John Wayne selbst soll die sechs Schachteln Zigaretten, die er täglich (!) wegquarzte, dafür verantwortlich gemacht haben.
Ich habe Wayne als Dschingis Khan nicht gesehen, aber ich stelle ihn mir genauso unglaubwürdig vor wie in all den lächerlichen Western. Vielleicht ist mein Geschmack zu deformiert, als dass ich bei diesem Thema mitreden könnte, aber ich kann Western im allgemeinen nicht ernstnehmen (von Ausnahmen wie "High Noon" abgesehen) bzw. nur als Parodie ertragen.
Geschmack geht bekanntlich auseinander. Ich zum Beispiel liebe Western, und in diesem Genre hat John Wayne schon Marken gesetzt.
The Man who shot Liberty Wallance mit James Stewart und Lee Marvin, El Dorado mit Robert Mitchum und James Caan, The Sons of Cathy Elder.
Wayne hat durchaus auch den eigenen Mythos ironisch aufs Korn genommen, und für seine Rolle als versoffener Sheriff Rooster Cockburn, der für eine Teenagerin einen Mann suchen soll, hat er die verdiente Anerkennung für seine Leistung auch von seinen Gegnern erhalten.
Überzeugend war er auch in seiner letzten Rolle, als alternder krebskranker Revolverheld, der in Carson City eigentlich in Frieden sterben will. The Shootist von 1976.
Belächeln könnte man Waynes patriotische Streifen. Im Gegensatz zu Kollegen wie Clark Gable, Leo Genn u. a. war der "Duke" nie im Kriegseinsatz ist auch nicht als Entertainer die Front abgereist, aber inszenierte sich als großer Patriot.
Da könnte man Streifen wie The Alamo" etwas belächeln, wenn John Wayne nicht einen durchaus unheilvollen Einfluss gespielt hätte, um Kollegen wie Dalton Trumbo und die Hollywood 10 auf schwarze Listen zu setzen. Das hatte bei einigen wirklich ganz massive Folgen bis zu Berufsverboten.
In diesem Zusammenhang verdient John Wayne mit Sicherheit jede Kritik.
Schauspielerisches Talent haben John Wayne aber nicht mal seine größten Kritiker abgesprochen, und gerade im Genre des Westerns hat er Marken gesetzt, hat an der Seite von Kollegen wie James Stewart, Robert Mitchum, Dean Martin, James Caan immer wieder in Klassikern des Genres gespielt, hat Kontroversen erregt, zuletzt auch den eigenen Mythos ironisch aufs Korn genommen.
Von Red River, und The Man who shot Liberty Wallance bis zu Rooster Cockburn und The Shootist hat John Wayne 20 Jahre in Western gespielt, auch als manche das Genre bereits tot gesagt hatten. Er hat dabei auch immer wieder in Streifen gespielt, die das Genre gegen den Strich gebürstet haben. Für seine Leistung als Rooster Cockburn und als krebskranker Revolverheld J. B. Books in The Shootist hat John Wayne viel Anerkennung erhalten auch von seinen Kritikern.
Er hat natürlich auch zuweilen in B-Movies gespielt, und Dschingis Khan gehört sicher zu diesen. Aber im Genre Western. da hat er wirklich etwas vorgelegt.