Bockstein
Aktives Mitglied
@dekumatland , sorry was Germanen betrifft, hatte ich mich zu vage ausgedrückt, Du hattest recht
Folge dem Video um zu sehen, wie unsere Website als Web-App auf dem Startbildschirm installiert werden kann.
Anmerkung: Diese Funktion ist in einigen Browsern möglicherweise nicht verfügbar.
Die Frage ist gar nicht schlecht. Marser und Chatten hätten aus ihren Siedlungsgebieten in Richtung Wiehengebirge/Kalkriese direkt durch das römische Kerngebiet an der Lippe gemusst. Mit Überquerung der Lippe.Deine Überlegungen teile ich und finde ich zutreffend, vor allem die Durchzugsfrage von Chatten und Marsern und deren Bemerkbarkeit.
Cherusker: Minden – Kalkriese ca. 60 km ~ 14 h
Brukterer: Münster – Kalkriese ca. 70 km ~ 15 h
Marser: Hagen – Kalkriese ca. 140 km ~ 35 h
Chatten: Fritzlar – Kalkriese ca. 180 km ~ 42 h
Ich glaube, die Marschzeiten sind ohne Pausenberechnung und wirklich darauf ausgelegt, dass man durchläuft. Durch Stock und Stein würde sich die Reisezeit natürlich dementsprechend erhöhen. Ist bei Germanen ein Reisemittel zu Pferd denkbar?
Eine durchschnittliche Marschleistung von 40 km pro Tag halte ich schon für utopisch. Die Faustregel bei Vegetius lautet: 30 km für einen normalen militärischen Tagesmarsch (militaris gradus), 36 km für einen Eilmarsch (plenus gradus).
Wie Du richtig schreibst, müssen auf längeren Strecken Ruhetage einkalkuliert werden, da ist weder das eine noch das andere zu halten. Vielmehr müssen wir mit weniger als 30 Tagen im Durchschnitt rechnen. Von Caesar ist überliefert, dass er die Strecke von Corfinium bis Brundisium (ca. 460 km) in 17 Tagen schaffte, das macht im Durchschnitt etwa 27 km.
Wenn das Tempo keine Rolle spielt. Mit einer Herde Rinder oder Schafe, die unterwegs grasen, kommt man am Tag vielleicht 10 bis 15 km weit.Allerdings muss man die Möglichkeit ein betracht beziehen, dass die Germanen schlicht eine Herde Schlachtvieh dabei hatten (bzw mehrere...). Dass ist mobil, auch nicht schwieriger zu verstecken als ein Heer oder dessen Pferde, und versorgt sich für eine Weile mehr oder minder selbst.
Warum sollte das ein Problem sein?Problem: Wie kommen Marser, insbesondere Chatten in die Gebiete östlich der Westfälischen Bucht?Und zwar relativ unbemerkt von den Römern?
Sepiola (#43) hat Entfernungen jeweils bis Kalkriese angegeben. Allerdings warum bis Kalkriese?
das ist ein plausibler Gedanke! Aber ich vermute, dass bei Überlegungen zu unbemerkten Truppenansammlungen, die ja dann gemeinsam losschlagen sollen, von anderen Zahlen ausgegangen werden muss. Ein quasi vereinzeltes einsickern von kleinen Grüppchen (das wäre wohl vergleichbar mit der undokumentierten Migration) bedarf weiterer Räume und viel Zeit (erst einsickern, dann sammeln/zusammenrotten bis eine Truppenstärke erreicht ist, die es mit drei Legionen aufnehmen kann!) - - oder habe ich da jetzt einen Gedankenfehler?Warum sollte das ein Problem sein?
Denken wir mal an die undokumentierte Migration.
Von Haltern habe ich doch gar nichts geschrieben? Nun, es wäre legitim, "Haltern nicht als Aliso anzunehmen". Haltern ist ein wahrscheinlicher Kandidat für Aliso, mit guten Argumenten dafür. Aber es gibt auch Daten, die eine Gleichsetzung Halterns mit Aliso problematisch erscheinen lassen, wie etwa der Münzhorizont.
Das habe ich durchaus verstanden. Du beziehst dich doch so gerne auf den Satz von Burmeister/Kaestner:
Aufgrund der Leerstellen in der historischen Überlieferung muss man letztlich von den Quellen abstrahieren und sie um Sachverhalte erweitern, die nicht Teil der Überlieferung sind. Dass dies die Gefahr quellenferner Spekulationen mit sich bringt, ist evident.
Die Annahme weiterer Lager an der Lippe und darüber hinaus ist genau so ein Fall, wo dieser Satz greift. Es ist sachlogisch, dass es solche Lager gegeben haben MUSS. Die Frage ist halt, in welchen Abständen und da möchte ich davor warnen, diese starr in Abständen von 20 bis 25 km zu suchen.
Hm ich weiß nicht ob ein Blick auf die Migrationsbewegung hier so passend ist.Denken wir mal an die undokumentierte Migration. Mexiko ist es nicht möglich die Migration aus Mesoamerika in die USA zu kontrollieren.
Ich gehe davon aus, daß es keine Quellen darüber gibt....weder römische noch chattische Tagebucheinträge.
Ich war am Wochenende auf einem Festival, ja, bei annähernd 40°! Da waren außer mir noch 30.000 Leute (also insgesamt 30.001 LeuteWir haben ja ein viel kleineres Gebiet, auf dem sich irgendwo auch drei Legionen plus Wachmannschaften der Kastelle gesammelt haben müssen. Die germanische Bevölkerung war ja ebenfalls noch vor Ort, auch wenn sie wahrscheinlich nicht direkt zu den Römern gelaufen wäre, um zu petzen.
In dem Fall würde der Limes wahrscheinlich besser zur USA–Mexiko-Grenze passen![]()
Nein, muß man nicht, kann aber darüber nachdenken. Und zu einem Festival muß ich deshalb auch nicht.Was wir haben, ist halt die Aussage Dios, dass die Germanen vor dem Angriff auf die Hauptstreitmacht erst die in verschiedenen Stützpunkten stationierten kleineren Einheiten niedergemacht haben sollen.
Falls germanische Truppen an den römischen Stützpunkten an der Lippe vorbeigekommen sind, sollte man doch annehmen, dass sie mit den dort stationierten Römern dasselbe gemacht haben.
Muss man darüber diskutieren, wie sie sich da unbemerkt vorbeigedrückt haben?
Wir verwenden essentielle Cookies, damit diese Website funktioniert, und optionale Cookies, um den Komfort bei der Nutzung zu verbessern.
Siehe weitere Informationen und konfiguriere deine Einstellungen