Bedeutung von Saltus Teutoburgiensis.

Dieses Thema im Forum "Das Römische Reich" wurde erstellt von Germanicusaron, 4. Juni 2019.

  1. Germanicusaron

    Germanicusaron Mitglied

    Was mich stutzig macht ist halt weiterhin dass die beengten Verhältnisse und topographischen Details nicht zur Varus-Schilderung passen.
     
  2. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Es wird sich um ein größeres Gebiet mit mehreren bewaldeten Bergen gehandelt haben. Die "Teutoburg" muss noch nicht einmal zwingend inmitten des saltus gelegen haben. Sie hat möglicherweise nur der Gegend den Namen gegeben. Zittau z. B. liegt nicht inmitten des "Zittauer Gebirges".

    Welche Schilderung meinst Du?
    Und welche Verhältnisse passen nicht zu welchen Angaben genau?
     
    Germanicusaron gefällt das.
  3. Solwac

    Solwac Aktives Mitglied

    Was ist denn ein richtiger Berg?
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Da fallen mir die ehemaligen Mitglieder Cato und Cherusker ein, die zugunsten einer Varusschlacht im Weserbergland versuchten, den Kalkrieser Berg als Berg zu diskreditieren.
     
  5. Germanicusaron

    Germanicusaron Mitglied

    Für mich gibt es da einen Unterschied zwischen den "Baumbergen" und dem Osning. Aber das widerspricht sich garnicht so sehr denn bei Tacitus heißt es dass alles Gebiet bis zu den entferntesten Brukterern, zwischen Ems und Lippe verwüstet wurde nicht weit vom Saltus Teutoburgiensis wo wie es hieß die Legionen noch unbestattet lagen. Wir wissen nicht was haud procul genau bedeutet b.z.w. in welchen räumlichen Kontext man das zu setzen hat. Demnach könnte es sich auch um die Umgebung von Bielefeld/Paderborn gehandelt haben. In Bielefeld Sennestadt hatte man ja kürzlich ein Lager für drei Legionen entdeckt. Vielleicht findet man dort auch Hinweise welche Legionen dort gelegen haben.
     
  6. Germanicusaron

    Germanicusaron Mitglied

    Lese dir den Abschnitt selber noch einmal genau durch und vergleiche ihn mit der Topographie in Kalkriese! Und gehe bitte nicht davon aus, dass Tacitus alles perfekt haben muss und du, ohne die Gefahr sich auf Glatteis zu begeben, bedenkenlos alles auf die Goldwaage legen kannst.
     
  7. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Ein freundliches Willkommen im Reich der Beliebigkeiten. :D
     
  8. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Also gehen wir die Abschnitte durch:

    Das Heer des Germanicus hatte die Gegend zwischen den Flüssen Ems und Lippe verwüstet (quantumque Amisiam et Lupiam amnis inter, vastatum) und war "bis zu den letzten der Brukterer" (ad ultimos Bructerorum) vorgestoßen.
    Wo genau die saßen, erklärt der Text nicht.
    Jedenfalls war das Heer an einem Punkt angelangt, von wo es "nicht mehr weit" zum Saltus Teutoburgiensis war (haud procul Teutoburgiensi saltu).
    Ein Spaziergang war der "nicht weite" Weg jedenfalls nicht, es waren mehrere Bergwälder zu durchqueren bzw. erst einmal zu erforschen (ut occulta saltuum scrutaretur), und es gab (oder man vermutete) unterwegs Sümpfe und trügerische Moorböden, die mit Hilfe von Dammwegen, Brücken/Bohlenwegen erst gangbar gemacht werden sollten (pontesque et aggeres umido paludum et fallacibus campis inponeret). Mit dieser Aufgabe war Caecina betraut.

    Bis jetzt geht es noch nicht um den Ort der Varusschlacht, sondern um den Weg dorthin.


    Zum Ort der Schlacht selbst macht Tacitus fast keine topographischen Angaben.
    Er beschreibt zwei Lagerbauten, dazwischen war ein "campus" - also wohl eine relativ ebene Fläche, auf der Bäume standen. Auf der Fläche lagen Knochen, an die Baumstämme waren Schädel angeheftet (medio campi albentia ossa ... truncis arborum antefixa ora)

    Was möchtest Du da mit Kalkriese vergleichen?
     

Diese Seite empfehlen