Wohnungsbau in den 70ern und 80ern

Dieses Thema im Forum "Kunstgeschichte" wurde erstellt von Casual, 10. Oktober 2007.

  1. Casual

    Casual Neues Mitglied

    Was sind eurer Meinug nach typische Merkmale des Wohnungsbaues um 1970 bis 1980 ?
    Besonders bezogen auf Berlin und andere Großstädte in Deutschland.
     
  2. Mercy

    Mercy unvergessen

  3. Balduin

    Balduin Gesperrt

    Anfang der 80iger war ein sehr hohes Zinsniveau 10 - 14 % zum Teil.
    Wenn ich mich so umschaue in dem schönen Dörflein in dem ich wohne würd ich sagen eher schlicht, nicht supermodern mit viel Glas und Co.
    Wobei vielleicht war das damals modern ;)
     
  4. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Hinweis:
    http://www.cuvillier.de/flycms/de/html/30/-UickI3zKPS,wd0k=/Buchdetails.html


    Ansonsten kann ich zur Thematik nur die eigene Wahrnehmung aus dem Aufwachsen in einer Großstadt beitragen.

    Aus der Erinnerung typisch sind die hohen Wohnsilos, zusammengefaßt in Trabanten- oder "Vorort"-Städte (seit Ende der 60er?).

    Größere Freiflächen in der Innenstadt (zT noch als Kriegsfolgen, oder großräumige Parkplätze) wichen einer weiteren Bebauung für Passagen/Einkaufszentren/Hotels etc.

    Bei den Einfamilienhäusern kamen die Flachdach-Bungalows in Mode, sieht man heute kaum bei Neubauten.
     
  5. R.A.

    R.A. Neues Mitglied

    Da fällt mir als erstes ein: Beton.
    Und dann Beton.
    Auch in den Formen Sichtbeton oder Waschbetonplatten.

    Dies alles in meist erstaunlich schlechter Bauqualität - wohl in keiner anderen Epoche, selbst in den schlimmsten Kriegs- und Nachkriegszeiten ist in Deutschland so mies gebaut worden, die meisten Häuser aus dieser Zeit (insbesondere wenn der Staat gebaut hat), sind inzwischen nach kaum 30 Jahren abrißreif bzw. müssen zu Kosten saniert werden, die die Baukosten meistens deutlich übersteigen.
     
  6. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Diese Wohnsilos hatten schon in den 70ern typische Kennzeichen von Ghettos und Slums. Allerdings waren damals die Fleischtöpfe noch voll und es gab noch etwas zu verteilen.

    Ich muss in diesem Zusammenhang immer an die Beschreibung von "Gropius Stadt" in Christiane F.s Biographie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" denken.
     
  7. sala

    sala Neues Mitglied

    Ich würde sagen: In den 70ern Trabantenstädte, Hochhäuser und die "autogerechte Stadt". Die Zerstörung gewachsener Altstadtviertel oder auch die Zerstörung von Villengeibeten (Westend in Frankfurt als Paradebeispiel). In den 80ern sicherlich die Zersiedelung des Umlands, das a
    Auswuchern der Städte hinaus aufs Land, wo immer mehr Schlaforte entstanden sind.
    Vom Baustil veränderte es sich von den 70ern (Beton, "Brutalismus" wie die Ruhruni Bochum) hin zur Postmoderne und zur Nostalgie (Satteldach statt Flachdach, alpin geschnitzte Balkone, Sprossenfensterchen in Neubauten.)
    Mein Tip: Ein Spaziergang durch einen beliebigen Vorort und mal versuchen, die unterschiedlichen Entstehungszeiten zu schätzen. Was man auch feststellen wird: Die Grundstücke werden immer kleiner, die Gauben imer größer und das Ganze immer hässlicher!!
     

Diese Seite empfehlen