Übergang von den Merowingern auf die Karolinger

Dieses Thema im Forum "Die Franken" wurde erstellt von Wulfnoth, 1. Oktober 2004.

Schlagworte:
  1. samy

    samy Neues Mitglied

    >@ die Allgemeinheit
    >Ich möchte gerne mal darauf aufmerksam machen das es auch mehrere Threads
    >wie "die Merowinger" oder Wer war der erste Merowinger? gibt in deren
    >Ausführungen über die Herkunft oder Bedeutung des merowingischen Königtums
    >besser aufgehoben wären.
    >Denn die Merowinger waren meines Wissens keine Hausmeier.
    >
    >Aber ich will nicht pingelig sein.
    Ja der Beitrag weicht von dem Ursprungsthema ab und daher soll hier damit nun auch Schluss sein. Trotzdem vermute ich die Wurzel des fränkischen Adels in der Merowinger und gallo- römischen Schicht. Ich habe es mir immer so vorgestellt das die ersten Franken die militärische und somit politische Machte hatte. Diese bestanden aus einer relativ kleinen Volksmasse. (Dies zeigt sich auch daran das sich die Franken meist neben kelto- germanischen Ortschaften ansiedelten, die kelto- germanische Bevölkerung wurde nicht vertrieben, aber man vermischte sich zuerst nicht offiziell miteinander (Adel?)). Diese Volksmasse sah sich als Herren -Klasse. Einzelne Stammesfürsten aus den neu gewonnenen Lande wurden in diese Herrn - Klasse zu dem Preis des Widerstandsverzicht aufgenommen.
    Irgendwo (Quelle unbekannt) habe ich mal gelesen das die Bauern in fränkischen Gebieten darum bitten mussten bei den fränkischen Herrn den Ehebund eingehen zu dürfen.

    Hiernach erfolgte das was immer folgte. Man forderte Tribut von den Bauern der Region. Die Bauern waren immer die gleichen. Diese waren bodenständig und nur die Herrn - Klasse (Adel) änderte sich von Zeit zu Zeit (Teutonen, Kimbern, Römer, Merowinger, Karolinger ...). Und so ist es auch noch ...

    Es stellt sich nun die Frage was machte den Adel aus? War es nur die Macht über viele?

    PS: Ja, Aachen incl. Archive ist mir gut bekannt. Alle Textequellen zu Aachen entstammten dem Aachener Geschichtsverein.

    weiteres unter:
    http://www.geschichtsforum.de/f37/wer-war-der-erste-merowinger-9947/index7.html#post302858
     
  2. Sascha

    Sascha Neues Mitglied

    So ähnlich sehe ich das auch, allerdings nicht mit so strikten Machtverhältnissen, so würde ich erst von “Söldnern” ausgehen die immer mächtiger wurden. Allerdings auch noch lange Zeit Befehlsempfänger und in Abhängig von der Versorgung der romanischen Bevölkerung waren.
     
  3. Cassandra

    Cassandra Neues Mitglied

    Ich bin jetzt auf ein Buch gestoßen, Weltgeschichte dritter Band, K.F. Beckers, dritte Auflage, von 1891.

    Wenn ich es so richtig verstanden habe, dann begann die Macht der Hausmeier mit den Söhnen Chlotars, Sohn von Chlodwig, Chilperich von Reustrien, Gigbert von Austrasien, Guntram von Burgundien und worin deren teuflichen Weibern Brunhilde von Austrasien und Freedegunde von Reustrien, eine traurige Rolle spielten (welche ist leider nicht näher erläutert).
    Die fränkischen Könige waren von da an (Tod Chlotars) fast lauter sittlich und geistig unfähige Menschen, die sich um die Regierung gar nichts kümmerten, weshalb sie als rois faineants, königliche Faulenzer, bezeichnet wurden. Neben solchen Schwächlingen wuchs der Einfluss ihrer Hofbeamten, sowohl der weltlichen als auch der geistlichen, und überwog zuletzt die monarchische Gewalt. Unter den Hofbeamten ragte von Anfang an der Major Domus (Hausmeier, Hausältester), der königliche Palastmeiseter, dem die Oberaufsicht über das Hofwesen, die Verwaltung der Krongüter und die Vergebung der Lehen übertragen war in besonderer Weise hervor. Allmählich bekam er auch die Führung des Heeres und zuletzt die ganze Regierungsarbeit in seine Hände, so dass er nicht mehr bloß erster Diener (Minister) und Ratgeber des Königs, sondern in Wirklichkeit selbst König war. Es kam soweit, dass sogar die Ernennung des Majordomus nicht mehr den König zustand, sondern durch die Wahl der Großen vollzogen.
    Die Stellung des Majordomus hing aufs engste mit den bei den Franken bestehende Lehnswesen (Feudalverfassung) zusammen.
     
  4. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Fredegunde ? Wikipedia war einfach eine sehr tatkräftige Frau :)
     
  5. karl258

    karl258 Neues Mitglied

    karolinger und merowinger

    hallo,
    ich habe ein verständnisproblem und zwar verstehe ich nicht, warum pippin der mittlere schon regiert hat, obwohl erst 751 der letze merowingische könig enthront wurde..
    vielleicht kann mir jemand weiter helfen
    danke
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Pippin war nie König, sondern "nur" maior domus. Auch wenn er de facto die Macht in den Händen hielt und regierte, die offiziellen Machthaber waren Childerich und nach diesem Chlodwig und Theoderich.
     
  7. karl258

    karl258 Neues Mitglied

    danke. also "entspricht es der Richtigkeit" das es eine überschneidung der daten gibt??!!
     
  8. Wilfried

    Wilfried Aktives Mitglied

    ja, KdG´s Vater fragte den Papst, so heißt es, wer König sein solle
    Der dem Geschlecht nach oder der die Macht habe.
    Und der stellte sich auf die Seite des Mächtigen und erhielt einen Mönch mehr
     
  9. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Das war allerdings nicht Pippin der Mittlere, sondern dessen Enkel, Pippin der Jüngere, ausführlich haben wir das in Warum machte der Papst Zacharias den Karolinger Pippin zum König? diskutiert.


    Kannst du das mit dem Mönch vielleicht noch mal ausführen? Edit: Meinst du evtl. dass (C)Hilderich ins Kloster gesteckt wurde ("Hildericus, qui falso rex appellabatur, tonsoratus in monasteriam mittitur.")?
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Mai 2010
  10. Wilfried

    Wilfried Aktives Mitglied

    genau das ist meine Information
     

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