ImpCaligula
Aktives Mitglied
Servus...
ich habe damals 2012/2013 nur am Rande die Entdeckung des Grabes von Richard III in den Medien mitbekommen. Wer und wie gesucht und gefunden hatte, war für mich weniger interessant, als die Tatsache selbst, dass man den König unter einem Parkplatz entdeckt hatte. Nun bin ich in der ARD Mediathek eher zufällig über den Film "The Lost King" gestolpert (auch dessen Veröffentlichung habe ich irgendwie nicht mitbekommen). Ich fand den Film recht interessant und spannend - auch wenn er in der Zeit nur oberflächlich die ganzen zeitlichen Abläufe zusammenfassen konnte.
Ich weiß natürlich, dass meist bei solchen Filmen, die auf einer wahren Begebenheit oder auf einer wahren Geschichte basieren, aus dramaturgischen Gründen nicht immer alles exakt wie Geschehen wiedergegeben wird - oder gar viele Dinge dramatisiert werden für das Publikum vor der Leinwand bzw. dem Fernseher.
Daher interessiere ich mich nach Filmen dieser Art (wahren Begebenheit, wahren Geschichte) meist immer, wieviel Wirklichkeit dahinter steckt. Leider findet sich in den deutschen Quellen zum Film, zu Philippa Langley und den Geschehnissen nicht viel Informationen. Auf englischen Seiten die ich gefunden habe schon ein bisschen mehr. Aber auch nicht für mich befriedigend.
Im Film selbst kommt Philippa Langley etwas "schräg" und "verpeilt" rüber. Mein Eindruck war auch, dass der Film stark in die Kerbe "Frauen werden nicht ernst genommen in der Wissenschaft" schlägt. Dass es Frauen in der Wissenschaft oft (sehr) schwer haben ist unbestritten - in diesem Film hatte ich nur den Eindruck, dass dieses Thema extrem stark dargestellt wird. Zudem hatte ich im Film den Eindruck, man hat Philippa Langley komplett (öffentlich) nach der Entdeckung raus genommen und nach hinten gedrängt. Da hatte ich mich gefragt - wie kann Philippa Langley so "berühmt" sein, wenn sie doch (laut Film) komplett ignoriert wurde?
Hat jemand sich jemand von Euch damals beim Fund näher mit dem Ereignis beschäftigt und verfolgt?
Wurde Philippa Langley tatsächlich in der ersten Zeit öffentlich rausgenommen und benachteiligt?
Wie kam es dann, dass Philippa Langley dennoch berühmt wurde Richard III entdeckt zu haben und später gar eine Audienz bei Elisabeth II zu bekommen (samt Orden)? Wurde sie später rehabilitiert?
Ich weiß aus englischen Quellen, dass 2024 bei einem Gerichtsverfahren zu dem Film, der Richter zu dem Ergebnis kam, dass zum Beispiel Richard Taylor zu negativ dargestellt wurde. Es stellt sich daher - wie schon geschrieben - inwiefern der Film parteiisch gegenüber Philippa Langley ist. Aus Ihrer Sicht wurde sie ja an die Seite gedrängt und teils übergangen (am Ruhm) - aber stellt der Film gar überspitzt die andere Seite dar?
Würde mich über erhellende Infos freuen, wenn jemand das damals genauer verfolgt hat.
Danke.
ich habe damals 2012/2013 nur am Rande die Entdeckung des Grabes von Richard III in den Medien mitbekommen. Wer und wie gesucht und gefunden hatte, war für mich weniger interessant, als die Tatsache selbst, dass man den König unter einem Parkplatz entdeckt hatte. Nun bin ich in der ARD Mediathek eher zufällig über den Film "The Lost King" gestolpert (auch dessen Veröffentlichung habe ich irgendwie nicht mitbekommen). Ich fand den Film recht interessant und spannend - auch wenn er in der Zeit nur oberflächlich die ganzen zeitlichen Abläufe zusammenfassen konnte.
Ich weiß natürlich, dass meist bei solchen Filmen, die auf einer wahren Begebenheit oder auf einer wahren Geschichte basieren, aus dramaturgischen Gründen nicht immer alles exakt wie Geschehen wiedergegeben wird - oder gar viele Dinge dramatisiert werden für das Publikum vor der Leinwand bzw. dem Fernseher.
Daher interessiere ich mich nach Filmen dieser Art (wahren Begebenheit, wahren Geschichte) meist immer, wieviel Wirklichkeit dahinter steckt. Leider findet sich in den deutschen Quellen zum Film, zu Philippa Langley und den Geschehnissen nicht viel Informationen. Auf englischen Seiten die ich gefunden habe schon ein bisschen mehr. Aber auch nicht für mich befriedigend.
Im Film selbst kommt Philippa Langley etwas "schräg" und "verpeilt" rüber. Mein Eindruck war auch, dass der Film stark in die Kerbe "Frauen werden nicht ernst genommen in der Wissenschaft" schlägt. Dass es Frauen in der Wissenschaft oft (sehr) schwer haben ist unbestritten - in diesem Film hatte ich nur den Eindruck, dass dieses Thema extrem stark dargestellt wird. Zudem hatte ich im Film den Eindruck, man hat Philippa Langley komplett (öffentlich) nach der Entdeckung raus genommen und nach hinten gedrängt. Da hatte ich mich gefragt - wie kann Philippa Langley so "berühmt" sein, wenn sie doch (laut Film) komplett ignoriert wurde?
Hat jemand sich jemand von Euch damals beim Fund näher mit dem Ereignis beschäftigt und verfolgt?
Wurde Philippa Langley tatsächlich in der ersten Zeit öffentlich rausgenommen und benachteiligt?
Wie kam es dann, dass Philippa Langley dennoch berühmt wurde Richard III entdeckt zu haben und später gar eine Audienz bei Elisabeth II zu bekommen (samt Orden)? Wurde sie später rehabilitiert?
Ich weiß aus englischen Quellen, dass 2024 bei einem Gerichtsverfahren zu dem Film, der Richter zu dem Ergebnis kam, dass zum Beispiel Richard Taylor zu negativ dargestellt wurde. Es stellt sich daher - wie schon geschrieben - inwiefern der Film parteiisch gegenüber Philippa Langley ist. Aus Ihrer Sicht wurde sie ja an die Seite gedrängt und teils übergangen (am Ruhm) - aber stellt der Film gar überspitzt die andere Seite dar?
Würde mich über erhellende Infos freuen, wenn jemand das damals genauer verfolgt hat.
Danke.