit und Schläue des Monarchen durchkreuzt. Obwohl er nun für den Moment die Großen seines Reiches im Schach halten kann, erkennt er, dass er kurz vor dem Tod steht. Anne zwingt die Hochadligen die Regentschaft durch sich und Pierre de Beaujeu anzuerkennen.

    Die ganze Handlung spielt binnen weniger Tage und fast ausschließlich auf einer Burg. Spannung kommt trotz der passablen Besetzung nicht auf. Der König wirkt leider eher altersschwach statt gerissen, aber er soll wohl primär von seinen Krankheiten gezeichnet sein. Die Ausstattung ist OK, aber da viele Rollen kaum unterschiedliche Kostüme haben und der Handlungsort so begrenzt ist, war der Aufwand wohl auch nicht sehr groß. Die "Uniformen" der Burgmannen fand ich etwas öde und ein bisschen arg pimpfig, selbst wenn Louis XI seinen Geiz gern zur Schau stellte. Ein bisschen mehr Action hätte schon sein dürfen. Ähnlich dem Film über Richelieu ein ödes Kammerspiel ohne erkennbare Höhepunkte.

    5 von 10 Intrigen.
     

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