Dauerte die Varusschlacht nur einen Tag?

Danke @Bockstein, dass Du diesen Thread wiederbeleben musstest.

Jetzt geht der Unsinn weiter.
Direkt die nächste bekloppte Kausalkette:

Da lag ein Schienenpanzer => Den Panzer können die Germanen nicht übersehen haben => ?!
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Praktiker fragt:
"Triumph-Inszenierung" im Morast, vor welchem Publikum?

Da steht er nun im Wald der arme römische Legionär.
Er hat sich ergeben.
Und der/die Germane/Germanen nehmen ihm sein Schild, seinen Wurfspeer, sein Kurzschwert und seinen Dolch.

Aber seinen Schienenpanzer lassen sie ihm?
Du bist hier nicht mehr auf dem laufenden. Bei der Restaurierung hat sich ergeben, dass der Schienenpanzer mit geöffneten Verschlüssen in die Erde gekommen ist. Man kann durch chemische Analysen der umgebenden Erde feststellen, ob dort ein Mensch verwest ist. Diese Untersuchung war negativ. Demnach war der Schienenpanzer und die Halsgeige entweder ein Depot, dass dann aus irgendeinen Grund von seinen germanischen Verursacher nicht mehr geleert wurde. Oder die Teile sind schon im Schlachtgeschehen im Morast versunken und daher nach der Schlacht nicht mehr geborgen worden.
 
Die Prämisse mag ja stimmen, ist aber nur relevant für einen Teilnehmer , der eigentlich garnicht teilnehmen will, aber aus Mangel an anderen Themata regelrecht gezwungen wird. Dann würde es stimmen. Aber niemand muß Lebenszeit bei einem Thema verschwenden. Er muß einfach das Thema ignorieren. Er kann dann Lebenszeit woanders zurückgewinnen.
So etwas fällt dann unter die Überschrift "akzeptierende Grundhaltung".
wenn es gefühlt 100.000 Themen mit Varus gibt, fällt das Ignorieren irgendwann sehr schwer. (Die andere Seite könnte doch auch einfach mal Dinge als gegeben nehmen)
 
Fakt ist, dass der Schienenpanzer und die Halsgeige gefunden wurden. Es gibt mehrere Erklärmodelle dafür, die in der Ausstellung kontrovers diskutiert wurden.

Was das nun mit deinen seltsamen Thesen zu tun hat, die wir bislang diskutiert haben, verstehst vermutlich nur du allein.

Festzuhalten ist, dass der Schienenpanzer von Kalkriese ein herausragendes Fundstück ist. Man hat Teile von Schienenpanzern, schriftliche und bildliche Darstellungen, Halbfabrikate.... aber weitgehend intakte, in denen zum Zeitpunkt des in den Boden Kommens wahrscheinlich noch ein Mensch steckte (meines Wissens sollte die Erde beprobt werden, um das zu überprüfen, zum Zeitpunkt der Sonderausstellung war das noch nicht geschehen, ob das mittlerweile geschehen ist, weiß ich nicht), da ist das Kalkriese Exemplar bislang einzigartig.

Fakt ist: das Schlachtfeld von Kalkriese wurde geplündert. Schildrandbeschläge wurden gefaltet, Panzerschließen fanden sich, die vermutlich verloren gingen, als man die Loricae ihren toten oder gefangenen Trägern vom Körper riss. Es gibt ein Missverhältnis von Panzerschließen und änderen Panzerbestandteilen, da ist der Fund eines fast intakten Panzers erklärungsbedürftig. Der Panzer kann fast nicht, wie irgendwelche Kleinteile, etwa Münzen, übersehen worden sein. Natürlich kann man sich auch Szenarien ausdenken, warum er übersehen wurde. Ob diese überzeugender sind, als eines der in Kalkriese vorgeschlagenen, sei mal dahin gestellt.

Die Verehrung für Wuodan (Odin/Wotan) ist erst Jahrhunderte später nachweisbar. Aber nehmen wir einfach Mal an, Wuoden sei schon um die Zeitenwende von den Germanen verehrt worden (naheliegend wäre, dass der Gott, der in der Interpretatio Romana der germanischen Götter als Mercurius bezeichnet wird, Wuoden meinte. Zur Verehrung Wuodens gehörte, ihm menschliche Opfer in die Bäume zu hängen. Wenn dies hier der Fall war, dann wäre das absolut plausibel, dass man einem Wuodens-Opfer seine Rüstung gelassen hätte.

