Warum römische Zähler bei Kaisern und Königen

Dieses Thema im Forum "Persönlichkeiten im Mittelalter" wurde erstellt von spassig, 27. November 2016.

  1. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Laut Steven Runciman, Die Eroberung von Konstantinopel 1453, bekam Andreas wohl überhaupt kein Geld dafür. Gesichert scheint das jedoch nicht zu sein, aber wahrscheinlich: Jedenfalls starb er ein paar Monate später in Armut. Seine Witwe musste vom Papst 104 Dukaten erbetteln, um das Begräbnis bezahlen zu können.

    Geschäftstüchtig war Andreas Palaiologos jedenfalls, was den Verkauf von Titeln und Thronansprüchen und das Auftreiben von Geldgebern betraf, bloß konnte er mit den Erlösen nicht umgehen und machte immer wieder erneut Schulden. Den Anspruch auf den Thron von Konstantinopel, Trapezunt und Serbien hatte er bereits früher an König Karl VIII. von Frankreich verkauft, gegen eine jährliche Leibrente von 1200 Dukaten.
    Er hatte sich selbst allerdings gar nicht Kaiser von Rom genannt, sondern lediglich Kaiser von Konstantinopel.
     
  2. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Danke für die Info, https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Palaiologos war der Neffe des letzten Kaisers von Byzanz, Konstantin XI.

    Ich vermute, der Kaisertitel wurde von den spanischen Königen nicht verwendet, um diplomatische Schwierigkeiten mit den Kaisern des HRR zu vermeiden. Allerdings wären unter Karl V. die Kaisertitel wieder zusammengekommen (auf einen Titel mehr oder weniger wäre es bei Karl V. wohl nicht mehr angekommen:rofl:).
     

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