Brieftauben (sic!)

dekumatland

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Auf Kurzstrecken wurden Brieftauben im Grabenkrieg des Ersten Weltkriegs auf deutscher wie auf französischer Seite eingesetzt, wenn Telefon- und Telegrafenleitungen zerstört und optische oder drahtlose Telegrafie ebenso wenig möglich waren wie eine Übermittlung durch Melder.
Die beiden Weltkriege bildeten das letzte große Einsatzgebiet der Taubenpost zu militärischen Zwecken. Es gab schätzungsweise 100.000 Brieftauben im Ersten Weltkrieg zur Nachrichtenübermittlung. Ihre Erfolgsrate bei der Überbringung von Nachrichten lag bei ungefähr 95 Prozent. Zu ihren Ehren wurden mehrere Denkmäler errichtet, deren größtes im französischen Lille mehr als 20.000 gefallener Brieftauben gedenkt.

...wie nicht anders zu erwarten, finden sich Brieftauben auch im --- Festungsbau! Man findet im Netz Fotos der Brieftaubenverschläge der Festungen Verdun, Metz u.a. Und sehr hübsch dazu aus der Festung Boyen/Lötzen:
Bildschirmfoto 2026-02-01 um 13.16.25.png
 
Nur zur Ergaenzung: Auch die britische Seite setzte Brieftauben ein. Gerne wurden sie bei Erkundungsoperationen eingesetzt, wenn eine Person alleine unterwegs war und man schnell Erkenntnisse schicken musste. In Lyn Macdonalds Buch "Somme" (1983) wird eine Instanz beschrieben in der ein Offizier mit zwei Brieftauben im Gepaeck auf Erkundungsmission ging und viele Tage spaeter mit wichtigen Informationen zurueckkam. Er wurde gefragt warum er denn so wichtige Informationen nicht sofort per Taube geschickt habe. Die Antwort war, dass er sich nach ein paar Tagen gezwungen sah die Tierchen zu essen...

Nun, auf jeden Fall, wurden Brieftauben auch von britischer Seite eingesetzt, worauf ich aus rein pedantischen Gruenden ergaenzen wollte um nochmal zu unterstreichen wie wichtig die Taeubchen damals waren und zu sagen, dass es ein interessantes Thema ist, welches aufzeigt wie sehr sich Nachrichtenuebermittlung geaendert hat. Aber um beim Thema zu bleiben: Brieftauben - so extrem wichtig, dass es Taubenschlaege gab, von allen Seiten zur Kommunikation eingesetzt und manchmal als, uhm, Proviant.
 
Nur zur Ergaenzung: Auch die britische Seite setzte Brieftauben ein.
die Brieftauben für militärische Kommunikation waren im 19. Jh. wohl so ziemlich überall gebräuchlich. Was mich aber doch sehr verblüfft hatte, ist der britische Einsatz von Glühwürmchen!
Britische Soldaten nutzten die Biolumineszenz von Leuchtkäfern. Sie bastelten mit großen Mengen eingefangener Glühwürmchen aus Glasgefäßen Lampen. Deren kurzzeitiges Licht war sanft und damit für den Feind weniger sichtbar. Auf diese Weise konnten Karten, Nachrichten und Feldpost an dunklen Orten gelesen werden, in Schützengräben und Tunneln.[77]
aus Tiere im Ersten Weltkrieg – Wikipedia , wo als Quelle für dieses Kuriosum eine Sendung des bayrischen Rundfunks angegeben wird.
 
Nur zur Ergaenzung: Auch die britische Seite setzte Brieftauben ein. Gerne wurden sie bei Erkundungsoperationen eingesetzt, wenn eine Person alleine unterwegs war und man schnell Erkenntnisse schicken musste. In Lyn Macdonalds Buch "Somme" (1983) wird eine Instanz beschrieben in der ein Offizier mit zwei Brieftauben im Gepaeck auf Erkundungsmission ging und viele Tage spaeter mit wichtigen Informationen zurueckkam. Er wurde gefragt warum er denn so wichtige Informationen nicht sofort per Taube geschickt habe. Die Antwort war, dass er sich nach ein paar Tagen gezwungen sah die Tierchen zu essen...

Nun, auf jeden Fall, wurden Brieftauben auch von britischer Seite eingesetzt, worauf ich aus rein pedantischen Gruenden ergaenzen wollte um nochmal zu unterstreichen wie wichtig die Taeubchen damals waren und zu sagen, dass es ein interessantes Thema ist, welches aufzeigt wie sehr sich Nachrichtenuebermittlung geaendert hat. Aber um beim Thema zu bleiben: Brieftauben - so extrem wichtig, dass es Taubenschlaege gab, von allen Seiten zur Kommunikation eingesetzt und manchmal als, uhm, Proviant.
die Brieftauben für militärische Kommunikation waren im 19. Jh. wohl so ziemlich überall gebräuchlich. Was mich aber doch sehr verblüfft hatte, ist der britische Einsatz von Glühwürmchen!

aus Tiere im Ersten Weltkrieg – Wikipedia , wo als Quelle für dieses Kuriosum eine Sendung des bayrischen Rundfunks angegeben wird.

Brieftauben waren eben zuverlässig, und sie haben im ersten Weltkrieg buchstäblich Leben gerettet. Wenn kein Trägertrupp, kein Melder, auch kein Meldehund mehr durchkam, dann vertraute man auf Brieftauben. Auch Tankbesatzungen und Stoßtrupps führten als letzte Reserve oft Brieftauben mit, um dringende Meldungen zu transportieren. In Fort Vaux blieb Kommandant Raynal zuletzt nur noch Brieftauben, um das Oberkommando und die hinteren Stäbe zu informieren, dass man keinen Widerstand mehr leisten und Vaux übergeben muss.

Die Brieftaube kam durch, wenn auch leicht gasvergiftet und wurde mit einer Medaille ausgezeichnet.

Irgendwo habe ich mal gelesen, die Deutschen haben Falken und Habichte eingesetzt, um Brieftauben bei Verdun abzufangen.

Im Stellungskrieg, im Grabenkampf haben sich Brieftauben häufig bewährt. Sie waren schnell, zuverlässig, und man konnte sie leicht in einem kleinen Käfig mit an die Front nehmen und in höchster Not eine Meldung nach hinten senden um Verstärkung oder Feuerschutz und in vielen Fällen haben sich die Tauben bewährt. Alle kriegführenden Nationen vertrauten im Weltkrieg auf Tauben.
 
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