Kronen - Insignien der Macht

Dieses Thema im Forum "Kunstgeschichte" wurde erstellt von Rovere, 17. Dezember 2004.

  1. Cassandra

    Cassandra Neues Mitglied

  2. Andronikos

    Andronikos Neues Mitglied

  3. Cassandra

    Cassandra Neues Mitglied


    Kinderkrone Ottos III.

    Goldblech, Edelsteine, Perlen, Filigran

    Im Jahre 983 bestimmte Kaiser Otto II. seinen dreijährigen Sohn Otto zum Mitkönig im Römischen Reich. Der kleine Junge wurde am Weihnachtstag 983 in Aachen zum König gekrönt und inthronisiert. Zu diesem Anlaß wurde möglicherweise die Essener "Kinderkrone" in Auftrag gegeben. Einige Jahre später gelangte die Krone als Geschenk an die Goldene Madonna nach Essen. Jahrhunderte lang krönte man die Marienfigur mit der prunkvollen Krone.
    Quelle
     
  4. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    habe den mal aktualisiert, jetzt mit Bild der Kinder-Krone .. neulich gesehen...faszinierend !!!

    http://www.domschatz.info/schaetze/krone.htm
     
  5. kronenberg

    kronenberg Gast

    Bild Sachsen Krone

    ....hab da ein einmal ein Bild von Sachsen Krone
    gefunden Bild gefunden !
     

    Anhänge:

  6. kronenberg

    kronenberg Gast

    Spanien Krone Isabelle II.

    Wenn die Spanier mal Kronen hatten, dann diese hier

    oder diese....
     

    Anhänge:

  7. MacX

    MacX Neues Mitglied

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Reichskrone vorallem bei den Königskrönungen verwandt wurde, auch wenn sie in Dokus seltsamerweise immer nur in Bezug auf die Kaiserkrönung gezeigt wird...
     
  8. Rovere

    Rovere Premiummitglied

    Welche Quellen geben dir diese ziemliche Sicherheit? Die Krone wurde auch bei Königskrönungen verwendet (das letzte Mal 1764 bei Josef II.), das ist richtig. Sie ist aber seit dem Mittelalter als Reichskrone - und dadurch als Kaiserkrone - bekannt.
     
  9. MacX

    MacX Neues Mitglied

    Wikipedia schreibt
    Rein von der Logik her: wenn eine Krone zur Krönung eines Königs verwendet wird, kann man sie nicht als Kaiserkrone bezeichnen. Belege über die Verwendung der Reichskrone zur Kaiserkrönung, habe ich keine.

    Reichskrone macht Sinn, da der Regent dieses Reichs sowohl König als auch Kaiser sein konnte.
     
  10. royaume94

    royaume94 Neues Mitglied

    das ist nicht die krone von karl X sondern on napoleon!
     
  11. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Was auch deutlich gesagt wird:

     
  12. royaume94

    royaume94 Neues Mitglied

    die kronen sind keine kopien
     
  13. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Gibt es irgendwo eine Auflistung mit Abbildungen der heraldischen Kronen Deutschlands des 18. und frühen 19.Jh.?
     
  14. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2009
  15. Teresa C.

    Teresa C. Aktives Mitglied

    Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel gelesen, worin die Ansicht vertreten wurde, dass es ursprünglich mehrere "echte" Kaiser- bzw. Königskronen (HRR) gab, und die, welche heute als die "Kaiserkrone" gilt, sich erst Anfang des 16. Jahrhunderts als die einzig "Echte" durchgesetzt hat. (So wurde in dem Artikel u.a. darauf verwiesen, dass Dürers Entwürfe zur Türe mit den Ideal-Porträts von Karl dem Großen und Sigmund (Sigismund) (heute zu besichtigen im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg) noch einen Entwurf enthalten, wo Karl der Große noch mit einer anderen Krone dargestellt ist. Weiß jemand mehr darüber?
     
  16. Teresa C.

    Teresa C. Aktives Mitglied

    Und noch zwei Kronen, die in der Schatzkammer der Hofburg zu besichtigen sind.

    Die Rudolfinische Hauskrone, seit 1804 die Krone des Kaisers von Österreich, die ich erst letzten Advent in der Habsburgergasse im 1. Bezirk (Querstraße zum Graben) in Wien als Weihnachtsbeleuchtung dieser Straße bewundern konnte. Als österreichische Kaiserkrone wurde sie nach 1804 zur wichtigsten Insignie des habsburgischen Kaisertums. Die Bezeichnung „Hauskrone“ rührt daher, dass die Krone des Heiligen Römischen R


    Und natürlich der Erzherzoghut, zudem es in der Schatzkammer zu sehen einen Stirnreif aus der Zeit Joseph II., der diese Rekonstruktion des angeblich ursprünglichen Erzherzoghut in Auftrag gegeben hat.
    Hinzu kommen noch zwei weitere (spätere) Erzherzoghüte, die sich erhalten haben.
    Wie das Original ausgesehen haben könnte, scheint nicht ganz sicher, aber als Vorlage wird gerne von diesem Bild ausgegangen, das den "Erfinder" der Erzherzogwürde zeigt. (Eine Herzogskrone, die optisch sich gut mit Kaiser- und Königskronen verwechseln lässt, schon verständlich, dass Karl IV. damit nicht einverstanden war :D )
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2016
  17. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Otto von Botenlauben: (aus Wikipedia übernommen)

    <DD>Karbvnkel ist ain stain genant,<DD>von dem saget man, wie lieht er schine.<DD>der ist min - vnd ist das wol bewant:<DD>zu loche lit er in dem rine.<DD>der kvnig also den waisen hat,<DD>das ime den nieman schinen lat.<DD>mir schinet dirre als ime tvt der:<DD>behalten ist min vrowe als er.
    Er stellt mit dem Waisen die Reichskrone als eine entscheidende Insignie dar. Real war sie natürlich nicht untergegangen, aber er bezieht sich auf einen König, der sie, zumindest zeitweise nicht hatte. Damit bezieht er sich auf Phasen der Regierung entweder von Otto IV. oder Friedrich II.. (Nebenbei bemerkt, ist es die älteste Zitierung des Nibelungenliedes.)

