Luftkrieg: Wieluń, die Bombardierung am 1.9.1939

Das Theaterstück hatte seine größte Resonanz im Nürnberger Prozess erreicht, in der damaligen Propaganda war es blos ein ganz kleiner Aspekt der dort aufgeführten Kriegsgründe, wie Zeitungen und Zeitschriften der damaligen Zeit bestätigen (1.-3.9.39).
Erst weit nach dem Kriege wurde es herausragend in die Geschichtsbetrachtung eingebracht.
Und, wo ist das Problem? Ändert nix an der Sache!
 
@ Sepiola:
Dein Beitrag@ ist 231 ein guter Beitrag.
da stimme ich zu!
Jedoch den Author den Du zitierst, der ist unpraezise und fuehrt seine Leser dadurch schlichtweg in die Irre. Unserioes.
dein @bibliophile sehr negatives Urteil über Hans-Erich Volkmann – Wikipedia kann ich nicht nachvollziehen. Seinen Aufsatz über Wielun hatte @Sepiola verlinkt https://d-nb.info/1373154268/34 und auch ausführlich daraus zitiert.
Auch nach den in Deutschland gültigen Rechtsgrundsätzen hätte die Luftwaffe Wieluń nicht bombardieren dürfen.
und ebenso Volkmann:
Zudem war das Verbot des Angriffs auf nicht militärische Ziele in modifizierten Einzelparagrafen fixiert. Richthofen verletzte, daran kann kein Zweifel bestehen, mit der Bombardierung Wieluńs kriegsvölkerrechtliche Normen der Haager Landkriegsordnung, die zur Tatzeit internationale Rechtsverbindlichkeit besaßen.
der den Angriff eindeutig als Kriegsverbrechen klassifiziert.

Die vielen Zitate aus den germandocsinrussia, die @didihummel gepostet hat: ich sehe da bislang nichts, was Volkmanns Fazit widerlegen könnte.
 
Ich kann sie punktgenau datieren, weil sie nach Süden (Südwesten) ausgerichtet waren.
@logo kannst du das etwas genauer erklären? Ich kenne mich mit Stellungsbau/Schützengräben dieser Zeit kaum aus und könnte irgendwelche halb erodierte (ehemal passagere) Gräben/Befestigungen weder datieren noch ihre Ausrichtung eindeutig feststellen.
Gibt es denn Skizzen oder gar Pläne?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die vielen Zitate aus den germandocsinrussia, die @didihummel gepostet hat: ich sehe da bislang nichts, was Volkmanns Fazit widerlegen könnte.
Im Gegenteil: Die oben genannten Zitate belegen ja gerade, dass der Ort kein militärisches Ziel war.

Die Benennung der außerhalb von Wieluń gelegenen Flugplätze (oder eher Flugfelder), und auch der Stellungen, als in Wieluń anstatt z.B. "nordwestlich Wieluń" ist zudem ein Beleg für die Manipulation der Unterlagen: Niemand der einen Angriffsplan schreibt oder dokumentiert, wird so etwas unwissentlich oder schlampig erledigen. Die deutsche Aufklärung war gründlich, der völkerrechtswidrige Überfall auf Polen von langer Hand vorbereitet, und ebenso die deutschen Morde an den unschuldigen Opfern im Sender Gleiwitz und an den polnischen Eisenbahnern noch auf deutscher Seite der Warthe:

Es waren langfristig vorbereitete Kriegsverbrechen, was in den getürkten Berichten der deutschen Kriegsführung ja auch überdeutlich wird.

Und erst recht der gezielte Angriff auf die Innenstadt von Wieluń! Niemand wirft "mal ebenso so" SC 250 Sprengbomben auf eine schlafende und unverteidigte Kleinstadt, als Primärziel eines langfristig vorbereiteten Angriffs...

Die deutschen Truppen in Heer und Luftwaffe wussten sehr genau was sie taten!

Nachtrag: Wer das Ausmass der Zerstörungen bezweifelt, möge sich die vielen von deutscher Hand angefertigten Luft- und Bodenaufnahmen von Wieluń genauer anschauen, eine Bildersuche im Internet und die Zuhilfenahme eines Stadtplans sind dabei hilfreich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann heutige Moralauffassungen nicht anno dunnemaligen Moralauffassungen unterschieben, bzw vergleichen. Ebenso werden kuenftige Generationen den Kopf schuetteln ueber unsere heutige Moralauffassungen und Politik.
So, wenn wir heute in Unison sagen 'dies und das' war ein Kriegsverbrechen, so mag man vorher hinzufuegen: "nach heutiger Auffassung oder Perspektive".
 
