Reinecke
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Germanen waren keine großenBogenschützen, haben wir festgestellt. Die Kelten auch nicht, bei Griechen und Römern hatte er keine große militärische Tradition. Östlich davon sah das aders aus. Im nahen & mittleren Osten war er die Hauptbewaffnung diverser Imperien, in Steppengebieten war er die bevorzugte Bewaffnung allerlei Reitervölker, und auch Ägypten oder die Inder, mit denen sich Aexander schug, hatte große Kontigente an Bogenschützen. Über andere Weltgegenden weiß ich zu wenig, um die wirklich in die Betrachtung einbeziehen zu können außer das man in China die Repetierarmbrust erfunden hat als man in Europa noch mit Steinen schmiss (nur leicht übertrieben), und das das Bogenschießen in japan eine große Tradition hat.
Warum diese Abneigung? Shinigami schrieb hier:
Zwei Überlegungen meinerseits:
Steppen. In Verbindung mit Pferden ist der Bogen hier tatsächich eine kaum zu unterschätzende Waffe. Zumindest Zentral- und Westeuropa haben keine Steppen. Vielleicht ist das schon alles, was es an Erklärung braucht.
Andererseits: Auch Plänkler zu Fuß, die es im antiken Europa sehr wohl gab, könnten von Bögen profitieren, und trugen anderswo auch Bögen. In Europa wurden in der Rolle von so gut wie allen Völkern, die mir einfallen wollen, va Wurfspeere verwendet. Selbst die berühmtesten leichten Reiter der Antike, die nordafrikanischen Numidier, verwendeten mWn überwiegend Wurfspeere. Dass die schwere Infanterie wie Hopliten oder Legionäre, deren Hauptaufgabe der Nahkampf war, nicht noch mit Bögen belastet wurden, wie das die Perser taten, kann ich nachvollziehen. Das mit den Plänklern... weniger...
Dabei gab es Bögen ja auch in Europa. Zur Jagd sowieso, aber auch im Krieg (zB in der Schlacht bei Tollense, der ältesten in Europa, von der man mWn weiß), oder in der Sage (Herakles war Bogenschütze).
Und wenn wir schon bei Sagen sind: In der Odyssee (so zumindest eine Interpretation) weiß zumindest auf Ithaka *niemand außer Odysseus, wie man einen Bogen vernünftig zu spannen hat.
* also eigentlich Niemand...
Warum?
Warum diese Abneigung? Shinigami schrieb hier:
Das allein kann es mE nicht sein, denn das würde auch für andere Weltgegenden gelten. Auch wurden im antiken Europa sehr oft Wurfspeere verwendet, von denen ein Plänkler oä dann mehrere trug. Ob da wirklich noch ein Produktionsvorteil blieb?Vermutlich einfach Material- und Arbeitsaufwand.
Eine Speerspitze zu produzieren und nach einem Kampf im Fall von Deformation wieder zu richten ist billiger und einfacher als 10 oder 20 Pfeilspitzen.
Bei Pfeilen würde ich auch davon ausgehen, dass die erstmal "eingeschossen" werden mussten, sprich bei jedem neu produzierten Pfeil von neuen drauf geschaut werden musste, ob das Teil auch eine einigermaßen saubere Flugbahn hat und ihn so lange auszutarieren, bis man die hinbekommt.
Tendenziell also einiges an Arbeit, die schnell zu nichte gemacht ist, wenn das Ding irgendwo abprallt und die Spitze deformiert wird, oder bricht, weil irgendjemand auf einen Pfeil, der sein Ziel verfehlt hat, drauftritt o.ä.
Der Speer ist sowohl als Nah- als auch Fernkampfwaffe zum Schleudern vielseitiger einsetzbar, weniger produktions- und "wartungsintensiv", und er erlaubt natürlich dadurch, dass man nicht beide Hände benötigt, das gleichzeitige Mitführen eines Schildes, was im Besonderen bei Kulturen, in denen größere metallene Rüstungselemente sonst eher nicht gebräuchlich waren, wichtig gewesen sein dürfte.
Zwei Überlegungen meinerseits:
Steppen. In Verbindung mit Pferden ist der Bogen hier tatsächich eine kaum zu unterschätzende Waffe. Zumindest Zentral- und Westeuropa haben keine Steppen. Vielleicht ist das schon alles, was es an Erklärung braucht.
Andererseits: Auch Plänkler zu Fuß, die es im antiken Europa sehr wohl gab, könnten von Bögen profitieren, und trugen anderswo auch Bögen. In Europa wurden in der Rolle von so gut wie allen Völkern, die mir einfallen wollen, va Wurfspeere verwendet. Selbst die berühmtesten leichten Reiter der Antike, die nordafrikanischen Numidier, verwendeten mWn überwiegend Wurfspeere. Dass die schwere Infanterie wie Hopliten oder Legionäre, deren Hauptaufgabe der Nahkampf war, nicht noch mit Bögen belastet wurden, wie das die Perser taten, kann ich nachvollziehen. Das mit den Plänklern... weniger...
Dabei gab es Bögen ja auch in Europa. Zur Jagd sowieso, aber auch im Krieg (zB in der Schlacht bei Tollense, der ältesten in Europa, von der man mWn weiß), oder in der Sage (Herakles war Bogenschütze).
Und wenn wir schon bei Sagen sind: In der Odyssee (so zumindest eine Interpretation) weiß zumindest auf Ithaka *niemand außer Odysseus, wie man einen Bogen vernünftig zu spannen hat.
* also eigentlich Niemand...
Warum?