Homeros lobt denjenigen Wein, der eine reichliche Mischung zuläßt, wie der des Maron. Der alte Wein erlaubt mehr Wasserzusatz, weil er mehr Wärme aufnimmt, wenn er lange lagert. Manche sagen aber auch, daß die Flucht des Dionysos in das Meer anzeige, daß die Vermischung von Wein schon in alter Zeit bekannt war. Der Wein ist nämlich mild, wenn Meerwasser dazugegossen wird. Homeros hebt besonders den ganz dunklen roten Wein hervor und nennt ihn oft `feurig'. Denn von ihm geht eine höchst belebende Wirkung aus, und er läßt diesen Zustand in denen, die davon getrunken haben, außerordentlich lange anhalten. Theopompos berichtet, dieser dunkle Rotwein sei zuerst auf Chios gewachsen und die Chier hätten das Anpflanzen und Aufziehen der Rebstöcke als erste von Oinopion, dem Sohn des Dionysos, gelernt, der die Besiedlung dieser Insel mit begründete, und hätten es den übrigen Menschen mitgeteilt. Der helle Wein ist dagegen schwach und dünn. Der goldfarbene aber verdaut leichter, weil er eine austrocknende Wirkung hat.