Neue Untersuchungsergebnisse römischer Straßenstationen in Südrätien könnten überprüft werden: Sie werden zusammen mit anderen Beiträgen voraussichtlich erst in über einem Jahr publiziert und müssen bis dahin unter Verschluss bleiben. Dennoch könnte einer begrenzten Anzahl von interessierten Forschern (rund 4–6) ein Vorabeinblick und die Gelegenheit zur Evaluierung der Ergebnisse gewährt werden. Um die geeignetsten Interessenten dafür auszuwählen, bitte den entsprechenden Hintergrund (in Unterhaltungen) mitteilen. Sobald sich vier geeignete Personen gemeldet haben, erhalten sie das vollständige Dokument (S. 110, Abb., Kart., Tab., PDF, 15 MB). Gekürzte Zusammenfassung:
Abstract
In der längst überfälligen Untersuchung der in spätantiken Quellen erwähnten römischen Straßenstationen der Hauptstrecken Südrätiens werden methodische Fehler bei der Beurteilung und Auswertung historischer Parameter aufgezeigt, die bereits zu gravierenden Fehllokalisierungen und entsprechend fehlerhaften (musealen) Ausstellungen geführt haben.
Eine erste Metaanalyse zu diesen Parametern ergab, dass das Itinerarium Antonini die methodisch vorrangige Primärquelle für das Untersuchungsgebiet darstellt, während die Tabula Peutingeriana ergänzend herangezogen werden sollte.
[...]
Im Rahmen der erweiterten Reliabilitätsprüfung der Hauptquellen wurden weitere signifikante Zuordnungsanomalien festgestellt. Dies führte zu einer Neuverortung folgender zwölf Stationen (von Süd nach Nord): Matreio, Masciaco, Scarbia, Albiano, Parthano, Ad pontes Tesseni(n)os, Abuzaco, Damasia, Escone, Urusa, Bratananio, Ad novas – mit einer durchschnittlichen Abweichung von 15 km zu den bisherigen Verortungen.
So erweisen sich bei differenzierteren historisch-topographischen Streckenanalysen nach Primärquellenpriorität insgesamt achtzehn Lokalisierungen römischer Militärstationen Südrätiens als inkonsistent. Seit Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten werden sie vor allem den nächstgelegenen Hauptorten oder/und relativ uneindeutigen, anonymen archäologischen Zufallsfundstellen zugeordnet, anstatt sie systematischer anhand der eindeutigeren Primärquellen-Parameter zu ermitteln.
In der längst überfälligen Untersuchung der in spätantiken Quellen erwähnten römischen Straßenstationen der Hauptstrecken Südrätiens werden methodische Fehler bei der Beurteilung und Auswertung historischer Parameter aufgezeigt, die bereits zu gravierenden Fehllokalisierungen und entsprechend fehlerhaften (musealen) Ausstellungen geführt haben.
Eine erste Metaanalyse zu diesen Parametern ergab, dass das Itinerarium Antonini die methodisch vorrangige Primärquelle für das Untersuchungsgebiet darstellt, während die Tabula Peutingeriana ergänzend herangezogen werden sollte.
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Im Rahmen der erweiterten Reliabilitätsprüfung der Hauptquellen wurden weitere signifikante Zuordnungsanomalien festgestellt. Dies führte zu einer Neuverortung folgender zwölf Stationen (von Süd nach Nord): Matreio, Masciaco, Scarbia, Albiano, Parthano, Ad pontes Tesseni(n)os, Abuzaco, Damasia, Escone, Urusa, Bratananio, Ad novas – mit einer durchschnittlichen Abweichung von 15 km zu den bisherigen Verortungen.
So erweisen sich bei differenzierteren historisch-topographischen Streckenanalysen nach Primärquellenpriorität insgesamt achtzehn Lokalisierungen römischer Militärstationen Südrätiens als inkonsistent. Seit Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten werden sie vor allem den nächstgelegenen Hauptorten oder/und relativ uneindeutigen, anonymen archäologischen Zufallsfundstellen zugeordnet, anstatt sie systematischer anhand der eindeutigeren Primärquellen-Parameter zu ermitteln.