    Walther von der Vogelweide: (wieder nach Wikipedia, leider in Übersetzung)

    Die Krone ist älter als der König Philipp ist.
    Daran könnt Ihr alle gewiss ein Wunder erkennen,
    wie sie ihm der Schmied so passend gemacht hat.
    Sein kaiserliches Haupt passt so gut zu ihr,
    dass sie von rechts wegen niemand Edler trennen soll.
    Keines von beiden schwächt hier das andere
    Sie strahlen beide einander an,
    das edle Gestein gegen den jungen, angenehmen (herrlichen) Mann.
    Die Augenweide sehen die Fürsten gerne.
    Wer nun auch immer in Reichsfragen unschlüssig ist,
    der achte darauf, wem der Waise
    über seinem Nacken steht:
    der Stein ist aller Fürsten Leitstern.

    Dies ist die erste zeitgenössische Erwähnung der Reichskrone, wohl anlässlich der Krönung Philipps von Schwaben (1198). Hier wird klar eine Verbindung vom Reich zu dieser Krone gezogen.

    Natürlich gab es mehrere Kronen. Der besondere Effekt des Waisen, wie er von Albertus Magnus beschrieben wurde, mag diese Krone aber schon früh herausgehoben haben.

    Allgemein werden schon diese ersten Erwähnungen der Reichskrone als Belege ihrer Bedeutung verstanden.
    </DD>
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2016
  18. Teresa C.

    Teresa C. Aktives Mitglied

    Doppelpost, aber das ursprüngliche Statement ...

    kann ich aufgrund seiner Form- und Schreibfehler nicht so stehen lassen, und eine Korrektur ist jetzt leider nicht mehr notwendig. Ich bitte für diese Schlamperei um Entschuldigung. (Ich wurde beim Schreiben heute leider unterbrochen, und zur Korrektur war nachher keine Zeit mehr.):weinen::motz:
    --------------------------------------------

    Und noch zwei Kronen, die in der Schatzkammer der Hofburg zu besichtigen sind.

    Die Rudolfinische Hauskrone, seit 1804 die Krone des Kaisers von Österreich, die ich erst letzten Advent in der Habsburgergasse im 1. Bezirk (Querstraße zum Graben) in Wien als Weihnachtsbeleuchtung dieser Straße bewundern konnte. 1804 wurde sie die österreichische Kaiserkrone.

    Und natürlich der Erzherzoghut, die andere Hauskrone der Habsburger bzw. von Haus Österreich. Angeblich haben sich mindestens zwei Erzherzoghüte erhalten, allerdings erst aus der Zeit nach 1550.

    In der Schatzkammer ist ein Stirnreif aus der Zeit Joseph II. zu bewundern, der von Kaiser Joseph II. als Rekonstruktion des angeblich ursprünglichen Erzherzoghut in Auftrag gegeben wurde.

    Wie das Original aussah, das ist nicht gesichert, es ist nicht einmal sicher, ob es einen originalen Erzherzoghut aus der Zeit von Herzog Rudolf IV. von Österreich (besser bekannt als Rudolf der Stifter, der "Erfinder" dieser Krone) gegeben hat oder ob er nur eine Rekonstruktion war, die in die Bildgestaltung eingegangen ist.

    Wie der ursprüngliche Erzherzoghut ausgesehen haben könnte - als Vorlage wird gerne dieses Bild aus dem 14. Jahrhundert verwendet. Die Krone dort trägt wesentliche Merkmale (Bügel, Kreuzaufsatz) einer typischen Kaiser- und Königskrone. (Schon verständlich, dass Karl IV. seinem Schwiegersohn die Verwendung einer solchen Insignie sogar verboten hat! :D )
     
  19. Teresa C.

    Teresa C. Aktives Mitglied

    </dd><dt>
    </dt><dt>Dank an Riothamus für die beiden interessanten Zitate.
    </dt>
    Eigentlich schade, dass keiner der beiden Dichter eine Beschreibung der Krone (wenigstens im Ansatz) hinterlassen hat. Es wäre sicher interessant, Hinweise darauf zu haben, wie die Kaiser- oder Königskrone (HRR) damals ausgesehen haben dürfte.

    In dem Aufsatz wurden u. a. die Aussagen von Anwesenden bei den Kaiserkrönungen von Sigismund und Friedrich III. (z. B. aus der "Historia Austrialis" von Enea Silvio Piccolominis) gebracht, die im Widerspruch zum Aussehen der Kaiserkrone (oder vielleicht auch nur jener Krone, die letztlich im Kampf um den Platz der "echten" Kaiserkrone "gesiegt" hatte) stehen.

    Und außerdem wurde in einer Fußnote eben auch eine Skizze für die "Türe" von Albert Dürer erwähnt, wo Düres Karl der Große angeblich noch mit einer anderen Krone dargestellt war.
     
  20. flavius-sterius

    flavius-sterius Aktives Mitglied

    Der Vollständigkeit halber

    Die Badische Krone - LEO-BW

    Die Krone des Großherzogtums Baden (badisch-bescheiden aus wiederverwendeten Materialien)
     
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