Ach es gab keine Volksabstimmungen über die noch zu ziehenden Grenzen ?
Erzaehl uns doch mal.
da stimme ich zu!

dein @bibliophile sehr negatives Urteil über Hans-Erich Volkmann – Wikipedia kann ich nicht nachvollziehen. Seinen Aufsatz über Wielun hatte @Sepiola verlinkt https://d-nb.info/1373154268/34 und auch ausführlich daraus zitiert.
So what?
Volkman's 'Aufsatz' habe ich gelesen und kam zum Schluss dass er sehr unpraezise ist. Natuerlich richtet er sich mit seinem 'Aufsatz' an eine gewisse Zielgruppe. Nichts falsch damit. Nur, als 'Historiker', egal wie gepriesen, sehe ich einige Maengel.
 
Wir schreiben hier das Jahr 1939 und sollten uns in die Denkweise der damalige Entscheidungstraeger versetzen.
genau das versuche ich ja mit den Akten nachzuvollziehen, warum die verantwortlichen Kommandeure so gehandelt haben, denn ich glaube nicht daß sie mit Absicht Zivilisten töten wollten. Sie wollten meiner Meinung nach die Stäbe sowie Führungs- und Versorgungsteile einer Kavallerie Brigade und einer Infanterie Division sowie die Infrastruktur treffen. Den Tod unschuldiger Zivilisten hat man dabei billigend in kauf genommen. Daß es zum Zeitpunkt der Angriffe keine größere Stäbe oder sonstige größere Truppenkörper in Wielun gab ist uns heute bekannt. Aber den damals verantwortlichen Offizieren ? da hab ich auf Grund der Aktenlage so meine Zweifel.
Ob die Bombardierung der Stadt dennoch als Kriegsverbrechen gewertet werden kann weiß ich nicht, das würde ich lieber den Völkerrechtlern überlassen, aber wenn ja, dann eher als unabsichtliches weil, meine Meinung, kein Vorsatz.
Gibt es den Tatbestand des unabsichtlichen Kriegsverbrechens überhaupt?

Zumindest ist die Auswirkung der Stuka-Angriffe durchaus die eines Terror-Angriffs und es ist verständlich, wenn die Bewohner Wieluns glaubten daß der Überfall ihnen galt.
 
Zuletzt bearbeitet:
genau das versuche ich ja mit den Akten nachzuvollziehen, warum die verantwortlichen Kommandeure so gehandelt haben, denn ich glaube nicht daß sie mit Absicht Zivilisten töten wollten. Sie wollten meiner Meinung nach die Stäbe sowie Führungs- und Versorgungsteile einer Kavallerie Brigade und einer Infanterie Division sowie die Infrastruktur treffen. Den Tod unschuldiger Zivilisten hat man dabei billigend in kauf genommen. Daß es zum Zeitpunkt der Angriffe keine größere Stäbe oder sonstige größere Truppenkörper in Wielun gab ist uns heute bekannt. Aber den damals verantwortlichen Offizieren ? da hab ich auf Grund der Aktenlage so meine Zweifel.
Und berechtigte Zweifel. Red tape innerhalb von Organisationen und Hirarchien lassen diese traege statt flink handeln: 911, Oktober Israel etc.
Ob die Bombardierung der Stadt dennoch als Kriegsverbrechen gewertet werden kann weiß ich nicht, das würde ich lieber den Völkerrechtlern überlassen,
Voelkerrecht ist in leicht verstaendlicher Sprache geschrieben. Und ja, nach heutiger Auffassung war es durch aus ein Kriegsverbrechen, da sind sich alle einig.Doch gegen welches damals gueltige Voelkerrecht wurde damals verstossen? Keines wie ich schon dargelegt hatte.
aber wenn ja, dann eher als unabsichtliches weil, meine Meinung, kein Vorsatz.
Das gibt es nicht. Eines der Nuernberger Prizipien besagt, dass jeder allein fuer seine Handlungen verantwortlich ist.
Gibt es den Tatbestand des unabsichtlichen Kriegsverbrechens überhaupt?
Nein. Auch Befehlsnotstand haelt kein Wasser.
Zumindest ist die Auswirkung der Stuka-Angriffe durchaus die eines Terror-Angriffs und es ist verständlich, wenn die Bewohner Wieluns glaubten daß der Überfall ihnen galt.
Aber sicher
 
@logo kannst du das etwas genauer erklären? Ich kenne mich mit Stellungsbau/Schützengräben dieser Zeit kaum aus und könnte irgendwelche halb erodierte (ehemal passagere) Gräben/Befestigungen weder datieren noch ihre Ausrichtung eindeutig feststellen.
Gibt es denn Skizzen oder gar Pläne?
Nein Pläne und Skizzen habe ich im Fall Wielun bisher nicht gefunden. Es ergab sich nur , dass wir auf dem Weg nach Krakow einen Abstecher machten.
Nun kann ich aber Stellungsbau genau defieren. Die Ausrichtungen sind entscheidend. Bestes Beispiel für alle die mal die Gedenkstätte Seelower Höhen besucht haben oder besuchen wollen.
Noch heute sind die Hinterhangstellungen nahe der Gedenkstätte zu besichtigen, wo die 8,8 er und andere Geschütze eingegraben waren. Die Schussrichtung sieht man daran, wo der Platz für den Rückstoß frei gehalten wird. Bei SMG Stellungen kann man teilweise heute noch die Stellen der angestapelten Muni Kästen erkennen und natürlich auch die Schussrichtungen.
Bei der Schlacht um Halbe kann man heute noch die vorbereiteten deutschen Stellungen sehen und auch die russischen schnell errichteten Stellungen gegen die verschiedenen Kesselränder. Es ist eine Frage, der Erfahrung und der Kenntnis der Kämpfe und hilfreich ist auch das man mal in einer Armee gedient hat, möglichst Artillerie.
 
Im Gegenteil: Die oben genannten Zitate belegen ja gerade, dass der Ort kein militärisches Ziel war.

Die Benennung der außerhalb von Wieluń gelegenen Flugplätze (oder eher Flugfelder), und auch der Stellungen, als in Wieluń anstatt z.B. "nordwestlich Wieluń" ist zudem ein Beleg für die Manipulation der Unterlagen: Niemand der einen Angriffsplan schreibt oder dokumentiert, wird so etwas unwissentlich oder schlampig erledigen. Die deutsche Aufklärung war gründlich, der völkerrechtswidrige Überfall auf Polen von langer Hand vorbereitet, und ebenso die deutschen Morde an den unschuldigen Opfern im Sender Gleiwitz und an den polnischen Eisenbahnern noch auf deutscher Seite der Warthe:

Es waren langfristig vorbereitete Kriegsverbrechen, was in den getürkten Berichten der deutschen Kriegsführung ja auch überdeutlich wird.

Und erst recht der gezielte Angriff auf die Innenstadt von Wieluń! Niemand wirft "mal ebenso so" SC 250 Sprengbomben auf eine schlafende und unverteidigte Kleinstadt, als Primärziel eines langfristig vorbereiteten Angriffs...

Die deutschen Truppen in Heer und Luftwaffe wussten sehr genau was sie taten!

Nachtrag: Wer das Ausmass der Zerstörungen bezweifelt, möge sich die vielen von deutscher Hand angefertigten Luft- und Bodenaufnahmen von Wieluń genauer anschauen, eine Bildersuche im Internet und die Zuhilfenahme eines Stadtplans sind dabei hilfreich.
Na klar die "schlafende" und "unverteidigte Stadt.
Warum hat den die "unverteidigte" Stadt ein Rotes Kreuz auf dem Krankenhaus gemalt, wenn doch niemals eine Verteidigung im Sinne gewesen wäre ?
 
Der Krieg lag in der Luft und erste Grenzzwischenfälle hatte es bereits vor dem 1. September gegeben. Dass die Polen Verteidigungsvorbereitungen trafen und Krankenhäuser kennzeichneten, war also bloß folgerichtig. Dem Krankenhaus von Wieluń hat das aber nichts genutzt, es ist bei der ersten Angriffswelle gleich zerstört worden. den Überfall zu verharmlosen, in dem man schlafend und unverteidigt in Anführungszeichen setzt, ist nicht akzeptabel!
 
Der Krieg lag in der Luft und erste Grenzzwischenfälle hatte es bereits vor dem 1. September gegeben. Dass die Polen Verteidigungsvorbereitungen trafen und Krankenhäuser kennzeichneten, war also bloß folgerichtig. Dem Krankenhaus von Wieluń hat das aber nichts genutzt, es ist bei der ersten Angriffswelle gleich zerstört worden. den Überfall zu verharmlosen, in dem man schlafend und unverteidigt in Anführungszeichen setzt, ist nicht akzeptabel!
Warum wohl wurde das Krankenhaus getroffen ? Wetterlage berücksichigt in Verbindung mit der Sturzhöhe ?
Ich setze in Abführungsstrichel was ich will, hier sind ja auch viele unterwegs die meinen wenn Feldstellungen um ein Ort herum sind, dann ist eine Stadt unverteidigt.
Das erzähle mal den alliierten Bomberverbänden auf allen Kriegsschauplätzen.
 
Das erzähle doch bitte den user der das Wort hier einbrachte.
Da du in die gleiche Kerbe schlägst bist du auch eine richtige Adresse, zumal du hier im Forum dieses Kriegsverbrechen verharmlost/negierst!
Siehe auch "El"s Kommentar!
Der Krieg lag in der Luft und erste Grenzzwischenfälle hatte es bereits vor dem 1. September gegeben. Dass die Polen Verteidigungsvorbereitungen trafen und Krankenhäuser kennzeichneten, war also bloß folgerichtig. Dem Krankenhaus von Wieluń hat das aber nichts genutzt, es ist bei der ersten Angriffswelle gleich zerstört worden. den Überfall zu verharmlosen, in dem man schlafend und unverteidigt in Anführungszeichen setzt, ist nicht akzeptabel!
 
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