Varus - ein Hinterhalt für 15.000 schwer bewaffnete Legionäre?

Abgesehen davon, dass aus der Gegenfrage" Wie hätte dieser "Hinterhalt" konkret vonstatten gehen können?" nur schwerlich ein sinnvolles eigenständiges Thema erstellt werden kann:

Ein erfolgreicher Hinterhalt für 15.000, 20.000 oder 30.000 Legionäre ist kein logistisches, sondern eher ein taktisches und topographisches Problem.

  • Das Römische Heer muss ohne die Möglichkeit eines raschen bzw. zeitgerechten Entsatzes bzw. einer Verstärkung sein.
  • Es darf kein Ausbrechen zur Seite möglich sein.
  • Es darf keine Möglichkeit zur Aufstellung in Schlachtordnung geben.
Eine Schlacht zwischen Sumpf und Berg ist da schon zumindest einmal ein geeigneter Ort.

Stelle Dir einen Verkehrsstau vor: Er kann aus dem Nichts entstehen, aber in der kürzesten Zeit kommen tausende von Fahrzeugen nach, die allesamt das Chaos vergrößern, aber keineswegs zur Besserung der Situation führen.

Um ein ähnliches Beispiel zu nennen: Auch in der Schlacht von Morgarten 1.300 Jahre später war eine ähnliche Situation, trotz aller Fragezeichen hinsichtlich der Historizität der Ereignisse, in der ein auf den ersten Anblick schwächerer Gegner auf Grund der besseren topographischen Lage dem Gegner eine vernichtende Niederlage zufügte.
 
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