Wie egalitär waren Megalithkulturen?

Die Megalithkulturen sind schon sehr unterschiedlich. Viele Megalithkulturen fallen bereits in die Kupfersteinzeit oder frühe Bronzezeit. Die Verarbeitung von Metall und der Handel damit wird die Gesellschaften erheblich verändert habe, etwa durch die Entstehung spezialisierter Berufsgruppe und neuer Eliten.

Den "Bogenschützen von Amesbury" (in der Nähe von Stonehenge) würde ich schon allein wegen des Goldschmucks im Grab als elitär betrachten. Ob solche reichen Gräber aber Königen, Priestern, reichen Schmieden oder Händlern gehört haben, lässt sich kaum noch ermitteln. Es ist auch beim Grab von Amesbury unklar, ob die Grabausstattung mit Pfeilspitzen kriegerisch oder waidmännisch gemeint war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir können ja einfach mal suchen, was es so zum Thema Egalität gibt. Ist ja durchaus möglich dass es Veränderungen in der langen Zeit gab. Ich habe hier zwei Artikel gefunden, die ich mir malansehen werde. Welche Reputation die Schreiber haben, habe ich keine Ahnung.


 
Zu dieser kupferzeitlichen Ausgrabungsstätte in Südspanien die bislang als Versammlungsplatz interpretiert wurde wird aufgrund neuerer Grabungsergebnisse eine dauerhaft bewohnte Siedlung mit einem gute 1.000 Jahre währenden antihierarchischen Gesellschaftsmodell gesehen.

Zeitungsartikel:
Publikation:
Abschluss der Conclusion:
"Dieser Ansatz stellt bisherige Ansichten, wonach Valencina lediglich ein vorübergehender Sammelplatz gewesen sei, in Frage und stützt stattdessen die Einordnung als frühe komplexe Siedlung, wenn auch ohne institutionalisierte Macht, die auf die Anhäufung von Reichtum ausgerichtet war. Erneut stellen die bemerkenswerten archäologischen Funde der Stätte Herausforderungen für ihre Interpretation dar, die durch weitere vergleichende und interdisziplinäre Analysen bereichert werden könnten."
(deepL-übersetzt)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben