300 - Frank Miller

Natürlich war es Ironie, ich vergesse immer das man das über die Schriftliche Kommunikation nicht immer so gut nachvollziehen kann. Bei dem Datum hatte ich nur n' Zahlendrehe tut mir Leid ;)
 
Ich war gestern in dem Streifen und es erscheint eigentlich drollig und bezeichnend zugleich, dass man wirklich die Quintessenz des Filmes durch die Vorschau schon kennt. Ein bisschen überrascht war ich vielleicht über die Mischung aus Sex and Crime, welche ich allerdings durch französische und japanische Comics in der Art schon kannte.
Positiv fand ich, dass doch ein bisschen Allgemeinwissen rüberkam, welches den Zuschauer darin bestärkt im Schulunterricht doch aufgepasst zu haben, wenn man bspw. den Spruch mit dem Schild von der Königin hört. Außerdem fand ich die Darstellung der Stadt ganz nett. Die visuellen Effekte mögen ganz gut gemeint sein, aber sie führten zumindest bei mir zu einer Art Sättigung nach einer halben Stunde Gemetzel. Gut gefiel mir auch, dass das Alter der Königin halbwegs zum König passte und auch unter den Kriegern nicht die obligatorisch uralten Männer waren. Man konnte den kleinen Herkulestypen schon halbwegs abnehmen, dass sie Schild und Speer tragen können. Ganz kurz wirkte sogar die Kampfkunst der Spartaner halbwegs sinnvoll dargestellt, was allerdings zum Ende hin immer sinnfreierem Rumgehopse (mit schwerem Schild schon physisch unmöglich) zum Opfer fiel.

Als negativ, kann man es kaum nennen, aber ich muss zugeben, dass der Film unfreiwillig komisch doch an mehr als einer Stelle war. So lief die Königin immer gewandet herum, als käme sie geradewegs aus einem SM-Klub:autsch: , kein Wunder, dass sie von den Männern immer so sonderbar angeschaut wurde, die Kleidung wurde immer mal wieder durch eine Menge von Ledergürteln oder Riemen zusammengehalten. (Scheinbar wollte man nicht den Polyestermüll einsetzen, worin man Angelina Jolie mehr oder weniger "gehüllt" hatte. :rofl: ) Diese Unsterblichen erinnerten mich mit ihren Masken entweder an Fasnetsmasken aus Schwaben oder Baden, oder an antike Theatermasken, jedenfalls musste ich da fast loslachen, weil die wirklich albern ausschauten. Die Kampfweise mit den zwei Schwertern (sollten sie an fernöstliche Kampfkunst erinnern, ein paar Chinesen oder Mongolen glaube ich auch kurz gesehen zu haben :rofl: ) sah aber wirklich zum Schreien ulkig aus. Die Perser waren einfach so aufgesetzt und unglaubwürdig dargestellt worden, dass dies dem Film jeden Ernst nahm, was allerdings auch die Blut- und Eisenreden der Spartaner entschäfte. Die gesellschaftliche Struktur in Sparta wurde völlig verzerrt präsentiert, dass man den Eindruck bekam, es hätte dort ausschließlich Kasten von Handwerkern, Politikern und Kriegern gegeben, was aber wohl dem widersprochen hat, dass der Stadtstaat einige Tausend Krieger aufstellen konnte. Von griechischer Kunst und Kultur, worauf Leonidas ja ständig beharrte, sah man garnichts. Keine hübschen Vasen, keine Statuen oder kunstvoll ausgemalte Räume, man fragte sich leicht, welche Kultur er denn verteidigen sollte, vor allem wenn in mancher Szene gegenüber anderen Griechen geradezu eine Kulturschelte aus dem Munde des Königs erklang. Von dem Orakel und solchem Unsinn mal ganz zu schweigen...
Wie in einem üblichen filmischen Trash wurde nicht nur Gesetzen der Schwerkraft, sondern auch der Logik, deren sich die Griechen so rühmten, alle paar Minuten widersprochen und ja, die Getreidefelder gingen mit der Zeit auf die Nerven. Die vielen verunstalteten, vernarbten Menschen bei den Persern sorgten auch für ein gewisses Abstumpfen mit der Zeit.

Schwierig bleibt eine Bewertung, vor allem da der Film schwerlich unter ernsthaften historischen Filmen einzuordnen ist. Ich würde ihm 4 von 10 abgeschlagenen Gliedmaßen geben. Drei Punkte sind so die Schwelle, wenn ich mein Geld zurück haben will.;)
Eine Empfehlung an alle, die etwas schwächere Nerven haben: nicht reingehen, verpasst habt ihr auch nichts.
 
Das einzige, was ich ein wenig blöd bei der Kampfchoreografie fand war, dass die Spartaner zu Anfang noch ihre Schildstellung hatten, um gegen die Übermacht ankämpfen zu können, diese jedoch im Verlauf nicht mehr eingenommen hatten, obwohl die Gegner gefährlicher wurden.
Naja, vielleicht hatten sie hinter ihren Schilden Langeweile und wollten endlich Action. Oder sie haben gemerkt, dass sie eh untergehen und wollten noch ihren Spass, oder sie haben gemerkt, dass die Gegner doch nicht so stark waren und kaum mal deren Schwert ein Ziel fand, so dass die Schilde nicht so wichtig waren. Wer weiß... ;)
 
Oder sie haben gemerkt, dass sie eh untergehen und wollten noch ihren Spass, oder sie haben gemerkt, dass die Gegner doch nicht so stark waren und kaum mal deren Schwert ein Ziel fand, so dass die Schilde nicht so wichtig waren. Wer weiß...
Dann hätten sie ihren Gollum aber auch bis zu dem Zeitpunkt vertrösten können.:rofl:
 
Eines muss man dem Film lassen: es ist ein Kracher. Genau deswegen und weil wirklich alles wie gemalt aussieht, durchgeschönt bis zum letzten, glaube ich nicht, dass jemand es als historisch ansieht. Der Offsprecher nervte zwar relativ schnell, da er zuviel Ellipsen und markige Worte nutzte, die irgendwann langweilig waren, aber sonst eine runde Sache. Historisches Vorwissen hat den Spaß nur in der Ephorenszene gestört (und als man in Sparta einen arbeiten sah, wie krank ist das denn?) Musik hat genauso reingehauen wie die Spartaner in die Perser und visuell haben mich nur wenige Sachen gestört. An die Kurzhaarfrisuren der Kinder konnte ich mich nicht gewöhnen, wirkte merkwürdig und wieso Ephialtes unbedingt einen Panzer haben wollte, obwohl Spartaner doch nur 2 Lederriemen um die Schultern brauchen, verstand ich auch nicht. Von Xerxes bekam er letztendes auch nur einen Hut. 8 Liter Perserblut in den 10-l-Eimer von mir.


Wieso war Leonidas eigentlich so auf die Schlucht bedacht, wenn sie am Ende eh immer nur davor kämpften?
Mein Kumpel bat mich am Ende sogar ihm zusagen, ob es wirklich so war. Besonders das Kinderaussetzen hat ihn mehr als verwundert. Der Bitte kam ich natürlich mit Freuden nach.
Selbst solche Filme können also zur Auseinandersetzung mit Geschichte führen.


PS: Jenem Kumpel fiel auch auf, dass die Computeranimierten Blutspritzer nie bis zum Boden kamen, sondern immer vorher verschwanden, sodass die Spartaner ständig auf trockener Erde kämpften.
 
Mein Kumpel bat mich am Ende sogar ihm zusagen, ob es wirklich so war. Besonders das Kinderaussetzen hat ihn mehr als verwundert. Der Bitte kam ich natürlich mit Freuden nach.
Sowas ähnliches erlebten wir auch im Kino und das finde ich dann wieder beruhigend, dass es eben doch Leute gibt, die das ganze versuchen historisch einzuordnen, was aber auch wiederum dafür spricht, dass es sich um einen historischen Film handelt.:grübel:
 
An die Kurzhaarfrisuren der Kinder konnte ich mich nicht gewöhnen, wirkte merkwürdig und wieso Ephialtes unbedingt einen Panzer haben wollte, obwohl Spartaner doch nur 2 Lederriemen um die Schultern brauchen, verstand ich auch nicht. Von Xerxes bekam er letztendes auch nur einen Hut. .

Ich denke es liegt an der Übersetzung, die wie in 99% der synchronisierten Fällen einfach schlecht ist. Im englischen Orginal will Ephialtes nämlich eine Uniform haben und nicht einen Panzer oder Rüstung. Und die bekommt er ja letztendlichauch.
 
Sowas ähnliches erlebten wir auch im Kino und das finde ich dann wieder beruhigend, dass es eben doch Leute gibt, die das ganze versuchen historisch einzuordnen, was aber auch wiederum dafür spricht, dass es sich um einen historischen Film handelt.:grübel:
Historische Filme müssen vielleicht unglaublich sein und größere Freiheiten aufweisen, damit man sie nicht einfach hinnimmt.
Ich plädiere für größere Ungenauigkeiten und Fehler in Filmen. Machen wir eine Menschenkette.
 
Also ich habe den Film auch gesehen und fand ihn ok, d.h. ich habe die Zeit oder das Geld fürs Kino Ticket nicht bereut.

Als ich Zuhause angekommen war habe ich bei Wikipedia einige Sachen nachgeschlagen und festgestellt das viele Sachen in der Einführung (also ca. die ersten 30 Minuten) über die Spartiaten stimmten. Insbesonder die Ausführungen zur Agoge.

Der Rest des Films (Schlachten / Optik des Films) war natürlich 100% Popkorn.


btw.
Ich würde gar nicht darauf kommen aus einen solchen Film Rückschlüsse oder Meinungen über ein heutiges Volk zu schließen.
 
Übrigens, jetzt habe ich auch das Comicheft wiedergefunden, das vermutlich Frank Miller zu seinen "300" inspiriert hat:
Alberto Breccias "Mort Cinder", insbesondere Kapitel 9 hier:
Mort Cinder - Wikipedia, the free encyclopedia

Das gab es einmal in zwei Bänden bei Carlsen (davon war in letzterem die "Battalia de las Termopilas".

Stilistisch stehen sich der Amerikaner Miller und der Argentinier Breccia sehr nahe, zeitlich liegen fast 30 Jahre dazwischen - Breccias "Battalia" entstand 1963-64.
Und hat obendrein den Charme, die Perser nicht als Ausgeburten der Hölle zu karikieren (wenngleich ein gerüttelt Maß Blut-&-Muskel-Erotik nicht abzustreiten ist).
 
Ich werd mir den Film auf DVD anschauen.
Wenn ich historisch-korrektes Fernsehen/Film sehen will muss ich History Channel oder Knop schauen.
Im ZDF gabs vor paar Wochen eine Doku zu Sparta (weil auch "300" anlief). Daraufhin habe ich mir aus der Bibliothek ein Buch ausgeliehen, einen Roman "Sparta" von Steven Pressfield.(Original 1998, auf deutsch 2001).
ZDF und Buch decken sich weitestgehend. Und in beiden wird der spartanische Staat nicht runtergemacht, weil er grausam sei, nein er wurde gezeigt wie er war: grausam in der Erziehung der spartiatischen männlichen Kinder und Jugendlichen zu Kriegern, die damals einmalig waren.
Ob die spartanische Königin in Strapsen oder Lederriemen rumlief, für einen Unterhaltungsfilm ist das doch geil.
Steht bei "300" "historischer Film"? Na also.
 
Steht bei "300" "historischer Film"? Na also.

Naja, um ehrlich zu sein schon.
Der Film stellt ein Stück Historie dar (nicht ein Stück Literatur wie "Troja").
Er wirbt offen damit, dass er die Geschichte der 300 Spartiaten an den Thermopylen erzählt, sogar dass er sich bei der Handlung an "historische Wahrheit" hält habe ich gelesen (also an Herodot, was ja auch im Großen und Ganzen stimmt). Damit ist es ein historischer Film.

Leider ist es ein schlechter (hab mir vor Monaten die Premiere angeschaut und ihn inzwischen auch noch mal auf deutsch ggesehen; na gut, er kann also so schlecht nicht sein... ;)).

1.) Von den Bildern/Kostümen will ich gar nicht reden. Die Spartaner (ungepanzert und so) sehen so unglaublich albern aus, dass es weh tut. (Angeblich wollte der Regisseur sie ganz nackt auftreten lassen, was wieder cool gewesen wäre, wie die Hleden und Göttern auf den Tempeln alla Pergamon-Altar).
2.) Warum die Perser eher an Saurons Horden erinnern ("Der Herr der Ringe") möcht ich wirklich wissen. Die ersten persischen Krieger, die einige Sekunden im Bild sind, sehen recht originalgetreu aus, aber das war´s auch schon. Die Unsterblichen sind entsetzlich (besonders die Uniformen, albernen Masken), auch ohne dass sie darunter Orks oder so sind. Xerxes 3 Meter? Edward mit den Scherenhänden? Warum? Und der Einsatz von Elefanten an dieser gebirgigen Stelle (ganz davon abgesehen, dass die Perser damals keine Elefanten verwendten), die mal eben für eine Minute ins Bild kommen, soll einem doch auch nur die gigantischen Mumakil-Bilder aus "Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" vor Augen treten lassen (billig geklaut, sozusagen).

Das einzige, was mich positiv überraschte, war die Geschichte mit Ephialtes. Die Schicksalhaftigkeit des Ganzen (der Verwachsene, dessen größter Traum durch seine angeborenen Mängel zerstört wird, und der desweegen zum Verräter wird) rückt es schon fast in den Bereich gr. Tragödien; zumindest besser als vieles andere.
 
Nee, es wird nirgends deklariert, "300" sei ein historischer Film. In einigen Rezensionen wird irrtümlich sowas von sich gegeben.
"300" erzählt keine Geschichte. Es zeigt von Anfang bis Ende Abschlachten. Die Eigenwerbung eines Filmes ist immer positiv. So werden Horror-Filme gezeigt, die im Vorspann mit werben, die Geschichte würde auf einer wahren Begebenheit ruhen.
Historisch ist nur, dass 300 Spartiaten am Thermopylenpass gegen die Perser kämpften und untergingen. Alles andere ist frei erfunden, auch von Herodot.

Und zu Ephialtes gibt es eine Menge Wissen. Der wechselte in seinem Leben sehr oft die Seiten.
 
Erst einmal muß ich sagen, dass für mich 300 (neben Departed) eindeutig der beste Film der letzten Zeit war. Ich fand ihn zwar nicht ganz so gut wie Sin City, aber trotzdem hat er mich komplett zufrieden gestellt. Das einzige was mich gestört hat, war die Geschichte in Sparta mit seiner Frau, da die Szenen nicht im Comic vorkamen und eigentlich nur langweilig waren. Naja, sonst hätte es den Film halt nicht gegeben.

Im Prinzip nerven mich zwar die ganzen Diskusionen, von wegen arme Iraner und historischer Film, aber jetzt muß ich doch noch etwas dazu schreiben. Wer von den Film erwartet ein realistischer Hostorienfilm zu sein, sollte den Film einfach nicht sehen (obwohl immerhin spielt er dann mehr Geld ein und ich darf mich auf mehrere vergleichbare Filme freuen).
Bei vergleichbaren Filmen, die in heutiger Zeit spielen, beschwert sich doch auch niemand, dass sie unrealistisch seien. Trotzdem waren Sin City, Kill Bill usw. super, obwohl sie natürlich nichts für die breite Masse sind.
Und er wurde nach einer COMICVORLAGE gemacht, bei Batman, Spiderman, Hulk usw. beschwert sich auch niemand über die komischen Gegner...




Die Spartaner (ungepanzert und so) sehen so unglaublich albern aus, dass es weh tut. (Angeblich wollte der Regisseur sie ganz nackt auftreten lassen, was wieder cool gewesen wäre, wie die Hleden und Göttern auf den Tempeln alla Pergamon-Altar).
Wirklich? So schlecht fand ich das überhaupt nicht.
 

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Das interessante an der Debatte über die blödsinnigen Feindbilder des Films ist doch, dass scheinbar die Gesellschaft und dabei vor allem die intelektuelle Filmkritik ein bisschen sensiblisiert erscheint. Das als faschistoid eingestufte Menschenbild im Film "300" kam ja vom Comic, welches eben noch nicht die Breitenwirkung hatte und auch nicht so ernst und als gefährlich betrachtet wird. Der Film erregte die Gemüter, was dafür spricht, dass es scheinbar durachaus Menschen gibt, welche hinterfragen, ob das Medium Film nicht moralisch sein sollte oder überhaupt sein kann. Eben das ist eine interessante Frage, ganz abgesehen von den historischen Fehlern.

Man stelle sich vor, auf einem Filmfest läuft ein kritischer Film über die Probleme von Ausländern in einem Land und die Identitätssuche in einer neuen, fremden Gesellschaft und danach so ein Film, welcher ein Menschenbild liefert, welches manch ein kritischer Zuschauer als verabscheuungswürdig emfindet...:grübel:
 
Und er wurde nach einer COMICVORLAGE gemacht, bei Batman, Spiderman, Hulk usw. beschwert sich auch niemand über die komischen Gegner...
Doch! Spiderman fragt sich im dritten Film, wo denn solche Typen wie seine Gegner überhaupt herkommen. Fast als fände er es merkwürdig bis unrealistisch.

Hat eigentlich jemand den Zweck der Achsellederriemen von Leonidas' Kriegern erkannt?
Ganz nackt wäre natürlich eine Überlegung gewesen, aber lieber etwas kürzere Mäntel, damit es der Hoplitensilhouette etwas näherkommt.
Halbnackt wirkte für die 300 sogar ziemlich gut, da es zum halboffiziellen Charakter der Aktion (längerer Spaziergang) passte. Bloß eine gesamte Armee ohne Panzer macht einen unglaubwürdigen Eindruck.
 
Hallo, das mit dem Wissen über Ephialtes interessiert mich jetzt aber :)
Erzähle noch ein wenig mehr darüber. Wo gibt es was zu lesen darüber, abgesehen bei Herodot ?

Grüße,
Mike

Nee den verwechsel ich mit jemanden anderen. Aber die Nähe Persien, Griechenland, Sparta und deren Besitzungen auf Sizilien spielen eine Rolle. Woher hab ich das, aus dieser ZDF-Doku - oder hab ich das geträumt?
 
Alles andere ist frei erfunden, auch von Herodot.


Und zu Ephialtes gibt es eine Menge Wissen. Der wechselte in seinem Leben sehr oft die Seiten.

Meinst Du nicht, hier besteht ein Widerspruch? Wenn Herodot alles erfunden aht, dann doch wohl auch Ephialtes.

Worauf ich aber hinauswollte: Es ist eine historische Szenerie (Außer Du jagst Herodot wirklich vollständig aus dem "Olymp der Historiker", was ich eigentlich nicht glauben will; dann bleibt nämlich praktisch keine Quelle über die Perserkriege übrig...)
Wer aus so einer Szenerie einen Film oder eine Geschichte macht (ja, ich mein auch den Comic-Autor) hat in meinen Augen die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, die Sache historisch so korrekt wie möglich darzustellen. Dass ich mit der Ansicht allein auf weiter Flur stehe ist mir auch klar...
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Prinzip nerven mich zwar die ganzen Diskusionen, von wegen arme Iraner und historischer Film, aber jetzt muß ich doch noch etwas dazu schreiben.

Die Diskussion find ich ... interessant. Ich stell mir vor, wie andere (UND ICH) reagieren würden, wenn sich Deutsche beleidigt fühlen, weil irgendwelche Germanen falsch/schlecht/als Monster dargestellt würden. Mir stieße das sehr übel auf (halt als das Germanenverehren von Rechten...).

Wer von den Film erwartet ein realistischer Hostorienfilm zu sein, sollte den Film einfach nicht sehen (obwohl immerhin spielt er dann mehr Geld ein und ich darf mich auf mehrere vergleichbare Filme freuen).

Nicht falsch, hätte ich wissen können (und habs gewußt), aber bevor die die Perserkriege als historisch korrekten Film drehen vergehen nochmal 2.500 Jahre...


Schlimm genug, aber ich will mich nicht ereifern. ;)

Wirklich? So schlecht fand ich das überhaupt nicht.

Also, solche Bilder von spartanischen Hopliten seh ich zum ersten mal.
Die Helme sehen mir nach dem Negau-Typ aus, der hauptsächlich in Italien verbreitet war. Und natürlich trugen Hopliten Panzer!
 
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