Was du nun schreibst, um die Kalkrieser als "Theoretiker" heranzuwürdigen, die keine Ahnung von der Praxis hätten: Kalkriese war nicht einfach Morast. Dort war ein Weg, der zwischen Wiehengebirge/Kalkrieser Berg und dem großen Moor entlang lief, mindestens seit dem Neolithikum. Ganz in der Nähe von Kalkriese gibt es mehrere dem Neolithikum bzw. Der Frühbronze zuzuordnende Großsteingräber (Driehauser Steine, Darpvenner Steine), solche Megalithgräber wurden entlang der Fernwege errichtet. Das Kalkrieser Ereignis fand an einer Engstelle eines solchen Fernweges statt.

Daher würde der "Praktiker", der Ahnung vom Gebiet hat, die Frage, die du als die Frage des "Praktikers" darstellst, so sich nicht stellen.

Er wäre dann kein "Praktiker", sondern schlicht ein Ahnungsloser.
 
Du bist hier nicht mehr auf dem laufenden. Bei der Restaurierung hat sich ergeben, dass der Schienenpanzer mit geöffneten Verschlüssen in die Erde gekommen ist. Man kann durch chemische Analysen der umgebenden Erde feststellen, ob dort ein Mensch verwest ist. Diese Untersuchung war negativ. Demnach war der Schienenpanzer und die Halsgeige entweder ein Depot, dass dann aus irgendeinen Grund von seinen germanischen Verursacher nicht mehr geleert wurde. Oder die Teile sind schon im Schlachtgeschehen im Morast versunken und daher nach der Schlacht nicht mehr geborgen worden.
Ah, okay, das hatte ich nicht mitbekommen. Dann kann man meine Wuoden-erklärung verwerfen
 
und so langsam gehen mir die Bäume auf den Keks...
...jetzt bin ich sogar in meinem Festungskrempel von 1897 über Wald- und Baumprobleme gestolpert:
Screenshot_20260826-163741.png

...wenn die trotz ihrer Brisanzgranaten und Stahlbetonbunker im Vorfeld solche Malaise hatten...
 
Fakt ist, dass der Schienenpanzer und die Halsgeige gefunden wurden.
Warum kann man nicht einfach akzeptieren, dass der Panzer so gefunden wurde, ohne großartige Geschichte drumherum. Das Ereignis Kalkriese fand im Spätsommer statt, wir wissen das genaue Datum zwar nicht, aber wir können davon ausgehen, dass es noch etwas wärmer war und die Kadaver und Leichen schon am ersten folgenden Tag, spätestens am zweiten Tag mehr als nur gemuffelt haben. Das tut sich freiwillig so schnell niemand an, und im darauffolgendem Frühjahr war einfach Gras über die Sache gewachsen, der Panzer wurde nicht mehr gefunden.
Und wir freuen uns 2000 Jahre später über den wissenschaftlichen Zugewinn.
 
Warum kann man nicht einfach akzeptieren, dass der Panzer so gefunden wurde, ohne großartige Geschichte drumherum. Das Ereignis Kalkriese fand im Spätsommer statt, wir wissen das genaue Datum zwar nicht, aber wir können davon ausgehen, dass es noch etwas wärmer war und die Kadaver und Leichen schon am ersten folgenden Tag, spätestens am zweiten Tag mehr als nur gemuffelt haben. Das tut sich freiwillig so schnell niemand an, und im darauffolgendem Frühjahr war einfach Gras über die Sache gewachsen, der Panzer wurde nicht mehr gefunden.
Und wir freuen uns 2000 Jahre später über den wissenschaftlichen Zugewinn.
Da du mich zitierst: habe ich deinen Beitrag als Widerspruch oder Bestätigung zu sehen? Er liest sich wie eine Widerrede, aber ich sehe jetzt keinen so rechten Widerspruch zu meinem Beitrag.
Offensichtlich ist ja mittlerweile aufgrund von Beprobung der Erdanhaftungen/des Erdinnenlebens vom Tisch, dass ein Leichnam in dem Panzer steckte - was ich aber vorige Tage noch nicht wusste.

Edit: Auf dem Handy getippt kommt echt manchmal Zeug raus....
 
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Das Ereignis Kalkriese fand im Spätsommer statt, wir wissen das genaue Datum zwar nicht, aber wir können davon ausgehen, dass es noch etwas wärmer war und die Kadaver und Leichen schon am ersten folgenden Tag, spätestens am zweiten Tag mehr als nur gemuffelt haben. Das tut sich freiwillig so schnell niemand an, und im darauffolgendem Frühjahr war einfach Gras über die Sache gewachsen, der Panzer wurde nicht mehr gefunden.
Vielleicht wie nach der Schlacht von Visby auf Gotland, als man offenbar bei vielen Leichen auch darauf verzichtete, ihnen die wertvollen Kettenhemden auszuziehen.
 
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