Teutoburgium in Pannonien und Teutoburgiensi saltu - Zusammenhang oder Zufall?

So weit ich sehe, gibt es (von dem ofterwähnten Wald abgesehen) nur drei -burgium-Orte, die vor dem 6. Jahrhundert belegbar sind, zwei davon sind römische Garnisonsorte am "nassen Limes", der dritte ganz sicher nicht:
In dem von @Carolus vorgestellten und sehr lesenswerten Artikel über die Begriffsgeschichte von Burgus werden noch weitere Orte mit der Endung -burgium genannt, z.B. Quattriburgium (Qualburg) bei Kleve (mit der von Ammianus Marcellinus überlieferten Erwähnung einer Erneuerung des Kastells im Jahre 359 n.Chr., wobei hier im archäologischen Befund eine erstaunliche Siedlungskontinuität möglich ist):



Ich wollte aber auch eine andere Möglichkeit der Namensgleichheit von haud procul Teutoburgiensi saltu mit dem Kastell oder Ort Teutoburgium an der Donau für möglich halten:
  • Kann dieser Ort doch schon mit der Eroberung bzw. Kontrolle des Donauraums unter Agrippa oder Tiberius benannt worden sein?
  • Könnten Einheiten von dort (es waren ja wohl in Teutoburgium überwiegend berittene Einheiten) mit Tiberius nach Germanien gekommen sein?
  • Könnte also der Saltus teutoburgiensis ein Bezirk oder eine Region sein, die unter der Kontrolle dieser Einheit lag, oder deren wirtschaftlicher Ertrag dieser Einheit zustand?
Für interessant halte ich dass Tacitus den Begriff Teutoburgiensi saltu zur Lokalisierung verwendet, ihn also als feststehenden topographischen Begriff und damit als bekannt voraussetzt.

Ich denke, dass er sich auf eine ältere Quelle oder einen Militärbericht stützt, zu dessen Entstehungszeit dieser Begriff sicherlich vertrauter war als später seinen Lesern.
 
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