Babylonische Reichsordnung

Dieses Thema im Forum "Antikes Griechenland" wurde erstellt von argisti, 17. Oktober 2010.

  1. argisti

    argisti Neues Mitglied

    Ich glaube, das sehe ich nicht anders als du. Die Frage ist nur, wem im Reich - überhaupt nach dem bisherigen Verhalten des Antgonos und in Anbetracht des Todes des letzten Königs - diese Geschichte von der Verteidung des Reiches noch glaubwürdig vorkam.
     
  2. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Ich denke schon, dass Antigonos I. ernsthaft die Reichseinheit verteidigen wollte - aber mit ihm als König. Für die anderen Diadochen war das freilich nicht akzeptabel, sich ihm unterzuordnen. Die meisten von ihnen strebten aber nicht nach der Herrschaft über das Gesamtreich, z. B. war Ptolemaios I. mit Ägypten+Nebenländern durchaus zufrieden.
     
  3. Joinville

    Joinville Aktives Mitglied

    Aber solang Antigonos und mit ihm sein Anspruch lebte, war die Existenz der anderen Diadochen und ihrer Königtümer stetts gefährdet. Kassader war 302 fast schon am Ende nachdem Demetrios in Griechenland übermächtig geworden war und Ptolemaios hatte in den Jahren zuvor seine Vorherrschaft auf See verloren. Über das Sein oder Nichtsein des Alexanderreichs wurde letztlich bei Ipsos entschieden.
     
  4. Zananga

    Zananga Aktives Mitglied

    Ich hätte noch ein Buchtipp Who's who in the age of Alexander the Great, und eine gute, wirklich gute Website Livius.org. Aber Droysen geht auf die Satrapienverteilung durch Antigonos ein, im 2. Band 2. Kapitel (bei mir Seite 197), nur zu den Verhältnissen in Indien schweigt er (aber meines wissens nach gelangte Indien direkt nach der ermordung von Eudemos unter die Herrschaft der Maurya).
     
  5. argisti

    argisti Neues Mitglied

    Hallo,
    Droysen geht zwar auf die Satrapienverteilung des Antigonos ein, was aber in Parthien Syrien d.d.W., Kilikien und Lydien los ist, weiß er nicht.

    Habe noch bis 277 weitergemacht. Natürlich bin ich immer für Verbesserungen dankbar.
     

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  6. argisti

    argisti Neues Mitglied

    Und noch die für 321
     

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  7. Joinville

    Joinville Aktives Mitglied

    Droysen beschrieb die Satrapenordnung die Antigonos in den oberen Provinzen, also alles Land östlich des Euphrat vorgenommen hatte, nachdem er 316 Eumenes besiegt hatte. Die Provinzen westlich des Euphrat, also hauptsächlich Syrien und Kleinasien regierte er direkt ohne Satrapen. Östlich des Euphrat hatte er zudem noch mit Nikanor einen militärischen Oberbefehlshaber eingesetzt, der dann aber im Kampf gegen Seleukos getötet wurde.
     
  8. argisti

    argisti Neues Mitglied

    Einen Satrapen von Parthien muss ich überlesen haben. Oder sollte sich Nikanor darum kümmern?
     
  9. Joinville

    Joinville Aktives Mitglied

    Philippos war der letzte namentlich bekannte Satrap von Parthien, der 318 von Peithon (Sohn des Krateas) verdrängt wurde. Peithon setzte seinen Bruder Eudemus in Parthien ein, aber die Satrapenkoalition des Ostens besiegte beide kurz darauf. 316 kamen dann Eumenes und Antigonos in den Osten.

    Nikanor wurde lediglich zum Strategos ernannt, sein Hauptquartier war in Ekbatana, dass er Parthien übernehmen sollte wurde nicht vermerkt. Nikanor wurde 310 in Ekbatana von Seleukos getötet, dem Antigonos nach dem babylonischen Krieg 308 alle Provinzen des Ostens überlassen hatte. Aller Wahrscheinlichkeit nach hatte Seleukos bei seiner Anabasis nach Indien auch Parthien unter seine Kontrolle gebracht, jedenfalls gehörte diese Provinz dann zum Seleukidenreich, bis die Parner sie um 240 übernahmen.
     
  10. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Ich entwerfe seit Jahren u.a. Karten für Geschichtsatlanten und achte daher stets auf bestimmte Grundvoraussetzungen. Insofern fällt mir auf, dass deine Karte weder zentrale Städte noch Bezeichnungen für historische Landschaften enthält. Das sollte sie aber, damit jeder problemlos in der Lage ist, sich geografisch-historisch in der Karte zurechtzufinden.
     
  11. argisti

    argisti Neues Mitglied

    Danke joinville und Dieter für die Hinweise.
     

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