Der grüne Mann

Hier wird angegeben, dass die Herleitung umstritten (très discuté) ist.

Mot d'orig. très discutée (FEW t. 6, 1, pp. 418-420). Selon Wartburg, tirer serait une réduction de l'a. fr. martirier « martyriser, torturer (en général) » (xiies. ds T.-L.), dér. de martyre*.


Dieses FEW scheint ein Nachschlagewerk oder Zeitschrift zu sein, ich konnte auf die Schnelle nicht herausfinden, was das ist und ob man das irgendwo im Internet findet. Nach jnd. namens Wartburg (mir auch unbekannt) könnte es von martirier abgeleitet sein, also foltern. Eine Foltermethode war das Strecken.

TIRER : Etymologie de TIRER


Nachtrag: FEW ist das Französische etymologische Wörterbuch, das von dem schweizer Linguisten Walther von Wartburg – Wikipedia erstellt wurde.

Französisches Etymologisches Wörterbuch — Wikipédia
 
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Es sind harmlose Heischebräuche, die weit verbreitet waren, aber gar nicht so weit zurückgehen.

Ich wurde z.B. 1969 von den Kindern im Dorf zum "Pfingste-Ma" gewählt. Nur dass wir, um die ratenden Dorfbewohner zu foppen, keinen von uns als zu erratenden "Pfingstema" unter den Ginster- und Laubbüschen auf dem Bollerwagen verborgen haben, sondern einfach einen Kartoffelsack in eine Jacke steckten und alte Stiefel festnagelten.

"Hier kommt der ohle [alte] Pingstemo [Pfingsten-Mann],
dr ka Brot mehr bisse ko.
Gerren Iier [gebt ihm Eier] odr Geld, damit kütt hä durch die Welt!"

Wie üblich, wurde aus den erheischten Eiern und Mehl ein Kuchen für alle gebacken, und von den Dorfkindern auch Geld und Süßigkeiten geteilt.

Aber: Diese Bräuche sind keineswegs alt! Es ist übrigens eine Region mit bedeutender latènezeitlicher Eisenproduktion. Aber keltisch kann diese Tradition auf keinen Fall gewesen sein, es gibt keine Kontinuität der Bevölkerung und der Besiedelung. Das Dorf hatte früher so wenige Hofstellen, dass ein solcher Brauch gar nicht möglich war, mangels Masse.
 
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Dann stellt sich immer die Frage:
  • Ersterwähnung?
  • Provenienz?
  • Vergleichbare Bräuche andernorts?
  • "Reaktivierung" des Brauchtums in der Zeit des Nationalsozialismus?
 
Dann stellt sich immer die Frage:
  • "Reaktivierung" des Brauchtums in der Zeit des Nationalsozialismus?
Kann auch 100 Jahre früher sein.

Aber als Bsp.: Himmler sollte ein altgermanischer Tanz vorgeführt werden. EIn Mitarbeiter des SS-Ahnenerbes wies aber darauf hin, dass die Uraufführung des altgermanischen Tanzes 1919 stattgefunden hatte.
 
Nein, der Pfingstkönig / Pfingstema / Pfingstlümmel nicht. Aber bei allen Brauchtumstraditionen stellt sich die Frage, wie alt sie sind und ob und wann sie im Rahmen irgendeiner völkischen Begeisterung wiederbelebt oder neu geschaffen wurden.

Keltisch, wie gesagt, ist dies aber ganz sicher nicht.

Auch mit der Blattkrone des Keltenfürsten vom Glauberg hat dies nichts zu tun, sie ist Zeichen der Macht eines einzelnen Mannes, eines (Priester-)Fürsten, ausgestattet auch mit spiritueller Macht, das Gesicht ist offen, es ist keine Maske.

Der kindliche Rate- oder Heischebrauch ist etwas ganz anderes.
 
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Nein, der Pfingstkönig / Pfingstema / Pfingstlümmel nicht. Aber bei allen Brauchtumstraditionen stellt sich die Frage, wie alt sie sind und ob und wann sie im Rahmen irgendeiner völkischen Begeisterung wiederbelebt oder neu geschaffen wurden.

Keltisch, wie gesagt, ist dies aber ganz sicher nicht.

Auch mit der Blattkrone des Keltenfürsten vom Glauberg hat dies nichts zu tun, sie ist Zeichen der Macht eines einzelnen Mannes, eines (Priester-)Fürsten, ausgestattet auch mit spiritueller Macht, das Gesicht ist offen, es ist keine Maske.

Der kindliche Rate- oder Heischebrauch ist etwas ganz anderes.
Der Pfingstkönig und der Jack in the Green sind wohl nicht identisch, aber sie haben wohl gemeinsame Vorfahren.
 
Nein, ganz und gar nicht! Was hat eine Gegend im Siegerland oder in Mittelhessen mit den Briten zu tun? Da ist keinerlei historische Verbindung.

Man nennt beide Gegenden keltisch, aber die (Insel-)Kelten dort und die keltischen bzw. eher latènezeitlichen Bewohner der deutschen Mittelgebirge haben keine gemeinsame Geschichte.
 
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